In der Textilreinigung Mr. Clean im österreichischen Oberwart geht es „grün“ zu. Nicht nur die Unternehmensfarbe ist damit gemeint. Der Betrieb arbeitet möglichst nachhaltig – von der Stromerzeugung über Reinigungsverfahren bis zur Mitarbeiterschulung. R+WTextilservice hat mit Inhaber Ladislaus Szabo gesprochen.
Nachhaltigkeit zu definieren, ist nicht einfach. Mr. Clean stellt dabei generell vier Aspekte in den Vordergrund: Mensch/Kunde, Umwelt, Gesellschaft/Mitarbeiter sowie Technik. „Diese Stichworte sind für uns von höchster Bedeutung“, sagt Ladislaus Szabo, Inhaber der Textilreinigung in Oberwart im Burgenland. Das Unternehmen ist konsequent ökologisch ausgerichtet, u.a. beim Strom- und Energiekonzept. „Im Strombereich sind wir zu 100 Prozent autark. Die Photovoltaikanlage am Betriebsdach produziert mehr Strom als wir verbrauchen“, erläutert Szabo.
Mr. Clean befindet sich im Erdgeschoss eines dreistöckigen Bürohauses. Im Keller der Textilreinigung steht ein Dampferzeuger von Jumag, der mit Gas betrieben wird. Durch die Rückführung von Kondensat- und Überschussdampf zu einem Wärmetauscher wird die Abwärme umgewandelt in Heizungswärme sowie Warmwasser für das gesamte Haus. „Eine optimale Steuerung gewährleistet, dass unsere Energiekosten weit unter dem Branchendurchschnitt liegen“, betont Szabo.
Energieeffiziente Technik
Dabei hilft auch energieeffiziente Technik. Eine KWL-Reinigungsmaschine von BÖWE beispielsweise weise sparsame Verbrauchswerte auf. Das Kühlwasser der Reinigungsmaschine wird im Kreislauf geführt und kommt somit immer wieder zur Verwendung. Gereinigt wird neben KWL außerdem mit Wasser in Verbindung mit den modernen Waschmitteln aus dem Hause Seitz – und mit Essig. „Wir spülen nach jeder Nassreinigung alle Textilien nach ,Großmutters Empfehlung‘“, erläutert der Inhaber. Für Seitz hat er sich aus verschiedenen Gründen entschieden. Szabo schätzt die kompetente Beratung und die regelmäßige Hilfestellung des Seitz-Beraters ebenso wie die „perfekte Installation einer optimalen Dosiertechnik durch deren Servicetechniker“. Zum Einsatz kommen u.a. die Produkte Viva Envia (Flüssigwaschmittel mit einem EU-Ecolabel), Oleo, Pris, Uni, Geniox, Duox, Lana, Acet und Protect. Seitz bietet für die zu bearbeitenden Textilien eine Palette flüssiger Baukastenprodukte an. Damit kann ein individuell auf die zu bearbeitenden Textilien mit den jeweiligen Verschmutzungen abgestimmtes Waschverfahren erstellt werden. Viva Oleo beispielsweise ist laut Szabo ein hervorragender Schwerpunktverstärker für Fette und Öle vor allem aus dem Lebensmittelbereich. Viva Uni und Viva Pris sind flüssige Alleinwaschmittel, die in Verbindung mit den Bleich- und Desinfektionsmitteln Viva Duox und Viva Geniox für Sauberkeit, Fleckfreiheit und Hygiene der Wäsche sorgen.
Aber nicht nur Technik und Verfahren spielen eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Unternehmensstrategie, sondern auch die Mitarbeiter, so Szabo. „Wir achten u.a. drauf, nur Mitarbeiter aus der Region zu beschäftigen – am liebsten wäre es uns, wenn ihr Anfahrtsweg zum Betrieb mit dem Fahrrad erfolgt.“ Abgesehen davon sind alle Mitarbeiter angehalten, den wirtschaftlichen Einsatz aller Geräte zu forcieren. Nassreinigungsmaschinen werden optimal beladen, damit Wasser und Reinigungsmittel wirtschaftlich genutzt werden. Trockner und Mangeln werden erst kurz vor dem Einsatz in Betrieb genommen. Jede Maschine hat eine einfach zugängliche Dampf- und Kondensatleitung und wird nach dem Einsatz wieder vom Netz genommen. Durch diesen nicht ganztägigen Standby-Modus ergibt sich eine merkbare Einsparung, so Szabo. Die Mitarbeiter beraten außerdem hinsichtlich Verzicht auf Verpackungsfolie und empfehlen den Kunden die Sammelbox für Drahtkleiderbügel, welche bei Mr. Clean wiederverwendet werden. Fragen Kunden bewusst nach nachhaltiger Textilpflege? Ladislaus Szabo meint: „Wenn Kunden die Möglichkeit haben, auch die Dienstleistung der Wäscherei und Reinigung mit dem Gebrauch umweltschonender Waschmittel und Verfahren zu kombinieren, dann nehmen sie dieses Angebot definitiv an.“ Zertifizierungen und Label können bei der entsprechenden Imagearbeit helfen. „Das EU-Ecolabel ist womöglich noch zu wenig bekannt, es liegt aber an uns, dies zu propagieren, womit die Nachfrage stetig zu nimmt“, so der Unternehmer.
Zum Wohle der Umwelt
Auch in Zukunft will Szabo einiges in die Nachhaltigkeit seines Unternehmens investieren. „Die Textilreinigungsbranche darf nicht stehen bleiben. Sie muss im Interesse von Gesellschaft und Umwelt alles daransetzen, die besten und nachhaltigsten Produkte zum Wohle unserer Welt zu entwickeln“, ist der gebürtige Oberwarter überzeugt. „Betriebe, die weder Kosten noch Mühen scheuen, in moderne Technologien zu investieren, werden auch zukünftig erfolgreich sein. Zu denen, die das Altbewährte hochhalten, möchten wir niemals gehören!“
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