Die Tiroler Innung hat gemeinsam mit dem Bekleidungsgewerbe ein Bügelseminar bei der Firma Veit in Landsberg am Lech veranstaltet.
Vor Ort wurde zunächst das Unternehmen besichtigt. Die Gruppe erfuhr, dass in Landsberg 140 Mitarbeiter beschäftigt sind, die nach einem flexiblen Zeitplan auf individuelle Kundenwünsche eingehen. Gebaut wird in Landsberg nach Bestellung.
Nach einer typischen bayrischen Brotzeit ging es gleich an die Theorie. Bekleidungstechniker Ulf Gelhaus führte beschwingt und mit viel Witz durch den theoretischen Teil.
Bügeln und Black Jack?
Beim Bügeln, so lernte die Gruppe, gibt es Parallelen zum bekannten Spiel "17 und 4" (Black Jack). Es gibt vier Bügelparameter, sieben Einflussfaktoren und eine Stabilisierung des Bügelergebnisses. Im Klartext heißt das: "Mit der richtigen Bügeltechnik, in der kürzesten Zeit mit der passenden Temperatur, der gewissen Dampfmenge und dem richtigen Druck das Bekleidungsstück vollständig zu bearbeiten."
Was nützt beim Bügeln die Theorie ohne die Praxis? Gelegenheit, das Gelernte zu verinnerlichen, hatte die Gruppe am Nachmittag. Eigens für die Teilnehmer kam eine Bügeltrainerin.
Textilreinigermeisterin Andera Pfattheicher stand mit Rat und Tat zur Seite. Aufbereitet wurden auch die mitgebrachten Spezialfälle. Von blasenwerfenden Frontfixierungen über die perfekte Bügelfalte bis hin zur Krawatte - mit der passenden Bügelmethode bleibt die Qualität nicht auf der Strecke. Der krönende Abschluss ist der Erhalt eines Bügelzertifikates. Die Tiroler Innung dankte der Firma Kaiser für das Sponsoring dieses Lehrgangs.
