Bardusch in Augsburg Melder mit Sender und Empfänger

Brandschutz ist im Wäschereibereich ein Thema mit besonderen Herausforderungen. Eine Möglichkeit ist die Installation spezieller Rauchmelder, die genau auf ihre Umgebungseinflüsse eingestellt sind, wie die Hekatron Vertriebs GmbH in Zusammenarbeit mit Bardusch zeigt.

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    Wasserdampf, Hitze und Flusen sind in Wäschereien nicht zu vermeiden, stellen für die Branddetektion jedoch erhebliche Störgrößen dar. Um für Sicherheit zu sorgen, installierte die Elektro Ludwig GmbH bei Bardusch in Augsburg 24 linienförmige Rauchmelder, die aus Sender und Empfänger bestehen.
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    Der Rauchmelder Ilia Dust bezieht neben der durch Rauchpartikel bedingten Lichtabschwächung auch die für die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes typischen Frequenzen in die Auswertung mit ein.
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    Die drei Kontrolleinheiten, die jeweils acht der Ilia-Dust-Melder abdecken, wurden in einem Geräteschrank installiert. Fotos: Hekatron
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    Was in keinem Betrieb fehlen darf: Der Feueralarm zur Brandmeldung.

3 Bardusch versorgt weltweit über eine Million Menschen mit Berufs- und Schutzbekleidung und organisiert den kompletten Wäscheservice für Hunderte von Hotels, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Allein in Deutschland gibt es mehr als 20 Standorte. 2008 wurde in Augsburg die ehemalige „Nordwäscherei“ übernommen und in die Gruppe integriert. In der Folge widmeten die neuen Eigentümer auch dem Brandschutz erhöhte Aufmerksamkeit.

Sowohl beim Wasch- als auch beim Trocknungsprozess kommt es zu starker Wasserdampfentwicklung, hohen Temperaturen und zur Bildung von Flusen. Diese lösen sich während der Reinigung durch thermische und mechanische Belastungen bedingt aus den Bekleidungsstücken und schweben als Staub durch die Luft. Für die Branddetektion bedeuten diese schwierigen Umgebungsbedingungen erhebliche Störgrößen, die zudem noch je nach den gerade ablaufenden Prozessen und jahreszeitbedingten Außeneinwirkungen in ganz unterschiedlichem Ausmaß auftreten. Aus anderen Wäschereibetrieben ist bereits bekannt, dass Rauchansaugsysteme unter solchen Bedingungen nur unzureichend arbeiten, unter anderem, weil die Flusen in Kombination mit Feuchtigkeit die Ansaugrohre dichtsetzen.

Nach detaillierten Beratungen mit dem Hekatron-Gebietsverkaufsleiter installierte die mit der Errichtung der Brandmeldeanlage beauftragte Augsburger Elektro Ludwig GmbH deshalb bei Bardusch eine Integral-IP-Brandmelderzentrale mit ganz speziell auf die brandmeldetechnischen Herausforderungen eines Wäschereibetriebs ausgerichteten Meldern: In den beiden großen, etwa 10 m hohen Produktionshallen, in denen die Wäsche der Kunden gewaschen, getrocknet und geglättet wird, montierten sie insgesamt 24 linienförmige Rauchmelder Ilia Dust. Da der Melder Ilia Dust neben der durch Rauchpartikel bedingten Lichtabschwächung auch die für die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes typischen Frequenzen in die Auswertung einbezieht, soll er Brände auch unter schwierigen Bedingungen bei maximaler Täuschungsalarmsicherheit sicher und schnell detektieren.

Die Mitarbeiter von Elektro Ludwig montierten die jeweils aus Sender und Empfänger bestehenden Melder knapp unterhalb der an den Hallendecken auftretenden Wärmepolster. Die drei zugehörigen Kontrolleinheiten, die jeweils acht der Ilia-Dust-Melder abdecken, installierten sie in optimaler Arbeitshöhe in einem Geräteschrank am Boden. „Nachdem wir die Sender und Empfänger einmal unter der Decke montiert und richtig aufeinander einjustiert hatten, konnten wir die weitere Programmierung, Einstellung und später auch die Wartung an den Kontrolleinheiten bequem vom Boden aus vornehmen“, erläutert Hermann Fischer, der seitens des Errichters das Projekt betreute. Dies sei ein nicht zu unterschätzender Vorteil, zumal die Anlage ein halbes Jahr ohne Aufschaltung auf die Feuerwehr im Probebetrieb lief. „Während dieser Zeit stellten wir das Detektionsverhalten jedes Melders exakt auf die an seinem Standort auftretenden Umwelteinflüsse ein“, erklärt Fischer. Diese lange Probezeit sei nötig, da die Dampfentwicklung in der Halle auch von Außeneinflüssen abhängt und sich mit den Jahreszeiten verändert.

Eine etwas niedrigere Produktionshalle rüstete Elektro Ludwig mit einem Ansaugrauchmelder ASD 535 aus. In dieser Halle hätte beim Einsatz von Ilia Dust die Gefahr bestanden, dass Maschinen oder mit Leitern hantierende Mitarbeiter in den Infrarotstrahl zwischen Sender und Empfänger geraten und so einen Täuschungs­alarm auslösen. Flucht- und Rettungswege, Bürobereiche, Technikräume und Werkstatt wurden mit Mehrfachsensormeldern MTD 533X abgesichert. Den MTD 533X im Kesselraum parametrierten die Mitarbeiter von Elektro Ludwig dabei wegen der dort auftretenden hohen Temperaturen als reinen Rauchmelder. Fischer resümiert zufrieden: „Der Probebetrieb hat gezeigt, dass die Brandmeldeanlage und insbesondere auch die Ilia-Dust-Melder unter allen auftretenden Umgebungsbedingungen tadellos arbeiten, so dass wir jetzt die Aufschaltung auf die Feuerwehr vornehmen können.“

Infos: www.hekatron.de, www.bardusch.de