Textile Ausstellung ALL you canNOT EAT

Ein Restaurant, in dem es nichts Essbares gibt? Im Textilmuseum St. Gallen zeigt eine aktuelle Ausstellung genau das. Alle Exponate bestehen aus Stoff.

© Textilmuseum St. Gallen

Sie schaut zum Anbeißen aus, ist aber nicht zum Verzehr gedacht: die 150 × 96 cm große ­Pizza im Bild.

Das gehäkelte Exemplar aus Wolle der Künstlerinnen Sabina Speich und Tüpf Li ist Teil der Ausstellung „ALL you canNOT EAT. Fake Food aus Stoff“. Die textilen Speisen präsentiert das Textilmuseum St. Gallen bis zum 13. Oktober 2024.

Das Konzept: Alles ist einem Restaurant nachempfunden, in dem nichts Ess- oder Trinkbares angeboten wird. Auf Basis der Sammlung des Textilmuseums St. Gallen sind die Tische von diversen Gästen mit Exponaten, die Nahrungsmittel abbilden, gedeckt. Verschiedene Zeitepochen, gesellschaftliche Klassen und Geschmäcker treffen aufeinander und treten zueinander in Bezug. 

Tischkultur und "fake food"

Auf seiner Website schreibt das Textilmuseum St. Gallen: "Menschliche Nahrungsaufnahme ist ein flüchtiger Moment. Einverleiben muss sich der Mensch Essen und Trinken bevor es verdirbt und verrottet. Im Akt des Verzehrens tritt das Gegessene und Getrunkene aus dem sozialen Rahmen aus." Um dieses “Verschwinden” zu lindern und zu verhindern werde Essbares abgebildet und damit festgehalten.

"All You CanNOT Eat" untersucht Tischkultur im Hinblick auf "fake food". Dabei werden auch Prints und Imitationen von Verzehrbarem in der Mode beleuchtet.