Seit 1987 betreibt Renate Gerkemeyer die Wallücker Wäscherei in Bad Oeynhausen. Um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können, investierte die Unternehmerin in neue Maschinen des Schweizer Herstellers Schulthess. RWTextilservice war vor Ort und hat sich Wasch- und Trockentechnik angesehen.
3 Renate Gerkemeyer und ihr Team feiern in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Die leidenschaftliche Wäscherin hat ihren kleinen, ländlich gelegenen Betrieb in Ostwestfalen durch alle Höhen und Tiefen manövriert. Und sich mit der zuverlässigen Versorgung von Gewerbekunden eine sichere Marktposition geschaffen. Warum sie jetzt in moderne Schweizer Waschtechnik investierte, verriet sie uns bei einem Vor-Ort-Besuch.
„Hier läuft die Ware nicht vom Band. Hier wird gearbeitet mit Herz und Hand.“ So lautet der Slogan der W & W Wallücker Wäscherei GmbH: bodenständig, pragmatisch, klar. Genauso wie ihre Inhaberin, die ihren Betrieb am 1. August 1987 gründete. Nun hat sie mit Hilfe ihres Technikberaters Paul-Josef Erdbories ihre Waschtechnik komplett auf den neuesten Stand gebracht und reduzierte dadurch ihre Betriebskosten immens. Kein Wunder, dass wir eine zufriedene Kundin der Schweizer Schulthess Maschinen AG und ihren Kundendienstpartner treffen, in Wallücke, einem Ortsteil des Kurortes Bad Oeynhausen in Ostwestfalen. Der Inhaber der Firma Elektro-Erdbories ist mit seinem Unternehmensstandort in Schloss Holte-Stukenbrock nah dran und außerdem flexibel. Für Renate Gerkemeyer war dies ein wesentlicher Grund, sich für die Kooperation mit ihm zu entscheiden. „Wir können es uns nicht erlauben, dass eine Maschine tagelang ausfällt und unsere Kunden auf ihre Wäsche warten müssen“, erklärt sie. Mit Paul-Josef Erdbories habe sie von Anfang an beste Erfahrungen gemacht. „Ein Anruf genügt, und wir wissen, Herr Erdbories kümmert sich sofort.“ Das sei doch selbstverständlich, kommentiert der Exklusivvertriebspartner von Schulthess für Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Osthessen. Er habe sämtliche Ersatzteile auf Lager und die meisten griffbereit im Kundendienstfahrzeug.
Extra aus der Schweiz angereist
Daniel Kolland und Karin Leemann von der Schulthess AG in Wolfhausen im Zürcher Oberland waren ebenfalls beim Vor-Ort-Termin dabei. Der Exportmanager und die Marketingleiterin des Schweizer Spezialisten für Wäschereitechnik hatten sich auf einen deutlich weiteren Weg gemacht, um sich persönlich davon zu überzeugen, dass das innovative Maschinenkonzept bei ihrer Kundin in Deutschland gut angekommen ist. Renate Gerkemeyer ist beeindruckt, dass die Repräsentanten der Firma Schulthess extra aus der Schweiz angereist sind, um sowohl Anregungen als auch Kritik mit nach Hause zu nehmen. Kundennähe sei eine wichtige Säule der Unternehmensphilosophie, betonen diese. Die hohe Anwenderfreundlichkeit der Waschtechnik sei letztendlich auf einen intensiven Praxisdialog zurückzuführen, erklärt Daniel Kolland. Dass Unternehmensanspruch und Wirklichkeit übereinstimmen, erfuhr nun auch seine Kollegin Karin Leemann im direkten Kundenkontakt. Sie leitet seit Ende letzten Jahres die Marketingabteilung des Schweizer Unternehmens, das vor rund 170 Jahren gegründet wurde und den ersten Haushaltwaschautomaten Europas lancierte. Auf diese Vorreiterrolle sind die Schweizer ebenso stolz wie auf ihr Bekenntnis zum Produktionsstandort in der Heimat.
In Ostwestfalen angekommen wollen sie nun wissen: Wie zufrieden ist unsere Kundin wirklich? „Wir wollen nicht einfach nur Maschinen verkaufen, sondern individuelle und wirtschaftlich attraktive Lösungen. Das können wir nur, wenn wir die Bedürfnisse unserer Kunden kennen“, betont Daniel Kolland. Im Vordergrund stehe dabei immer auch die Arbeitserleichterung durch die neuen, energieeffizienten Maschinen, ergänzt Paul-Josef Erdbories. Ein Aspekt, der für Renate Gerkemeyer ein Investitionskriterium war. Der Vertriebs- und Servicepartner der Schulthess AG konnte seiner Kundin bereits im Vorfeld versichern, dass er der Wallücker Wäscherei genau die Waschtechnik bereitstellen würde, die den betrieblichen Anforderungen des kleinen Betriebes gerecht wird. „Er hat sein Wort gehalten“, sagt Renate Gerkemeyer. „Ich war total verblüfft, wie schnell wir unser Betriebsergebnis durch die neuen Maschinen in allen Bereichen verbessern konnten.“ Denn eigentlich wollte sie gar keine neuen Maschinen kaufen, sondern ihre altbewährte Maschine vom neuen Kundendienstpartner reparieren lassen. Schließlich wolle sie den Betrieb noch mindestens ein weiteres Jahrzehnt führen.
„Und warum nun doch neue Maschinen?“, fragen wir direkt. „Weil Herr Erdbories mich davon überzeugt hat, dass das wirtschaftlich einfach sinnvoller ist, als unser Geld in die Reparatur veralteter Technik zu stecken“, erklärt die Unternehmerin, die ihren Betrieb mit viel Mut, Schweiß und Liebe für saubere Textilien aufgebaut hat. Als Mutter von drei kleinen Kindern hatte sie vor 30 Jahren die Wäscherei gegründet, zunächst ausschließlich mit gebrauchten Maschinen. Schon damals bediente sie in erster Linie Gaststätten und Hotels in der nahen Umgebung, später auch Altenheime und kommunale Einrichtungen. Ihre Spezialisierung lag von Anfang an in der Pflege individueller Textilien für gewerbliche Kunden.
Kunden legen Wert auf Handarbeit
Faltmaschinen gibt es in der Wallücker Wäscherei nicht. „Unsere Kunden legen Wert auf unsere Handarbeit“, erläutert die Chefin. „Damit heben wir uns von unseren Wettbewerbern ab.“ Wie wichtig es dennoch ist, den Produktionsablauf mit Hilfe adäquater Technik so produktiv wie möglich zu gestalten, hatte Renate Gerkemeyer nach dem Start in die Selbstständigkeit bald gelernt. „Meine ersten Maschinen waren durchweg gebraucht und nicht wirklich auf meinen Bedarf abgestimmt; ich habe viel improvisiert. Das hat mich unnötige Kraft und Zeit gekostet. Bis ich verstanden habe, dass ich nur mit den passenden Maschinen vernünftig arbeiten und Geld verdienen kann.“ Nach und nach investierte sie in neue Maschinen, expandierte und stellte Personal ein. Heute arbeiten acht Mitarbeiterinnen für sie, in Teilzeit und die meisten seit vielen Jahren. Ehemann Heinz Gerkemeyer hält seiner Frau ebenfalls den Rücken frei, seit er im Ruhestand ist; er fährt die Wäsche aus und macht die eine oder andere Sonderfahrt, um einen eiligen Kundenwunsch zu erfüllen. Das Team ist routiniert, arbeitet Hand in Hand, mit viel Herz und erzielt so die Warenqualität, mit der es anspruchsvolle Kunden in Hotellerie, Gastronomie und kommunalen Einrichtungen zufriedenstellt. Es lasse sich allerdings nicht leugnen, dass die kleine Wäscherei seit einigen Jahren unter dem zunehmenden Preisdruck leide, verrät die Chefin. Dennoch: Der Laden läuft, seit 30 Jahren. Und er wird weiterlaufen, nicht wenigstens, sondern mindestens noch etliche Jahre. Dafür hat Renate Gerkemeyer ein weiteres Mal gesorgt und durch die Investition ein positives Signal für Stabilität gesetzt.
Betriebskosten sparen als einzige Option
Zurzeit werden in der Wallücker Wäscherei, die im Jahr 2000 zur GmbH umfirmiert wurde, knapp 4.000 kg Wäsche monatlich bearbeitet. Die wenigen Privatkunden, maximal ein Prozent, bringen fast ausschließlich Mangelwäsche. Ein beliebter Service hier auf dem Land, den Renate Gerkemeyer den Menschen gern weiterhin bietet. Umsatz und Gewinn macht sie mit den Gewerbekunden. Ihr Preisniveau sei keine Stellschraube, an der sie drehen wolle, um Umsatzeinbußen zu vermeiden. Betriebskosten zu sparen, ist für sie die einzig realistische Option. Dieser Wunsch gab letztendlich den Ausschlag für die Entscheidung, im Spätsommer letzten Jahres die beiden neuen Schulthess-Waschmaschinen „wmi 100“ anzuschaffen; und ein halbes Jahr später in eine ergänzende Kombination aus der Waschmaschine „Spirit topLine 8120“ sowie einem Kondensationstrockner „Spirit topLine TC 8330“. Mit diesem Konzept sei die Wäscherei nun bedarfsgerecht optimal ausgestattet, erklärt Kundendienstberater Paul-Josef Erdbories. Er hatte seiner Kundin im letzten Jahr zunächst die beiden Maschinen „Spirit industrial wmi 100“ mit 10 kg empfohlen, um ihre Produktion wirtschaftlicher zu gestalten. „Nach der Installation der ersten beiden neuen Maschinen und der Einweisung durch Herrn Erdbories habe ich sofort bemerkt, wie flexibel wir plötzlich sind. Die Wäsche kommt mit optimaler Restfeuchte aus der Maschine. Das heißt, wir bügeln und mangeln ebenfalls schneller und besser“, sagt Renate Gerkemeyer. Sie könne die Anwenderfreundlichkeit der Maschinen sofort unterschreiben. Mit 72 ProfiClean-, zwölf Nassreinigungs- und zehn Desinfektionsprogrammen sowie weiteren 76 freien Programmierplätzen habe sie sowohl die gewünschte Prozesssicherheit als auch größtmöglichen Handlungsspielraum für individuelle Kundenanforderungen.
Auch alle weiteren technischen Details der „wmi 100“ hätten sich in der Praxis bewährt: Das automatische Reinigungsprogramm mit Maschinenreinigungsintervallanzeige oder die selbstreinigende Waschmitteleingabe in korrosionsbeständigem Chromnickelstahl für die Dosierung von Pulverwaschmitteln, die sie ausschließlich einsetzt. Sämtliche Funktionen ließen sich schnell und einfach über das Grafikdisplay mit Programmzeit- und Programmablaufanzeige bedienen. Ein Technik-Highlight sei die USB-Schnittstelle für Programm- und Softwareupdates. „Auch wenn wir die momentan noch nicht entsprechend nutzen, sind wir damit technisch auf dem neuesten Stand und haben alle damit verbundenen Möglichkeiten, die wir nun für uns erst einmal ausloten können.“ Praktisch findet die Fachfrau vor allem die große Einfüllöffnung der Maschine sowie die leicht verschließbare Metalltür.
Energieeffizient und warenschonend
Nach den Erfolgserlebnissen mit den ersten beiden neuen Maschinen war es ein kleiner Schritt zur Anschaffung der ergänzenden Maschinenkombination aus der Waschmaschine „Spirit topLine 8120“ sowie einem Kondensationstrockner „Spirit topLine TC 8330“. Mit der 7-kg-Maschine „Spirit topLine 8120“ kann Renate Gerkemeyer nun alles „Kleine und Feine“ energieeffizient und warenschonend waschen: dank einfacher Prozesssteuerung, unter anderem mit Sprachwahltaste. Mindestens 40 profiClean- und zehn Spezialprogramme bieten ihr die gewünschte Anwendungssicherheit und Flexibilität. Eine warengerechte, schonende Trocknung garantiert der exakt programmierbare Tumbler mit 153 l Trommelvolumen und einer Trocknungsleistung von 9 kg/h. „Für uns kam nur ein Kondensattrockner in Frage, da wir die Abluft nicht nach außen führen können“, ergänzt die Chefin. Sie findet das einheitliche Maschinendesign ihrer „Kleinen“ in elegantem Anthrazit außerdem richtig schick. Sie ist froh darüber, dass ihr Technikberater sie ein weiteres Mal überzeugen konnte, in nigelnagelneue Technik zu investieren. Ein reines Rechenexempel, sagt dieser. Mit einem Resultat, das die Erwartungen der Kundin übertraf. Durch die optimale Kombination aller Maschinen habe sie nicht nur die Energiekosten reduziert, sondern auch den Einsatz an Wasch- und Hilfsmitteln: auf ein Drittel. Und die Warenqualität? Die habe sich ebenfalls sichtbar und fühlbar verbessert. „Meinen Kunden ist das direkt aufgefallen. Das heißt: Ich habe alles richtig gemacht“, sagt Renate Gerkemeyer mit einem entspannten Lächeln. Sie möchte vor allem die zuverlässigen Stammkunden im institutionellen Bereich halten, die sie durch Qualität und individuellen Service für sich gewinnen konnte. Sie hat keinen Zweifel, dass ihr das gelingt.
Infos: www.walluecker-waescherei.de, www.schulthess.ch