Andere Länder, andere Wäsche. Das weiß man auch beim Sindelfinger Wäschereimaschinenbauer Stahl. So kommen die Waschschleudermaschinen des international agierenden Unternehmens u.a. in Indien zum Einsatz. Dort gelten ganz spezifische Waschanforderungen, nicht nur für die Reinigung traditioneller Bekleidung wie Saris.
Arbeiter, die mit Wurzelbürsten die Wäschestücke bearbeiten: auf großen Waschtischen, die bloßen Hände in der Seifenlauge, die nackten Füße im Wasser, riesige Waschzuber zum Spülen – so wird in Indien vielerorts noch heute Wäsche gewaschen. Dass jeder Haushalt seine eigene Waschmaschine besitzt wie bei uns in Deutschland, ist dort längst nicht üblich: Wer es sich leisten kann, gibt seine Wäsche in eine Wäscherei. Ein großer Markt – auch für die Gottlob Stahl Wäschereimaschinenbau GmbH aus Sindelfingen.
Die farbenfrohen Saris der Inder gibt es in vielen verschiedenen Stoffen, von Polyester bis hin zu reiner Seide, bedruckt, mit eingewebten Mustern, Gold- oder Silberverzierungen, bestickt oder komplett mit Gold- und Silberfäden bezogen. Bei dieser großen Farb- und Stoffauswahl werden hohe Anforderungen an die Wäscherei gestellt. Denn zum einen dürfen die kräftigen Farben weder verblassen noch durch andere Farben verunreinigt werden; zum anderen dürfen die meterlangen Saris beim Schleudern nicht verknoten. Wer also glaubt, dass mit der Erfindung der Waschmaschine die aufwändige und anstrengende Handwäsche hinfällig ist, der täuscht sich. Denn um das perfekte Ergebnis zu erzielen, reinigen viele indische Wäschereien die Saris zunächst chemisch, waschen dann von Hand nach, trocknen sie im Wäschetrockner an und bügeln die hochwertigen Bekleidungsstücke zum Schluss mit einer Mangel.
Waschmaschinen kommen meist nur zum Waschen von Hemden zum Einsatz. Doch auch dort werden hohe Anforderungen an die Waschmaschine gestellt. Denn die zur Reinigung eingesetzte Stärke kann nur über eine spezielle Einfüllöffnung zugeführt werden, mit denen die Waschmaschinen vorher ausgestattet werden müssen. Außerdem muss die Maschine die dickflüssige Masse verarbeiten können, ohne zu verstopfen oder unter der Last zu ächzen und zu verschleißen. Die Maschinen der Reihe Atoll von Stahl leisten diese Herausforderungen nach Unternehmensangaben mit Bravur. Nicht nur der geringe Einsatz von Verschleißteilen, sondern auch die individuellen Einstellungen ermöglichen Stahl zufolge eine gründliche und zugleich schonende Reinigung.
Waschgewohnheiten weltweit
Die Waschgewohnheiten verschiedener Länder unterscheiden sich sehr: In Spanien wird die Wäsche gern kalt – also unter 30 °C – gewaschen; in Griechenland lieber kochend heiß; in China wird penibel getrennt: zwischen Männer- und Frauenbekleidung, Ober- und Unterwäsche; Franzosen lieben Waschmaschinen, die man von oben befüllen kann; Amerikaner haben es gern groß. All diese Angewohnheiten stellen unterschiedliche Anforderungen an Waschmaschinen – und ihre Hersteller. Möchte man auf dem Weltmarkt bestehen, muss man diesen unterschiedlichen Waschvorlieben Rechnung tragen und unterschiedliche Modelle mit unterschiedlichen Programmen anbieten. Oder eine Maschine, die höchste Flexibilität gewährleistet: Die Waschmaschinen der Reihe Atoll gibt es in Größen von 5,5 bis 115 kg, mit verschiedenen Ausstattungsdetails und der Möglichkeit individueller Programmierung, sodass sie in jedes Land geliefert werden kann, verspricht Stahl.
Für jeden Markt die richtige Maschine
Die größten Wachstumsmärkte sind dem Unternehmen zufolge China und Indien. Will man in diese Länder Waschmaschinen verkaufen, müssen sie mit anderen Reinigungsmitteln funktionieren als in Deutschland – und auch Stromschwankungen überstehen. Oft werden dort Waschpasten verwendet, die so dickflüssig sind, dass sie nicht automatisch zugeführt werden können. Auch auf solche speziellen Bedingungen müssen die Maschinen ausgelegt sein. Stahl-Waschmaschinen sollen für solche Eventualitäten gewappnet, zudem sparsam und langlebig sein sowie perfekte Waschergebnisse liefern. Die Zahl der Spülgänge lasse sich individuell einstellen, auch Temperatur, Wasch- und Haltezeit seien variabel, Strom- und Wasserverbrauch würden dem jeweiligen Bedarf angepasst. Qualifizierte Mitarbeiter helfen bei der Installation und unterweisen den Kunden, wie er die Maschine bedient und optimal nutzt, so Stahl. Diesen Service weiß man weltweit zu schätzen: In mehr als 60 Länder wird heute schon mit Stahl gewaschen.
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