25 Jahre WSP Systems Automatisierungsfan von Kindesbeinen an

WSP Systems entwickelt seit 1993 effiziente interne Logistiklösungen für Wäschereien und setzt diese um. Das Ziel der Lösungen seit jeher: Prozesse schneller, besser und einfacher machen. Der Gründer Maarten Ploeg erzählt zum 25. Jubiläum seines Unternehmens, was Erfolgsfaktoren für WSP, aber auch für Wäschereien sind.

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    Overberg in der niederländischen Provinz Utrecht ist der Hauptsitz von WSP Systems. Fotos: WSP Systems
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    WSP-Gründer Maarten Ploeg kam früh mit Automatisierung und der Wäschereibranche in Berührung.

Dass Maarten Ploeg (47) später einmal beruflich etwas mit industrieller Automatisierung machen würde, stand schon früh fest. Wenn jemand bereits im Kindesalter nichts lieber tut, als Roboter zu programmieren, dann weist dies zumindest auf ein gutes Gefühl für Automatisierung und Software hin. Dazu kommt eine frühe Bekanntschaft mit der Wäschereibranche – das ergibt eine „goldene Kombination“, die mittlerweile ein Vierteljahrhundert alt ist: 25 Jahre „Wasserij Service Ploeg“ bzw. WSP Systems.

WSP-Gründer und -Geschäftsführer Ploeg erzählt: „Während meines Studiums erhielt ich ein Angebot, um bei einer Firma in der Wäschereibranche als Betriebsleiter zu arbeiten. Die Automatisierung in der Wäschereibranche befand sich damals noch in den Kinderschuhen. Es wurde mit Zetteln und Belegen gearbeitet, vieles wurde noch von Hand bedient.“ Er dachte sich: „Das muss doch besser, schneller und einfacher gehen!“ Und so gründete Ploeg 1993 seine eigene Firma „Wasserij Service Ploeg“ (WSP). Der Gründer erinnert sich: „In dieser Zeit kam Windows gerade auf – ich war einer der Ersten mit einer Windows-Applikation. Dieses bewährte sich bei meinem ersten Projekt in einer Wäscherei und wurde so zum Sprungbrett, dies weiterzuverfolgen.“

Ein gutes Betriebsklima schaffen

Schon bald folgten mehr Kunden und WSP wurde größer. „Unser Wachstum hat sich natürlich entwickelt“, meint Ploeg. „Über Familienmitglieder, Freunde und Bekannte haben immer mehr Leute von WSP gehört und sich für eine Stelle beworben. So sind wir langsam, aber stetig gewachsen.“ Von dieser Vorgehensweise profitiere WSP heute noch, denn die Zahl der Ex-Mitarbeiter sei auffallend klein. „Darüber sind wir sehr froh, denn damit bleiben alle Fachkenntnisse und die Erfahrung in der Firma“, so Ploeg. Die meisten der neuen Mitarbeiter wussten nicht viel über die Wäschereibranche, doch das war kein Problem. „Es war wirklich Training on the Job: Ich habe mein Wissen vermittelt, insbesondere im Bereich der Software und des Verfahrens. Mein zweiter Mann konzentrierte sich mehr auf die Hardware. Auf diese Weise haben wir jeden Einzelnen unserer Mitarbeiter dort abgeholt, wo er mit seinen Kenntnissen einer Ausbildung oder früheren Anstellung stand, um diese dann für unsere Kunden in der Wäschereibranche einzusetzen.“ Der Schlüssel sei, Mitarbeiter einzustellen und sie auch zu behalten, ist Ploeg überzeugt. „Dann kann man sein Wissen teilen und austauschen. Ein gutes Betriebsklima zu schaffen, ist mir als Arbeitgeber sehr wichtig: Man kann die besten Ideen haben, aber wenn man niemanden hat, der sie ausführen kann, gelingt gar nichts!“

Smart Customization

Ploeg hat gesehen, wie stark sich die Branche in den letzten 25 Jahren entwickelt hat. „Daraus ergab sich auch gleich die Notwendigkeit, sich selbst mitzuentwickeln“, sagt Ploeg. Um sich im Markt weiterhin zu unterscheiden, müsse man führend sein und den Änderungen zuvorkommen. Bei WSP beobachte man, dass eine immer weitergehende Spezialisierung notwendig ist, um den Kunden die besten Lösungen zu bieten. Ploeg meint: „Es braucht Maßarbeit für jeden Kunden – ohne sich als Unternehmen in den Einzelheiten zu verlieren, wodurch die Kontinuität gefährdet wird. Also wenden wir das an, was wir Smart Customization – intelligente Anpassung an die Bedürfnisse der Kunden – nennen: Möglichst konfigurierbare, kundenspezifische Lösungen anbieten und die verbleibende Zeit und Energie optimal für die Forschung und Entwicklung von Innovationen nutzen.“

Zukunftsaussichten

Für die Zukunft sieht Ploeg eine weitere Automatisierung des Marktes voraus: „IoT, Big Data – diese Begriffe werden einem um die Ohren gehauen. Aber es sind doch Marktentwicklungen, die – sobald sich der Hype etwas legt – bleiben werden. Und dort müssen Wäsche­reien ihre Chance ergreifen.“ Die ganze Kette müsse mehr selbststeuernd werden. Ploeg erwartet, dass der Anteil an Personalkosten in der Wäscherei noch weiter reduziert werden kann. „Das ist für Wäschereien ein großer Schritt, denn dort entstehen die meisten Kosten. Dann spreche ich – bei der Kombination einer guten internen Logistik mit der IT – über Einsparungen von 30 Prozent oder mehr.“

Auf die Frage, wie Ploeg die Zukunft für sich selbst sieht, gibt er eine bemerkenswerte Antwort: „Ich möchte mich selbst im Lauf der nächsten zehn Jahre überflüssig machen. In den letzten 25 Jahren habe ich alle Tätigkeiten innerhalb des Unternehmens ausgeführt und die Firma Stück für Stück, Arbeitskraft für Arbeitskraft und Abteilung für Abteilung aufgebaut sowie das entsprechende Fachwissen vermittelt. In den nächsten Jahren möchte ich das abschließen, damit ein solides Unternehmen steht, in dem eine stetige Kontinuität gewährleistet ist, ohne dass ich selbst dabei noch notwendig bin. Ich habe stets mehr Personen um mich herum, die es besser können als ich selbst. Das ist perfekt. Und nach dieser Zeit möchte ich wieder zurück zum Kunden. Beraten und gemeinsam mit dem Kunden optimale Lösungen erarbeiten, dabei im Hintergrund Innovationen entwickeln – das ist das Schönste, was es gibt.“

WSP feiert das 25. Jubiläum am 21.  September 2018 in Overberg mit einem großen Fest.

www.wspsystems.com

  • Um sich zu unterscheiden, muss man führend sein.
  • Maarten Ploeg, Geschäftsführer von WSP-Systems