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Blitzumfrage Dramatische Umsatzeinbußen: Die aktuelle Lage in der Textilpflege

Die Beschlüsse der Bundesregierung zum Verbot von Hotelübernachtungen und größerer Veranstaltungen zeigt bereits große Auswirkungen auf die Textilpflegebranche. In einer Blitzumfrage ermittelte der DTV einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 60 Prozent – Tendenz steigend.

Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft hart und auch die Textilpflegebranche bleibt nicht verschont. Vor allem die Beschlüsse der Bundesregierung zum Verbot touristischer Hotelübernachtungen und größerer Versammlungen haben bereits dramatische Auswirkungen auf die kleinen und mittleren Wäschereien und textilen Dienstleister.

Von Umsatzrückgang bis Totalausfall

Bei einer Blitzumfrage des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) unter Mitgliedern, die ihre Umsätze vorwiegend durch das Hotellerie- und Gastronomiegeschäft erzielen, ergab sich ein durchschnittlicher Umsatzrückgang von mehr als 60 Prozent. Zugleich gingen die Arbeitsstunden um ca. 45 Prozent zurück – Tendenz steigend. Einige Betriebe haben bereits einen Totalausfall zu verzeichnen. Hinzu kommt, dass Kunden zunehmend Zahlungen später leisten wollen. Viele Betriebe befürchten, dass es zu Ausfällen kommen wird, weil Kunden aus dem Hotellerie- und Gastronomiegeschäft zahlungsunfähig werden könnten.

Liquiditätsprobleme kurzfristig verhindern

Erste Wäschereien haben laut DTV bereits jetzt Liquiditätsprobleme und werden kurzfristig und schnell Unterstützung benötigen, um überleben zu können. Hotels, Caterer, Restaurants und Gastronomiebetriebe generieren bereits jetzt weit weniger Umsatz und können ihre Dienstleister teils nur verzögert bezahlen . Da laut einer Angabe des DEHOGA-Verbands der Umsatzrückgang dort schon vor dem Verbot der touristischen Übernachtungen und den Versammlungsverboten bei bis zu 80 Prozent lag, wird sich die Situation auch für die Wäschereien, die diese Betriebe mit sauberer Wäsche versorgen, deutlich verschärfen. Die Kosten der Wäschereien - die Personalkosten von Hotelwäschereien betragen etwa 50 Prozent - sowie Darlehen für Textilien und Maschineninvestitionen – treiben die Unternehmen bei dem wegbrechenden Umsatz in größte Liquiditätsprobleme.

Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen

Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium haben ein "Maßnahmepaket zur Abfederung der Auswirkungen des Coronavirus" vorgestellt. Der Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen umfasst u.a. folgende Maßnahmen:

  • Flexibles Kurzarbeitergeld und Arbeitszeitenregelung,
  • Liquiditätshilfen durch Stundung von Steuerzahlungen,
  • Bestehende Programme für Liquiditätshilfen werden ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite.

Verband fordert Hilfe für Wäschereien und textile Dienstleister

Der DTV fordert von der Politik insbesondere schnelles Handeln auch für die kleineren und mittelständischen Unternehmen wie Wäschereien und textile Dienstleister:
  • Die Kreditvergabe über Bürgschaftsbanken ist kompliziert und langwierig und hilft in der aktuellen Situation nicht. Hier bedarf es schneller Soforthilfen in Form von Finanzspritzen und Zuschüssen, um akuten Liquiditätsproblemen begegnen zu können .
  • Die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist für viele kleinere Betriebe neu und kompliziert. Es bedarf eines praxisgerechten Handelns der Arbeitsagenturen. Anzeigen und Anträge müssen schnellstens bearbeitet und beantwortet werden.
  • Gleiches gilt bei der Stundung von Steuerzahlungen. Auch hier ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe durch die Finanzämter notwendig.
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