Mindestens vier Kilometer bis zum nächsten Trinkwasser: So war die Situation in den afrikanischen Dörfern Sidi und Moukouma bisher. Jetzt gibt es dank textiler Projektpartner eine bessere Wasserversorgung.
Bereits zum dritten Mal setzt die GoodTextiles Stiftung zusammen mit Cotton made in Africa (CmiA) ein WASH-Gemeinschaftsprojekt um. In Kooperation mit der CmiA-verifizierten Baumwollgesellschaft Sofitex wurden in zwei Dörfern in Burkina Faso/Afrika handbetriebene Pumpen errichtet, um die Trinkwasserversorgung zu verbessern. Zudem haben die drei Partner die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner im Umgang mit Wasser, besonders in Bezug auf Krankheitsprävention, Hygiene und Gesundheitsvorsorge geschult.
Ausgangssituation:
Für die Menschen in den Dörfern Sidi und Moukouma war das tägliche Leben eine Herausforderung: Sie mussten zwischen vier und zehn Kilometer zurückzulegen, um Zugang zu sauberem Trinkwasser zu erhalten. Häufig waren sie gezwungen, auf unsichere Wasserquellen wie Flüsse zurückzugreifen, was erhebliche Hygiene- und Gesundheitsprobleme zur Folge hatte
Projektergebnisse:
Nach einer umfassenden Bewertung der Wasserknappheit an den Projektstandorten wurden zwei Bohrlöcher gebohrt und handbetriebene Pumpen installiert. Diese befinden sich auf Gemeinschaftsflächen, die für alle frei zugänglich und frei von jeglichem Privateigentum und -rechten sind. Jetzt haben die insgesamt 3.000 Bewohnerinnen und Bewohner beider Dörfer jederzeit uneingeschränkten Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Projektkosten:
Die GoodTextiles Stiftung fördert das Projekt nach eigenen Angaben mit rund 17.000 Euro.
WASH-Schulungen:
In jedem Dorf wurde ein Wassermanagement-Ausschuss eingerichtet. In den WASH-Schulungen wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Aufgaben und Funktionen des Wasserausschusses nähergebracht.
Zudem erhielten die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner ein besseres Verständnis der WASH-Praktiken und -Grundsätze. Ebenso lernten sie, wie sie die Hygiene an den Wasserstellen fördern, um eine gute Wasserqualität sicherzustellen. Schließlich erhielten sie die erforderlichen Wartungswerkzeuge für ihre Tätigkeit.
Multiplikatoren geben Wissen weiter
Insgesamt nahmen 115 engagierte Personen, darunter 61 Männer und 54 Frauen, an den Schulungen teil. Diese werden nun als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für WASH-Initiativen, Wasser-, Sanitär- und Hygienemaßnahmen in ihren Gemeinden fungieren und ihr Wissen weitergeben. Jeder Ausschuss erhielt außerdem ein Toolkit für die Wartung von Bohrlöchern – damit dieses Projekt nicht nur eine kurzfristige Hilfe ist, sondern eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituationen darstellt.
Die Freude und Dankbarkeit der Gemeinden war bei den Empfangszeremonien in beiden Dörfern deutlich zu spüren. An den Empfangszeremonien nahmen jeweils Gemeindemitglieder, die technischen Dienste von SOFITEX, die technischen Dienste der Gemeinden und den örtlichen Gesundheits- und Bildungsbehörden teil.
