Lohnwäscherei für einen Schmutzfangmattenservice Rentabel und mit geringem Aufwand

Die Lohnwäscherei von Schmutzfangmatten kann gut als konstante Größe in den täglichen Betriebs­ablauf eingeplant werden. Sie gewährleistet eine konstante Maschinenauslastung bei geringem Personalaufwand. So die Erfahrungen der Wäscherei Meißler in Magdeburg.

Nur für den Fotografen präsentiert Mitarbeiterin Corinna Kuklinski eine saubere Schmutzfangmatte. In der Praxis ist das Waschen der „textilen Visitenkarten“ aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts Männersache. Foto: Wylegalla - © Wylegalla

3 Das Mattengeschäft läuft schon lange. Vor 20 Jahren gründete Wolfgang Weferling in Magdeburg den WWS (Wolfgang Weferling Service), zu dessen Geschäftsprofil auch die Vermietung von Schmutzfangmatten gehört. Von Anfang an werden die Matten in der Heißmangel und Wäscherei Meißler im Magdeburger Stadtteil Alt Ottersleben gewaschen. „Daraus ist eine dauerhafte und zuverlässige Geschäftsbeziehung geworden“, berichtet Denis Meißler. Die Lohnwäscherei kann im Betriebsablauf gut eingeplant werden: „Mit vier Waschprozessen pro Tag können wir die Technik bei geringem Personalaufwand besser auslasten“, so Meißler.

Die verschmutzten Matten werden täglich angeliefert, je nach Saison bis zu 1.000 Stück im Monat. In der Regel sortiert Wolfgang Weferling vor der Einlieferung die Matten nach leichten und stärkeren Verschmutzungen. So lassen sie sich in der Wäscherei einfach den jeweils notwendigen Prozessen bei 30 bzw. 60 °C zuordnen. Nach dem Waschen erfolgt ein Schleudergang. Ein Trockenraum ist nicht notwendig, weil die Matten nach dem Schleudern noch für kurze Zeit im Trockner nachgetrocknet werden.

Das Waschen von Schmutzfangmatten erfordert robuste Technik. Anfangs wurde dafür eine alte Waschmaschine aus DDR-Produktion eingesetzt. Weil sie aber nicht mit Schleudertechnik ausgestattet war, ließ Betriebsinhaber Ingo Meißler später eine Waschschleudermaschine von Milnor installieren. Vor sieben Jahren wurde die Maschine im Rahmen einer Rundumerneuerung gegen eine 150-kg-Kannegiesser-FAVORITplus ausgetauscht. Seitdem werden darin neben Flachwäsche und Berufsbekleidung auch die Schmutzfangmatten gewaschen. „Diese Investition hat sich wirklich gelohnt“, sagt Ingo Meißler. „Dank der energiesparenden Technik konnten wir spürbar die Betriebskosten senken“, berichtet der Textilreinigermeister ein. Das Zusammenlegen der trockenen Matten erfordert eine gute Kondition. Deshalb werden dafür ausschließlich männliche Mitarbeiter eingesetzt. Bei der Sichtkontrolle fallen gelegentlich Flusen auf, die aber mühelos entfernt werden können. Ansonsten ist keine Nacharbeit wie etwa Detachuren erforderlich. Auch wird nur wenig Lagerfläche benötigt: „Die Matten werden nach Formaten geordnet in Wäschecontainern gestapelt und spätestens am nächsten Tag durch den Kunden abgeholt“, erläutert Denis Meißler einen weiteren Vorteil.

Mitunter liefern auch Privatpersonen Schmutzfangmatten ein. „Hier ist allerdings Vorsicht geboten“, sagt Ingo Meißler. „Oft sind es Teile mit hübschen Motiven, aber das Material ist nicht sehr belastbar“, so die Erfahrung des Inhabers. Bevor er einen Auftrag annimmt, prüft er bei der Warenschau, ob die rutschhemmende Schicht der Wasch- und Schleudermechanik standhält: „Wir biegen eine Ecke der Matte behutsam nach hinten. Falls dabei die rutschhemmende Schicht zu brechen droht, kann die Matte nicht maschinell gewaschen werden“, erklärt er. Ist die untere Schicht hingegen flexibel, wird die Haushaltsmatte in der Teppichwaschmaschine gewaschen und anschließend an der Luft getrocknet. „Der Aufwand und somit auch der Preis stehen aber meist in keinem angemessenen Verhältnis zum Anschaffungswert. Deshalb empfehlen wir den Kunden, sie selbst manuell zu waschen oder aber eine neue ‚textile Visitenkarte für die Haustür‘ zu kaufen“, so der Unternehmer.  

Infos: www.waeschereimeissler-magdeburg.de, www.wws-magdeburg.de