Facebook ist ein soziales Netzwerk, das vor allem von der Interaktion der Nutzer untereinander lebt. Daher geben wir in diesem Teil Anregungen, was Sie posten können, um Ihre Facebookseite attraktiv zu gestalten, und wie Sie sich mit anderen Nutzern vernetzen.
3 Wenn Sie beim ersten Teil der Social-Media-Serie mitgemacht haben, so sollte bereits das Grundgerüst Ihrer eigenen Facebookseite stehen. Doch was nun? Üblicherweise nutzt man den ersten Beitrag auf einer neuen Seite, um die Fans zu begrüßen – auch wenn noch keine da sind. Die anschließenden Beiträge sollten informativ oder unterhaltsam sein, aber nicht zu werbend. Bei der Kreativität der Beiträge sind keine Grenzen gesetzt. Authentizität, Humor und ein kleiner Schuss Selbstironie kommen in sozialen Netzwerken gut an. Wenn Sie sich unsicher sind, was es alles für Postingmöglichkeiten gibt, empfiehlt es sich, die Profile von anderen Unternehmen oder unserem Fachmagazin RWTextilservice zu besuchen. Dort können Sie erste Inspirationen sammeln.
Foto: Prinzipiell sollte jeder Post mindestens ein Foto beinhalten. Viele Nutzer übersehen Beiträge, die nur aus Text bestehen. Daher gilt die radikale Faustregel: Bevor Sie nur Text posten, posten Sie lieber gar nichts. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die Bildrechte besitzen und die abgebildeten Personen mit der Veröffentlichung auf Facebook einverstanden sind. Die Einwilligung sollte bestenfalls schriftlich vorliegen und angeben, dass das Foto für Facebook genutzt wird. Entweder fotografieren Sie selbst – für Facebook reicht die Qualität einer Smartphonekamera – oder Sie greifen auf Bilddatenbanken zurück, wie www.pixabay.com oder www.pexels.com, bei denen es kommerziell frei nutzbare Bilder zum Herunterladen gibt.
Text: Achten Sie darauf, den Text so kurz wie möglich zu halten. Laut einer Facebookstudie von BlitzLocal, einem Dienstleistungsunternehmen für Onlinemarketing, sollte der Text im Idealfall zwischen 100 und 119 Zeichen betragen. Bei Facebook sind das etwa zwei bis drei Zeilen. Formulieren Sie kurze, prägnante Sätze. Bei Ihren Posts können Sie andere Facebookseiten oder Personen mit einem „@“ verlinken, z.B. @thecleanshow oder @Max Mustermann, und Hashtags (#) setzen, z.B. #Clean2017, um die Reichweite Ihrer Beiträge zu steigern. Jeden Post können Sie darüber hinaus mit einer Ortsangabe und einem Gefühl versehen, z.B. „freudig“ oder „voller Energie“.
Video: Neben Fotos kommen auch Videos bei Facebook gut an und erreichen i.d.R. ein größeres Publikum als „statische“ Posts. Laut einer Studie des Social-Media-Analysten socialbakers erzeugt ein durchschnittlicher Videopost rund 135 Prozent mehr organische Reichweite als ein Beitrag mit einem Foto. Eine Möglichkeit, um Videos schnell zu erstellen, ist die kostenlose App Quik. Diese erstellt aus bis zu 75 Fotos und Videoclips aus ihrem Fotoalbum einen eigenen Film. Dabei müssen Sie nicht viel selber machen: Die App schneidet den Film selbstständig zurecht und stimmt die Übergänge automatisch mit dem Takt der Musik ab. Sie können Videostil, Dauer, Musik, Texteinblendung, Reihenfolge und Titelfolie selber wählen.
GIF: Seit kurzer Zeit gibt es im Netz wieder den Trend, sogenannte GIFs (Graphics Interchange Format) zu erstellen. Das sind kurze Videos oder mehrere Fotos, die in Endlosschleife abgespielt werden. Zur Erstellung eines GIFs können Sie z.B. die App GifMe nutzen. Entweder Sie nehmen ein Video direkt in der App auf oder wählen ein Video aus Ihrem Fotoalbum. Anschließend können Sie Ausschnitt bzw. Auswahl der Fotos, Geschwindigkeit, Effekt, Format und Text selber bestimmen. Momentan ist es noch nicht möglich, ein GIF direkt auf Facebook zu posten, daher ist ein Umweg nötig. Laden Sie das GIF bei www.giphy.com hoch und posten anschließend den angezeigten Link auf Facebook. Auf der Website finden Sie übrigens auch eine Datenbank mit zahlreichen fertigen GIFs, die Sie auf Ihrer Seite teilen können.
Frequenz und Zeitpunkt: Wie oft Sie etwas auf Facebook posten, hängt auch von dem verfügbaren Inhalt ab. Es gibt unterschiedliche Studien zu diesem Thema, die im Durchschnitt empfehlen, mindestens alle drei Tage bis maximal zwei Mal täglich zu posten. Die besten Zeiten, um auf Facebook zu posten, sind morgens von 8 bis 10 Uhr und abends von 19 bis 22 Uhr. Auch am Wochenende erfahren Beiträge eine gute Resonanz. Probieren Sie aus, wann Ihre Nutzergruppe die Beiträge am meisten liest, indem Sie z.B. einige Beiträge mittags und einige abends posten. Über die Funktion „Statistiken“ können Sie die Reichweite nachvollziehen und überprüfen, wie bzw. wann Ihre Fans auf die Posts reagieren.
Beiträge planen: Die Beiträge müssen Sie nicht immer direkt posten, Sie können die Posts auch für bestimmte Uhrzeiten und Tage planen. Dafür klicken Sie, nachdem Sie den Beitrag erstellt haben, nicht direkt auf „Veröffentlichen“, sondern auf das Drop-down-Menü daneben. Wählen Sie „Planen“ aus und geben Tag sowie Uhrzeit an. Auf diese Weise können Sie die Beiträge für eine ganze Woche oder sogar einen Monat planen. Eine Übersicht der geplanten, noch nicht veröffentlichten Posts finden Sie unter „Beitragsoptionen“ und „Geplante Beiträge“.
Beiträge teilen: Beachten Sie, dass Sie nicht nur eigene Beiträge erstellen und posten. Ab und zu sollten Sie auch einen Link zu Fremdinhalten teilen. Das kann z.B. ein Link zu einem interessanten Zeitungsartikel sein oder das Teilen von anderen relevanten Beiträgen. Denn Facebook lebt davon, dass man sich mit anderen Seiten bzw. Accounts vernetzt.
Postingideen: Um Ihre Facebookseite abwechslungsreich zu gestalten, hat RWTextilservice einige Postingideen zusammengestellt (siehe Kasten). Wichtig ist, dass die Fans bei Ihren Beiträgen einen roten Faden erkennen. Posten Sie also nicht „irgendetwas“, sondern nur das, was für Ihre Fans interessant ist und ihnen einen Mehrwert bietet.
Im nächsten und letzten Teil der Facebookserie für Textilpflegebetriebe erklärt RWTextilservice, wie das zielgruppengerechte Marketing bei Facebook funktioniert und wie Sie mit Kritik oder bösen Kommentaren umgehen sollten.
Infos: www.rw-textilservice.de, www.facebook.com/rwtextilservice