Imagefaktor Berufsbekleidung Kleider machen ­Textilpflegebetriebe

Wenn Personal in moderner, sauberer Berufsbekleidung an der Theke eines Textilpflegebetriebs steht, kommt das gut bei Kunden an. Den Service, den sie kaufen wollen, sehen sie damit live beim Dienstleister. R+W ­Textilservice hat mit zwei Textilreinigungsunternehmen über die Vorteile moderner Berufsbekleidung für Betriebe und ­Mitarbeiter gesprochen.

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    © MrClean
    Für Ladislaus Szabo von der Textilreinigung MrClean hat es Priorität, dass nicht nur in dem Namen seines Betriebs das Wort Sauberkeit steckt, sondern die Bekleidung der Mitarbeiter diese Message transportiert. Foto: MrClean
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    © R & E Goebel
    „Aha, der Goebel ist da!“, diesen Gedanken will Stefan Posch von der Wäscherei R & E Goebel mit seiner limettenfarbenen und bedruckten Berufsbekleidung auslösen. Foto: R & E Goebel

Viele Wäschereien waschen Berufsbekleidung für andere Branchen oder bieten einen Leasing­service für Arbeitsbekleidung an. Oft handelt es sich dabei um moderne und praktische Outfits. Schicke Polos, robuste Arbeitshosen, strahlend weiße Schürzen. Und obwohl viele Textilpflegebetriebe dafür sorgen, dass andere Branchen immer mit sauberer und ordentlicher Bekleidung ausgestattet sind, laufen die eigenen Mitarbeiter häufig in privater Bekleidung oder alten Kitteln herum. Dabei hat moderne Berufsbekleidung für die eigenen Arbeitnehmer von Textilreinigung und Wäscherei einige Vorteile.

Für den professionellen Eindruck und das Wohlbefinden der Mitarbeiter

Stefan Posch leitet die Wiener Wäscherei R & E Goebel. Als er vor mehr als fünf Jahren in das Unternehmen seiner Eltern einstieg, war ihm klar: „Wir machen alles neu und dazu gehören auch ein ausgeprägtes Logo und die Implementierung von Berufsbekleidung.“

Wofür Arbeitsbekleidung in einer Wäscherei? Posch lädt seine Kunden immer wieder zu Besichtigungen ein. „Wenn meine Mitarbeiter dann in ihren einheitlichen, zeitgemäßen Outfits auftreten, macht das einen guten, professionellen Eindruck“, sagt er. Es gehe dabei darum, die Firma als Marke zu stärken. „Aha, der Goebel ist da!“, diesen Gedanken will Posch mit seiner limettenfarbenen Berufsbekleidung hervorrufen. „Durch das Grün sind meine Mitarbeiter leicht erkennbar“, erklärt Posch. „Der Kunde merkt sich das Outfit, die Farbe und bringt sie mit uns in Verbindung. Damit machen wir den Betrieb auch visuell schmackhaft.“

Für Ladislaus Szabo, Inhaber der Textilreinigung MrClean im österreichischen Oberwart, war Berufsbekleidung von Anfang an ein Muss. Die Bekleidung ist für ihn Teil der Corporate Identity von MrClean. „­MrClean, da steckt das Wort sauber ja schon im Namen. Daher ist es uns wichtig, nicht nur sauber zu arbeiten, sondern auch sauber auszusehen. Wir wollen, dass bei uns alles stimmig ist. Vom Wort über das Bild bis zur Marke“, führt der Unternehmer aus. Relevant sei dies auch im Zusammenhang mit der Erwartungshaltung von Kunden. Der erste Eindruck eines Betriebs werde vom Auftreten der Mitarbeiter beeinflusst. Ein weiteres Extra? Mit gebrandeter Berufsbekleidung wollen Posch und ­Szabo ein Gefühl von Vertrautheit zwischen Kunden und Mitarbeitern schaffen. Szabo weiß: „Unsere Kunden sehen ständig so viele verschiedene Gesichter. Unsere Bekleidung ist wie eine Erinnerungsstütze. Damit fühlt man sich verbunden.“ Sowohl bei MrClean als auch bei R&E Goebel tragen die Mitarbeiter personalisierte  Textilien mit aufgestickten Namen. „Kunden können unsere Mitarbeiter so direkt ansprechen. Das macht unsere Dienstleistung noch persönlicher“, erklärt Posch.

Bei Berufsbekleidung geht es aber nicht nur um gutes Aussehen und das passende Image. Sie trägt zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei. Das weiß auch Posch und setzt auf hohe Qualität. Die von ihm gestellten T-Shirts bestehen aus Trikotstoff. „Das sind leichte Shirts, wie Fußballtrikots, damit meine Mitarbeiter nicht so ins Schwitzen kommen“, erklärt er. Außenmitarbeiter bekommen zudem einen Sweater, Polo­shirts, Stahlkappenschuhe und Arbeitshosen. „Wir lassen uns die Berufsbekleidung schon einiges kosten. Jeder Mitarbeiter erhält vier T-Shirts. Und die Arbeitshosen von Engelbert Strauss sind auch nicht gerade günstig. Aber was wir bieten, wollen wir nach außen tragen: Professionalität, Qualität, Sauberkeit“, erklärt Posch.

Auch bei MrClean haben Mitarbeiter eine Auswahl. Sie können je nach Bedarf zwischen T-Shirt, Polo und Pulli in den Farben Weiß und Grün wählen. „Die Shirts und Polos sind ein Gemisch aus Baumwolle und Polyester. Die Pullis bestehen aus Wolle. Es ist mir wichtig, dass meine Leute je nach Temperatur auch die passende Oberbekleidung wählen können“, sagt Szabo. „Berufsbekleidung anzubieten, ist immer eine Frage der finanziellen Mittel. Ich investiere da schon einige hundert Euro. Schließlich muss die Bekleidung auch mal ausgetauscht oder erneuert werden“, erklärt er.

Zur Entlastung der Mitarbeiter

Die Mitarbeiter von R & E Goebel freuen sich über die Bekleidung: „Vielleicht nicht ganz über das Limettengrün, aber dafür erhalten sie die Bekleidung ­umsonst“, sagt Posch. Seine Arbeitnehmer müssen lediglich ein Pfand von 50 Euro für die Bekleidung erbringen, um sie vor mutwilliger Zerstörung zu schützen. Damit hätten seine Mitarbeiter aber kein Problem. „Die Bekleidung hat für sie viele Vorteile. Sie müssen sie nicht selbst kaufen, sie müssen ihre eigene Bekleidung nicht verschmutzen und sie müssen sie nicht zuhause waschen. Sie können die Arbeitsbekleidung immer bei uns waschen lassen“, sagt Posch. „Im Gegenzug erhalte ich Mitarbeiter, die für Kunden eindeutig als solche ­erkennbar sind, professionell aussehen und sich auch wie ein Team fühlen.“

Bei Szabo wird die Berufsbekleidung ebenfalls im Betrieb gewaschen. „Hier geht keiner mit seiner Berufsbekleidung nach Hause. Jeden Tag wird ein frischgewaschenes Shirt gewählt. ­Deswegen verfügt jeder Mitarbeiter über vier bis fünf Garnituren“, erklärt er. Das sei angenehmer für seine Arbeitnehmer. Die müssten sich so nicht ­darum kümmern, ihre Bekleidung in Schuss zu halten. Und wenn sie bei ­Arbeitsantritt in ihr Outfit steigen, gelingt die Trennung von privat und beruflich besser. „Dann legt man schneller den Schalter um und konzentriert sich auf die Arbeit“, sagt Szabo.

Andrea Mateja

www.mrclean.at

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