Seit die Jungunternehmer Monika Pötzsch und Peter Gräfen die Textilreinigung Reisewitz in Montabaur übernommen haben, investieren sie vor allem in die Technik des Traditionsbetriebs. Die jüngste Errungenschaft ist das neueste Modell des Hemdenspezialfinishers „Trevistar“ von Trevil.
Mit dem Start in die unternehmerische Eigenverantwortung führten Monika Pötzsch und Peter Gräfen einen Investitions- und Modernisierungsplan ein, der ihr Textilpflegeunternehmen nach eigenen Angaben leistungsfähiger und zukunftssicherer machte. 2013 hatten die Jungunternehmer die traditionsreiche Textilreinigung Reisewitz im Zentrum von Montabaur übernommen. Zuvor hatten beide als Angestellte in dieser Textilreinigung gearbeitet und waren für eine Weiterführung des Betriebs wohl prädestiniert.
In einem ersten Schritt wurden die Betriebsräume, inklusive Wände, Decken und Böden, erneuert. Anschließend wagten sich die Unternehmer an die Technik. Vor allem der Hemdenservice sollte modern ausgestattet werden. Als Partner und Lieferant wählten Pötzsch und Gräfen die Firma Pallas. Das Unternehmen aus Goldbach bei Aschaffenburg vertreibt Finishgeräte italienischer Hersteller, darunter auch Trevil, einem Hersteller mit Sitz in Mailand.
Im Jahr 2015 war die Umgestaltung der Hemdenabteilung abgeschlossen. Im Zentrum der Finishstation stand der damals neueste Hemdenspezialfinisher „Trevistar“ . Passend dazu schafften die Unternehmen außerdem einen Universalfinisher des Typs „Princess Ultra“ und eine Kragen-Manschetten-Presse, den „Dreikopf“, von Trevil an. Anfang 2017 folgte zudem der Kauf des „Pantastar“ für das Finish von Hosen. Um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, investierten die Textilreiniger vor Kurzem erneut: Seit Anfang des Jahres ist das jüngste Modell des „Trevistar“ Teil der Finishabteilung. Diese neue Version zeichnet sich nach Angaben des Herstellers vor allem durch eine Haube aus. Diese soll zwei Funktionen erfüllen: Zum einen saugt ein starkes Gebläse in der Haube die Heißluft ab, die während des Finishs anfällt und mit der das Hemd getrocknet wird. Unterstützt wird diese Funktion durch die physikalische Eigenschaft heißer Luft, nach oben zu steigen. Mit der Absaugung lässt sich die Belastung der Raumluft mit überflüssiger Wärme vermindern – ein Effekt, der an heißen Sommertagen vor allem beim Personal, das am „Trevistar“ arbeitet, Anklang finden wird. Zum anderen dient die Heißluft dazu, den Finishprozess zu beschleunigen und die Finishqualität zu optimieren. Denn im Inneren der Haube wird die abgesaugte Luft komprimiert und über Längsdüsen auf die Schulterpartie des zu bearbeitenden Hemdes geblasen. Genau diese Zone mit Stoffdoppelungen gehört zu den Problembereichen der Hemden, die über Finisher gebügelt werden.
Die Schulterzonen wurden beim „Trevistar“ bis dato mit Hilfe von elektrisch beheizten Presselementen zusätzlich getrocknet. Dieser Energieaufwand kann nach Anbieterangaben beim neuesten „Trevistar“ entfallen. Ein ähnliches Konzept setzt Trevil bei den Pressvorrichtungen der Ärmelschlitze ein, die ursprünglich auch als elektrisch beheizte Platten ausgeführt wurden. Beim neuen „Trevistar“ übernimmt diese Funktion nun eine Düsenkonstruktion, die per Schlauchleitung aus der Haube heraus mit Heißluft versorgt wird.
Alles in allem wird die beim Finish entstehende Heißluft durch die Haube des neuen „Trevistar“ zielgerichtet und zur Beschleunigung und Optimierung des Finishvorgangs eingesetzt, verspricht Trevil. Damit dürfte vor allem Energie gespart werden. Dass aber nicht nur die Energiebilanz, sondern auch die Qualität der Ergebnisse stimmt, findet beispielsweise Monika Pötzsch: „Das Finishresultat auf dem neuen ‚Trevistar‘ mit Haube ist super. Im Vergleich zu den Finishergebnissen, die wir auf den früheren ,Trevistar‘-Finishern erzielten, hat sich praktisch nichts geändert.“
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