Sicherheit hat höchste Priorität bei Berendsen. Im Umgang mit Textilien aus der Pharmaindustrie setzt man verstärkt auf Automatisierung als Schutzmaßnahme für die Mitarbeiter, aber auch für gesteigerte Effizienz. Die Überlegungen gehen zudem in Richtung Röntgentechnik und automatisierte Sortierung.

3 Der Reinraumservice war in den letzten Jahren europaweit ein stetig wachsendes Segment bei der dänischen Wäscherei- und Textilservicegruppe Berendsen. Zu diesem Reinigungsservice zählen das konstante Sauberhalten von Reinräumen in der Pharma-, Biotechnologie-, Medizinprodukt- und Lebensmittelindustrie, inklusive Waschen und Vermieten von Bekleidung. Europaweit beschäftigt Berendsen in elf Wäschereien etwa 800 Mitarbeiter im Reinigungsbereich. Camilla Kondrup, die Leiterin des Reinraumservices bei Berendsen, beobachtet die Wachstumsentwicklung genau und hegt schon einige Überlegungen für die nächsten Schritte. „Unsere Motivation für Investitionen in diesem Bereich hängt damit zusammen, dass wir die Sicherheit und die Qualität in den Prozessen unseres Reinraumservices verbessern wollen. Dazu zählen die Schmutzwäschebehandlung und das Equipment für das Waschen und Reinigen, aber auch Verpackung und Vertrieb“, erzählt Camilla Kondrup.
Röntgentechnologie und Sortiersystem
Berendsen habe einige Aufträge von Kunden aus der Pharmaindustrie, die mit sogenannten „gefährlichen Flüssigkeiten“ arbeiten. „Natürlich sind unsere Mitarbeiter beim Aussortieren und Bearbeiten entsprechender Textilien mit einer Spezialausrüstung ausgestattet. Jedoch besteht vereinzelt ein erhöhtes Risiko, denn unter anderem arbeiten unsere Pharmakunden an der Entwicklung verschiedener Virusarten“, merkt Camilla Kondrup an. Deshalb zieht die Expertin die Installation von Röntgentechnologie und ein automatisiertes Wäschesortiersystem in Betracht, um diese Risikofaktoren im Bekleidungsmanagement zu reduzieren. „Unsere Mitarbeiter behandeln viele Bekleidungsstücke aus der Pharmaindustrie. Daher liegt unser Fokus voll und ganz auf Sicherheit und wir denken über einen Robotereinsatz beim ersten Kontakt mit der Wäsche am Wareneingang und bei der Aussortierung nach. Eine komplette Automatisierung in anderen Prozessen könnte ebenfalls von Vorteil sein. Im besten Fall besteht kein direkter Kontakt mit bestimmten Bekleidungsstücken und Equipment“, erläutert Camilla Kondrup. Berendsen will damit neben dem Sicherheitsaspekt auch die Wasch- und Bearbeitungsqualität verbessern. Denn: „Im Vergleich zur vollautomatisierten Sortierung mit Hilfe von RFID-Chips machen Menschen einfach mehr Fehler“, weiß Camilla Kondrup. Auf der Prioritätenliste für Investitionen stehe an erster Stelle das Risikomanagement, an zweiter die Sortierung und zum Schluss die konsequente Automatisierung der Prozesse.
Inwatec auf der Cleanshow
Inwatec bietet eine entsprechende Röntgenmaschine für das effiziente und zuverlässige Detektieren und Aussortieren von fremden Gegenständen in Bekleidung. Diese und weitere Maschinen (u.a. Mattenrollmaschinen) präsentiert das dänische Unternehmen im Juni auf der Clean Show 2017 in Las Vegas.
Infos: www.inwatec.dk