„Open day“ bei Lapauw in Kortrijk (Belgien) Internationaler Besuch mit Technikinteresse

Lapauw International lud vom 26. bis 28. April 2018 an den Unternehmenssitz in Heule/Kortrijk, Belgien. Zum „Open day“ kamen Technikinteressierte aus aller Welt, um eine neue Transferon-Waschstraße, Mangel-, Falt- und Finishanlagen unter die Lupe nehmen zu können.

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    Für Reinraumaufgaben bietet Lapauw den Trockner „Medistream“ und die Durchladewaschschleudermaschine „Mediwave“. Die glasfaserverstärkte Verkleidung kommt ohne Ecken und Kanten aus. Denn: Rundungen lassen sich besser sauberhalten. Fotos: Lang
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    Die neue Waschstraße aus dem Transferon-Programm war eine Hauptneuheit der Hausmesse. Sie vefügt über 13 Kammern mit je 60 kg Beladung. Gefertigt wird sie in Thailand.
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    Die Mangel „Iron Max“ – hier als Zweiroller – verfügt über flexible Mulden, die per Hydraulik angepresst werden. So soll ein über die gesamte Mangel­fläche konstanter Druck erzielt werden.
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    Formteilefinish für Wäschereien: Im Hintergrund der Tunnelfinisher „Hot Stream“; im Vordergrund die universelle Formteilefaltmaschine. Verbunden werden diese Anlagen durch eine ausgefeilte Logistik mit Aufbügelstation und Conveyor-Strecken.

Sie kamen aus Indien, Brasilien, Japan, Korea und verschiedenen Ländern der EU, auch aus Deutschland.

Die Firmenleitung von Lapauw International freute sich anlässlich der Hausmesse über zahlreichen, internationalen Besuch. Vom 26. bis 28. April 2018 fand der „Open day“ in Heule/Kortrijk, dem belgischen Stammsitz des Unternehmens, statt. Ein Mix aus Neuheiten und bewährter Technik konnte besichtigt werden; zahlreiche Maschinen auch „unter Dampf“, also im Betriebsmodus.

Als Hauptneuheit präsentierte Lapauw eine Waschstraße. Sie verfügt über 13 Kammern zu je 60 kg Wäsche und schließt eine Lücke im Produktportfolio des belgischen Anbieters. Die neue Waschstraße ist kein originäres Produkt aus dem Hause Lapauw; sie beruht auf einer Konstruktion des ehemals in Deutschland geründeten Herstellers Transferon, der Geschäftssitz und Produktion seit vielen Jahren nach Thailand verlegt hat. Dieses nach wie vor vom damaligen Transferon-Chef Peter Zeiser geführte Unternehmen hat Lapauw Ende 2017 übernommen und firmiert nun unter „Lapauw Thailand“. Komplettiert wurde die Waschstraße durch eine Einstationspresse sowie eine Trocknerbatterie, beides ebenfalls in Thailand gefertigt.

Sauber waschen und transportieren

Stellvertretend für die Produktlinie der Waschschleudermaschinen war während des „Open days“ ein Modell C 1206 zu sehen. Diese 120 kg fassende Maschine in Kippausführung zur leichteren Entladung verfügt über eine Beladeoption von oben („top loader“). Als verbindendes Logistikelement für den Antransport der Schmutzwäsche in Hängesäcken sowohl für die Waschstraße als auch die Waschschleudermaschine setzt Lapauw die Produkte des italienischen Herstellers Montanari ein.

Lapauw präsentierte auch eine technische Lösung für den Reinraumbereich. Analog zu den Waschschleudermaschinen im Hospitalbereich sind die Clean-Room-Maschinen ebenfalls als Durchlader konstruiert. Die Maschinen, die bis zu einer Beladekapazität von 110 kg gebaut werden, besitzen eine spezielle Oberflächenstruktur. Die Verkleidung besteht aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff und weist abgerundete Ecken und Kanten auf, um die hygienische Reinigung zu erleichtern. Der zur Clean-Room-Einheit gehörende Trockner ist ebenfalls mit der abgerundeten Kunststoffverkleidung ausgestattet.

Einen weiteren Produktbereich von Lapauw stellt die Mangeltechnik dar. Um Komplettlösungen für Mangelstraßen anbieten zu können, konstruiert Lapauw neben der eigentlichen Mangel auch Eingabe- und Faltmaschinen mit unterschiedlichen Leistungs- und Ausstattungsmerkmalen. Für großes Interesse sorgte „Sonic-ED 4“ mit vier Eingabestationen für die zweibahnige Eingabe von Großteilen. Sie schafft laut Anbieter bis zu 1.800 Eingabevorgänge pro Stunde.

Flexible Mangeltechnik

Im Bereich der Mangeltechnik hat der traditionsreiche belgische Hersteller maßgebliche Innovationen entwickelt, so z.B. die „flexible“ Mulde. Da Lapauw mit einer erheblichen Produktionstiefe arbeitet – davon konnten sich Besucher bei einem Rundgang durch die Produktion überzeugen – lässt sich ein breites Spektrum an Mangelmodellen und -ausführungen realisieren. Für das untere Leistungsspektrum hat Lapauw eine Mangelmodellreihe herausgebracht, die insbesondere für kleinere Wäschereibetriebe, aber auch für Textilreinigungen mit hohem Wäscheanteil eine Lösung sein kann: „IronPro“ soll industriell geprägte Qualitäts- und Leistungsresultate auf die genannten Betriebsgrößen übertragen. Die Modellreihe wird in den Walzendurchmessern 500, 600 und 800 mm gebaut. Als Arbeitsbreiten sind jeweils 2.200 und 3.300 mm vorgesehen. „IronPro“ kann in Wandaufstellung betrieben werden.

Lapauw baut zudem unterschiedlich dimensionierte und ausgestattete Flachwäschefaltmaschinen. Das Unternehmen setzt dabei ausschließlich auf die Technik des „Luftschwerts“ und des mechanischen Schwerts, um – davon ist man in Kortrijk überzeugt – höchste Faltpräzision und sichere Reproduzierbarkeit der Faltresultate sicherzustellen.

Effizientes Formteilefinish

Im Bereich Formteilefinish war u.a. der „Hot Stream“-Tunnelfinisher zu sehen, der dank modularer Konzeption in unterschiedlichen Leistungsstufen und Beheizungsarten angeboten wird. Der eigentliche „Tunnel“, in dem sich der Finishprozess abspielt, ist mit 100 mm Breite schmal gehalten. Die Bekleidungsstücke durchlaufen die Bearbeitungszone des Finishers Schulter an Schulter. Damit bieten sie den Bearbeitungseinflüssen praktisch die volle Fläche, werden also zu Beginn des Durchlaufs komplett mit Dampf beaufschlagt und anschließend mit Heißluft getrocknet. Der dabei entstehende Flattereffekt soll zusätzliche Finishimpulse bewirken. Die Leistung des Tunnelfinishers wird je nach Anzahl der Trocknungsmodule mit 100 bis 2.000 Teile pro Stunde angegeben. Als Beheizungsmodi sind Gas oder Dampf vorgesehen. Der „Hot Stream“ ist Teil eines Gesamtsystems, das aus Aufbügelstationen, Transport-Conveyor für Ein- und Auslauf sowie einer Formteilefaltmaschine besteht. Letztere produziert Längs- und bis zu zwei Kreuzfaltungen per Schwert und Reversiergurten. Mittels Programmsteuerung können bis zu 1.000 unterschiedliche Faltprogramme realisiert werden. Auf Wunsch können sortierende Abstapeleinrichtungen installiert werden.

„Mit mehr als 250 Besuchern bewerten wir den ‚Open day‘ als erfreulichen Erfolg“, resümiert Wim Demeyer, Vertriebsmanager von Lapauw.

kpl

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