Leonie Miroschnik, NW-Reinigungscenter, Neustadt an der Weinstraße Dankbar, stolz und fit für die Branche

Vollen Einsatz und Herzblut. Das und mehr bringt Leonie Miroschnik in ihren Familienbetrieb ein. Als starkes Vater-Tochter-Duo führen Dirk Miroschnik und sie die NW-Reinigungscenter GmbH in Neustadt. Die Juniorchefin ist stolz, dass sie die Nachfolge in dritter Generation übernehmen kann – im Alter von 26 Jahren und bestens vorbereitet.

Leonie Miroschnik mit Vater in Textilreinigung
Doppelt spitze: Leonie Miroschnik und ihr Vater Dirk Miroschnik. - © NW-Reinigungscenter

Zusammen mit dem Team zu wachsen, um mit Wertschätzung und Leidenschaft eine erfolgreiche Zukunft im Wirtschaftsfeld Textilservice zu gestalten, das ist ihre Vision. Leonie Miroschnik hat bereits als Kind diesen Traum. Nach dem Abitur im Jahr 2019 geht es nur noch um die Frage: „Wie kann ich mich am besten darauf vorbereiten?“ Die ambitionierte junge Frau recherchiert und wird fündig.

Sie belegt den Studiengang Unternehmertum an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe, eine umfassende Ausbildung für Existenzgründer und Unternehmensnachfolger. In diesem Jahr hat sie ihn erfolgreich abgeschlossen. „Die Entscheidung war goldrichtig! Hier habe ich das betriebswirtschaftliche Wissen erworben, das ich brauchte, und gelernt, strategisch und unternehmerisch zu denken.“

Unternehmerisch zuhause

Der Familienbetrieb war für sie stets mehr war als ein Arbeitsplatz. „Er war immer ein Stück zuhause. Schon als kleines Mädchen liebte ich es, das geschäftige Treiben zu beobachten, die Gespräche zu hören und den Stolz zu spüren, wenn etwas fertiggestellt wurde.“

Stolz ist das Stichwort. Leonie Miroschnik ist es, nicht nur auf ihren erfolgreichen Studienabschluss, sondern auch auf ihre Branche, die ihr eine unternehmerische Heimat bietet. Stolz ist sie vor allem auf die Tatsache, dass sie das Lebenswerk ihrer Großmutter und ihres Vaters fortführen kann, für das Textilreinigermeister Günther Wiederholt im Jahr 1967 den Grundstein legt.

Seine Lebensgefährtin Marianne Miroschnik steigt 1975 in das Geschäft ein und wird schließlich Inhaberin. Ab 1993 arbeitet ihr Sohn Dirk Miroschnik im Betrieb mit, erlernt hier seinen Beruf als Textilreiniger und schließt im Jahr 1996 erfolgreich die Meisterausbildung ab. Ein Jahr später übernimmt er die Geschäftsführung und erweitert sowohl den Betrieb als auch das Dienstleistungsangebot. Sein Meisterbetrieb floriert, nicht zuletzt dank der Eröffnung von vier Filialen ab 2000, unter anderem in Bad Dürk­heim und in Landau.

Heute ist die NW-Reinigungscenter GmbH ein Mischbetrieb mit einem breiten Produktportfolio für Privat- und Businesskunden, in der klassischen Textilreinigung und der Wäscherei, die höchste Hygienestandards erfüllt.

Auf Marktveränderungen reagieren

Leonie Miroschnik will das Qualitätsniveau nicht nur halten und an den Erfolg ihres Vaters anknüpfen, sondern nach zeitgemäßen Möglichkeiten schauen, um innovativ auf Marktveränderungen reagieren zu können. Ein wichtiger Motivationsfaktor ist für sie das Team. Sie habe großen Respekt davor, was die 35 Mitarbeitenden täglich leisten. Die Arbeit sei körperlich, zeitlich und organisatorisch anspruchsvoll. „Gleichzeitig unglaublich vielfältig! Ein Textil durchläuft unzählige Arbeitsschritte und viele Hände, bis es fertig ist. Das Vorher-­Nachher-Ergebnis zu sehen, begeistert mich immer wieder.“

Kein Zweifel, Leonie Miroschnik liebt ihre Branche und das, was sie tut. „Wir helfen Menschen in vielen Bereichen, und betreuen Privat- und Geschäftskunden gleichermaßen. Die Zusammen­arbeit mit unterschiedlichen Branchen und der Kontakt zu unseren langjährigen Stammkunden, die uns teilweise seit Jahrzehnten die Treue halten, sind für mich etwas ganz Besonderes.“

Potenzial für Innovation

Was sie zudem ansporne, sei das das Potenzial für Innovation im Textilservice. Leonie Miroschnik will es nutzen und Tradition mit Fortschritt verbinden – mit Hilfe neuer Technologien, nachhaltiger Arbeitsweisen und effizienter Organisation. In jedem Fall werde sie dafür sorgen, dass sich die Mitarbeitenden weiterhin wohlfühlen. Dass die NW-Reinigungscenter GmbH ein Ort des Zusammenkommens bleibt, sowohl für das Team als auch die Kundschaft. So, wie es immer war.

„Ich möchte außerdem meinen Beitrag dazu leisten, dass unsere Branche in der Gesellschaft und im wirtschaftlichen Kontext mehr Wertschätzung bekommen.“ Dieser Wunsch habe sich während des Studiums gefestigt. Gleichzeitig habe sie verstanden, wie wichtig dabei ihre Haltung und Rolle als Führungskraft ist. Es sei ein großer Vorteil gewesen, dass sie ihr theoretisches Wissen aus dem Studium direkt in die Praxis transferieren konnte. Andersherum habe ihr das praktische Knowhow geholfen, unternehmerische Zusammenhänge zu verstehen. Heute könne sie Herausfor­derungen und Chancen aus anderen Blickwinkeln betrachten. Und der Austausch mit ihrem Vater gebe ihr die ­nötige Sicherheit im Hinblick auf ­eine reibungslose Nachfolge.

„Ich durfte und darf enorm viel Fachwissen von meinem Vater übernehmen. Vieles habe ich durch bewusstes Lernen, aber auch durchs jahrelange Zuschauen seit meiner Kindheit verinnerlicht.“ Sie werde sich nun ebenfalls zur Textilreinigermeisterin weiterbilden, um handwerkliche Kompetenz mit unternehmerischem Wissen zu verknüpfen. Die NW-Reinigungscenter GmbH soll Meisterbetrieb bleiben.

Leonie Miroschnik in Textilreinigung
Am liebsten mittendrin: Die Juniorchef in der Produktion. - © NW-Reinigungscenter

Gute Chancen für den Erfolg

Leonie Miroschnik hat die besten Voraussetzungen als Nachfolgerin. Dafür haben ihr Vater und die Großmutter, die – solange es ging – mitarbeitete, gesorgt. Sie bauten das Privatkundengeschäft aus und gewannen ebenso zufriedene Stammkunden im Businessbereich: durch die Aufbereitung von Arbeitskleidung oder Bett- und Tischwäsche für Arztpraxen, Apotheken, öffentliche Institutionen wie das DRK, die Stadt Neustadt und die Universität Landau. Der Zentralbetrieb am heutigen Standort in der Europa­straße in Neustadt hat zudem eine logistisch hervorragende Lage, mit der Anbindung an die Autobahn und somit an die Filialen. Privatkunden freuen sich über ausreichend Parkmöglichkeiten ­vor der Tür.

„Durch den Umzug in die neue Produktionshalle im Jahr 2018 und eine komplette Modernisierung in 2022 sind wir optimal aufgestellt. Wir können stolz darauf sein, dass wir trotz Wachstum ein Familienbetrieb geblieben sind, in dem persönliche Betreuung und Menschlichkeit im Vordergrund stehen. Um die Energieeffizienz zu steigern, haben wir unseren Maschinenpark größtenteils auf elektrischen Betrieb umgestellt. Einen Teil des Stroms erzeugen wir durch unsere Solaranlage auf dem Dach“, sagt die Juniorchefin, der es wichtig ist, in jedem Geschäftsbereich den Überblick zu haben. Sie lege Wert darauf, im Team mitzuarbeiten, ob an den Maschinen, Mangeln, in der Bügelei oder an der Theke. „So behalte ich den direkten Bezug zu allen Abläufen und kann an jeder Stelle unterstützen und optimieren.“

In ihrer Funktion als Juniorchefin verantwortet sie zudem bürokratische Abläufe, von der Koordination der Logis­tik über die Abwicklung von Lieferantenbestellungen und Datenmanagement bis zur Pflege der Website und Social-­Media-Kanäle. Sie kümmere sich um Kundenpflege und -akquise und plant einen effizienten Personaleinsatz, stets mit Blick auf die Personalkosten. Außerdem organisiere sie Teamevents, führe Personalgespräche und helfe neuen Mitarbeitenden beim Einstieg, um den Teamgeist zu stärken und Ausfälle zu minimieren.

Herzlichkeit zählt

Dass die herzliche und familiäre Unternehmenskultur erhalten bleibt, wünschen sich Vater und Tochter gleichermaßen. Sie ziehen an einem Strang, er­­­arbeiten gemeinsam Strategien für die Zukunft. „Wir setzen auf eine umweltfreundliche Produktion und investieren in Energieeffizienz. Dabei wollen wir unsere Tradition der Verlässlichkeit und hohen Qualität fortsetzen, gepaart mit einem Bewusstsein dafür, dass faire Preise die Grundlage für nachhaltigen Erfolg sind. Die Zeiten, wo das Hemd 1,10 Euro kosten, sind rum. Stattdessen bieten wir Mehrwert.“

Leonie Miroschnik ist zuversichtlich, gestärkt durch ihre Familie, ihren Partner und ihr Team. Eine wichtige Stütze ist nicht zuletzt ihre Mutter Carmen Miroschnik, die neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit im Büro mitarbeitet. „Ich bin meinen Eltern sehr dankbar. Sie haben mir den Weg in die Selbstständigkeit möglich gemacht. Ein großes Vorbild ist außerdem meine Großmutter, die 2021 leider verstorben ist. Sie war eine starke Unternehmerin und eine wundervolle Oma. Bis heute frage ich mich oft: Was hätte sie jetzt getan? Ihre Werte und ihr unternehmerischer Mut begleiten mich täglich.“

www.nw-reinigungscenter.de