Interne Wäschereilogistik beinhaltet das Sortieren, Speichern und Transportieren der Textilien. Jensen bietet mit Futurail ein Komplettsystem, das die Ausnutzung aller Maschinen verbessern und damit die Produktivität erhöhen soll. Auch Automatisierung und Ergonomie spielen dabei eine Rolle.
3 Egal ob Wäsche aus dem Gesundheitswesen, dem Gastgewerbe, der Lebensmittelindustrie oder dem Industriesektor – jedes Teil muss von Station zu Station durch die Wäscherei transportiert werden. Jensen hat mit Futurail eine Lösung zum Sortieren, Speichern und Transportieren der Wäsche entwickelt.
Interne Wäschereilogistik beginnt dort, wo die Wäsche angeliefert wird. Obwohl Futurail bereits viele Sortieroptionen bietet, investiert Jensen nach eigenen Angaben fortlaufend in Technologien für den Sortier- und Bearbeitungsbereich. Das neue, ergonomische Multi-Sort-System hilft beim effizienten Sortieren in Wäschereien mit mittlerem bis hohem Wäscheaufkommen. Die zusammen mit europäischen Arbeitsumgebungsbehörden überarbeitete Sortierstation soll für Produktivitätssteigerungen sorgen, da die Ermüdung durch langes Stehen und der Winkel zwischen Arm und Körper verringert werden. Bei Jensen weiß man: Ein gesunder Bediener ist ein effizienter Bediener. Arbeitsplatzbedingte Erkrankungen wirken sich negativ auf die Bilanz aus. Neben den direkten monetären Kosten entstehen auch indirekte Kosten wie Personalbeschaffungs- und Vertretungskosten, verloren gegangene Produktivität und eine niedrigere Arbeitsmoral. Bedienerfreundliche Anlagen erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit, die letztendlich die Produktivität ankurbelt.
Hoher Schutz – für Personal und Kunden
Arbeitsschutz ist ein wichtiges Anliegen für alle Futurail-Käufer, einschließlich deren Personal und Kunden, so Jensen. Wartung sei dabei ein Schlüsselfaktor, nicht nur um die Lebensdauer der Wäscherei zu erhöhen, sondern auch um die Gesundheitsbedingungen inner- und außerhalb der Wäscherei zu verbessern. Beispielsweise bei der Sortierung: Ein einfacher Zugang für Wartungsarbeiten an der Sortieranlage erlaubt die Routinereinigung der Wäscherei, um Hygienestandards beizubehalten. Zudem bietet Futurail Sortierstationen, die es dem Wäschereipersonal ermöglichen, sowohl ebenerdig als auch auf Plattformebene zu arbeiten, sodass der manuelle Transport von Wäschewagen nicht erforderlich ist. Diese Arbeitsbedingungen schützen Mitarbeiter vor schweren, repetitiven Aufgaben, die zu Verletzungen und Abwesenheitszeiten führen können.
Für hohe Hygienestandards sollen u.a. die Futurail-Schienen sorgen. Sie bestehen aus nicht rostendem Edelstahl, weshalb die Oberflächen schnell und einfach zu reinigen sein sollen. Obwohl Futurail wartungsfreundliche Konstruktionen in den Mittelpunkt stellt, um die Gesundheit des Wäschereipersonals zu schützen, verbessert dieser Fokus laut Jensen auch indirekt die Hygiene und Gesundheit von Patienten und Pflegepersonal.
Die Schienen, Schienenausstattung und Sackwagen sind außerdem für hohe Belastungen ausgelegt. Selbst unter schweren Waschladungen sollen die Edelstahlschienen kaum verschleißen und garantieren, dass die Wagen, die die Sackladungen transportieren, ruhig laufen. Das neue Wagengestell weist eine hohe Präzision auf. Eine Edelstahlstrebe im Gestell stützt den unteren Gelenkarm, sodass die Rollen immer senkrecht zur Lauffläche bleiben, selbst wenn sie stoppen. Um den Wartungsumfang gering zu halten, befinden sich die Kugellager des Wagens in einem abgedichteten Gehäuse, wodurch nach Herstellerangaben nur eine minimale externe Schmierung erforderlich ist. Die Konstruktion benötige keine Schmiermittel an den Schienen oder Rollen und ziehe so weniger Flusen an. Futurail automatisiert die gesamte Wäschebearbeitung und den Speicherprozess, vom Empfang der Schmutzwäsche bis hin zu den Finishstationen auf der sauberen Seite. Im Annahmebereich wird unsortierte Schmutzwäsche entladen und, falls notwendig, in das Primärsystem eingegeben. Nach Produkt, Kunde oder Route getrennt gelangt die Wäsche zum Sortierbereich. Futurail erlaubt das Sortieren der Wäsche in Sortierbehälter nach Kunde, Finishkategorie und/oder speziell erforderlichem Waschprogramm. Die Wäsche kann in diesen Sortierbehältern gewogen und gezählt werden. Nachdem eine komplette Waschladung sortiert wurde, wird die Wäsche in einen Sack überführt. Der Sack gelangt in das Schienensystem und läuft zu einem vordefinierten Speicherpuffer, bevor er im Waschbereich ankommt.
Platzsparend an der Decke
In Wäschereien ist Platz oft ein knappes Gut. Entscheidend sind die richtige Planung und Ausnutzung des gesamten zur Verfügung stehendes Raums, einschließlich der Höhe. Durch ein decken- und bodenmontiertes Stahlgerüst können die Speicher- und Transportschiene in luftiger Höhe an der Decke angebracht werden. Im Vergleich zu Systemen, die mobile Wäschewagen einsetzen, können Wäschereien so wertvolle Bodenfläche einsparen. Die Ausnutzung der Gebäudehöhe ermöglicht auch die direkte Beladung von Taktwaschanlagen. Die Säcke der sortierten Wäsche werden genau über dem Beladetrichter positioniert und auf ein Kommando von der Taktwaschanlage hin entladen. Danach laufen die Säcke zurück zum Sortiersystem, um neu beladen zu werden. Ist der Wasch- und Trockenprozess durchlaufen, speichert Futurail die Wäsche, bis sie zum Finishbereich weitergeleitet wird. Auf diese Weise kann man in allen Bereichen der Wäscherei für neue Waschladungen schnell Platz schaffen. Ähnlich wie auf der Schmutzseite können Waschladungen von der Taktwaschanlage oder vom Trockner ebenfalls in Speicherschienen gehalten werden. Diese saubere Speicherung erlaubt es den Waschstraßen und Trocknern, auf Höchstleistung zu laufen. Die Bearbeitungszeit der Waschanlagen und Trockner ist oft schneller als die der Finishmaschinen, weiß man bei Jensen. Mit der Speicherung werde ein möglicher Engpass im Finishbereich vermieden.
Jensen hat das Team im Sortier- und Bearbeitungsbereich um einen neuen „Kollegen“ erweitert. Futurail Buddy ist eine mobile Wäschereilösung. Mit der Tablet-App kann der Wäschereileiter das System direkt vor Ort steuern. Die Wäschelogistik kann von einem einzigen Wartungspunkt aus gewartet und optimiert werden, während die übrigen Teile der Anlage weiterhin betriebsbereit bleiben, verspricht Jensen.
Außerdem wurde Futurail mit einem verbesserten Rail-Explorer-II-Softwarepaket aufgerüstet, das eine Gesamtübersicht über die Wäschelogistik an einem zentralen Ort bietet. Mit Rail Explorer II sollen die einzelne Maschinenleistung sowie die Wäscheposition zur Optimierung der Effizienz und der Wäscheein- und -ausgabe überwacht werden können. So sei nicht nur sofort ersichtlich, wo genau sich die Produkte befinden, sondern Wäschereileiter haben auch die Produktionskennzahlen stets im Blick. Die Rail-Explorer-II-Software zeichnet sich nach Anbieterangaben zudem durch ein präzises Abrufverfahren aus. Man stelle sich hierzu hunderte, unter der Decke gespeicherte Schmutzwäschesäcke vor. Rail Explorer II betrachtet eine Reihe an elementaren Prozessparametern, z.B. Trockenzeit und vorher festgelegte Produktionsanforderungen, um den Produktionsablauf zu optimieren. Dieses Verfahren initiiert den automatischen Abruf der Wäsche aus dem Schmutzwäschespeicher zum Waschbereich in der effizientesten Reihenfolge. Es kann laut Jensen auch automatisch auf Vorfälle in der Anlage reagieren, wie z.B. Maschinenausfälle, und Säcke umlenken, sodass Engpässe vermieden werden.
Kundenspezifische Lösungen
Jensen betont: Futurail-Systeme zu planen, zu entwerfen und umzusetzen ist immer eine kundenspezifische Aufgabe. Jedes Projekt werde nach Kundenbedürfnissen entworfen und konstruiert, denn jedes Gebäude, jede Wäscherei und jedes Layout ist anders. Futurail-Systemgestalter berücksichtigen alle begrenzenden Faktoren, bevor sie eine Lösung erstellen.
Futurail kann man laut Jensen mit dem GPS-Navigationssystem in Fahrzeugen vergleichen: Es vermeidet dichten Verkehr, plant die optimale Route und berücksichtigt aktuelle Verkehrsmeldungen – für eine effiziente Ankunft am Ziel.
Infos: www.jensen-group.com