Gäste mit Allergien Hotelbettwäsche richtig pflegen

Rund 20 Prozent der Menschen leiden an einer Allergie, Tendenz steigend. Für diese Personen kann ein ­Hotelaufenthalt sehr unangenehm werden. Um die Zufriedenheit der Gäste zu gewährleisten, ist ein richtiges Wäschemanagment in der Wäscherei entscheidend. Klasse Wäsche gibt Tipps, auf was bei Gästen mit Allergien geachtet werden sollte.

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    Das richtige Wäschemanagement in der hauseigenen Wäscherei trägt entscheidend zum Wohlbefinden der Hotelgäste bei. Gerade bei Allergikern ist das richtige Zusammenspiel zwischen Wäscherei und House-Keeping von großer Bedeutung. Fotos: Klasse Wäsche
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    Neun von zehn Gästen achten auf den Zustand der Bettwäsche. Nur wenn sie sich angenehm anfühlt und keine allergischen Beschwerden auslöst, schläft der Hotelgast gut und kommt wieder.

Reinlegen, einschlafen und erholt wieder aufwachen – die Schlafqualität im Hotelbett ist entscheidend dafür, wie wohl sich der Gast bei seinem Aufenthalt fühlt. Gerade für Allergiker gilt: Je weniger Beschwerden wie Niesen, Hautjucken oder gar Husten, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er zufrieden ist, wiederkommt oder das Hotel weiterempfiehlt. Dabei trägt das richtige Wäschemanagement in der Wäscherei entscheidend zum Wohlbefinden bei. Die Informationsplattform Klasse Wäsche gibt Tipps, wie auch Gäste mit Allergien zufriedengestellt werden können.

60-°C-Desinfektions­programm nutzen

Um Hausstaubmilben zuverlässig zu entfernen, empfiehlt Klasse Wäsche ein 60 °C-Desinfektionsprogramm. Dieses soll garantieren, dass die Temperatur für 20 Minuten gehalten wird. Ein zusätzlich programmierter dritter Spülgang gebe Sicherheit, dass die allergieauslösenden Ausscheidungen der Milben gründlich entfernt werden. Eine chemo-thermische Desinfektion ist laut dem Informationsportal dann angesagt, wenn mit den zertifizierten Waschmitteln Krankheitserreger in Form von Bakterien und Viren abgetötet werden sollen.

Wäsche mit geringem Allergiepotenzial anbieten

Bettwäsche aus 100 Prozent Baumwolle sei empfehlenswert, denn Baumwolle ist eine hautfreundliche Naturfaser mit einem geringen Allergiepotenzial. Sie fühlt sich angenehm auf der Haut an und kann bis zu 20 Prozent des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen. Auch die Faser Tencelist laut Klasse Wäsche erwähnenswert. Sie wird aus dem Rohstoff Holz gewonnen und überzeugt durch ihr Feuchtigkeitsmanagement. Dieses sorgt für ein trockenes, angenehmes Schlafklima und bietet Schutz gegen Bakterien und Hausstaubmilben. Grundsätzlich sollte Bettwäsche regelmäßig mit mindestens 60 °C gewaschen werden und bis 95 °C waschbar sein.

Ingo Bittmann, Wäscheexperte bei Klasse Wäsche, erklärt: „Der Hotelier muss nicht zwingend verschiedene Bettwäschequalitäten vorrätig halten. Wenn der Betrieb mit Baumwollbettwäsche ausgestattet ist, kann man damit auch Allergikerbedürfnissen gerecht werden.“ Das Hotelbett muss laut Bittmann aber immer als Gesamtkomposition betrachtet werden, nicht nur optisch. D.h. auch Bettläufer, Decken und Dekokissen sollten von guter, waschbarer Qualität mit mindestens 60 °C sein.

Häufig können Allergien durch Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe hervorgerufen werden. Um dem vorzubeugen, können parfumfreie oder gering parfümierte Waschmittel zur Textilreinigung im Hotel eingesetzt werden. Konservierungsmittel sind beispielsweise in vielen pH-neutralen Produkten enthalten und werden in der Regel auf dem Etikett oder in der technischen Dokumentation des Produktes deklariert.

Im ­Einzelfall könne beim Waschmittellieferanten auch angefragt werden, ob ein Inhaltsstoff, auf den eine Person allergisch reagiert, im jeweiligen Waschmittel enthalten ist. Oftmals sei das Problem aber auch die sensible Haut vieler Menschen. Laut einer Onlineumfrage der Branchenplattform „Kosmetik transparent“ bezeichnet jeder fünfte Österreicher und Deutsche seine Haut als sensibel. Mehr als ein Drittel meint, dass die Haut in den vergangenen Jahren empfindlicher geworden ist. Um auf die Bedürfnisse sensibler Haut einzugehen, könnten beispielsweise Waschmittel verwendet werden, die dermatologisch getestet und geprüft sind.

Das richtige Zusammenspiel in der Wäscherei

Für perfekte Waschergebnisse müssen Temperatur, Wasser- und Textilmenge, Programmgestaltung sowie die Dosierung des Waschmittels laut Klasse Wäsche ideal zusammenspielen. Durch eine zu hohe Dosierung von Waschmittel oder wenn die Waschmittel im ­Waschprozess nicht ausreichend aus den Textilien ausgespült werden, können Rückstände in den Textilien bleiben. Das kann zu Hautreizungen ­führen, die allergische Reaktionen begünstigen. Wichtig sind daher eine ­genaue und zuverlässige Einhaltung der an den jeweiligen Waschgang angepassten Dosierwerte, z.B. über eine ­automatische Dosierung der Wasch­mittel.

Die Lagerung und die Rolle des Housekeeping

Baumwolle sollte gut durchgelüftet und trocken gelagert werden, um Stockflecken vorzubeugen. Direkte Sonneneinstrahlung sei zu vermeiden, da sie zu Brüchigkeit des Gewebes führen kann. Um die Bildung von Schimmelpilzen vorzeugen, sollte auf sorgfältige Trocknung geachtet werden. Wer den Wäscheschrank beduften möchte, greift laut Klasse Wäsche am besten zu Zedern- oder Zirbenholz. Lavendel könnte reizen.

Wichtig sei, dass auch das Housekeeping über den allergiefreien Waschprozess und die richtige Wäschequalität informiert ist. Das Housekeeping müsse wissen, dass nicht nur die Bettwäsche, sondern auch Kopfkissen, Bettdecken, Matratzenauflagen und Vorhänge regelmäßig gewaschen werden müssen, um hygienisch sauber zu sein.

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