Textilpflege Kömpel+Tex in Fulda Ein ganz neues „Bügelgefühl“

Eine neue „Bügelära“ ist angebrochen bei der traditionsreichen Textilpflege Kömpel+Tex in Fulda. Anfang dieses Jahres haben dort neue Maschinen Einzug gehalten: ein „Pantastar“-Hosenbügel­automat sowie die „Princess Ultra“, ein Universalfinisher – beide Maschinen von Trevil/Pallas.

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    Der Universalfinisher „Princess Ultra“ aus dem Hause Trevil/Pallas wird bei Kömpel + Tex in starkem Maße für das Hemdenfinish eingesetzt.  Fotos: Lang
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    André Wighart, Sohn des Inhabers von Kömpel + Tex, gibt noch etwas Feuchtigkeit in die Bearbeitungszone des „Pantastar“, um den Presseffekt zu optimieren.

3 Ein stolzes Datum: In diesem Jahr kann die Kömpel+Tex-Textilpflege ihr 125-jähriges Bestehen feiern. Seit ihrer Gründung als Färberei und Chemischreinigung 1892 durch den Schneidermeister Anton Kömpel befindet sich die Firma in Familienbesitz. Durch Einheirat von Adolf Wighart hat sich zwar der Name des Inhabers geändert, beim Unternehmen selbst ist man der traditionsreichen Benennung treu geblieben. Und auch an der unternehmerischen Ausrichtung hat sich wenig geändert: Kömpel+Tex steht für fachliche Kompetenz und sorgfältige, pünktliche Arbeit. Damit hat auch der Erfolg dieser Textilreinigung Tradition – und das seit mehr als einem Jahrhundert. Mit Ralf Wighart ist 1990 ein Ururenkel des Gründers an die Spitze des Unternehmens getreten. In den 27 Jahren seiner Führung ist es ihm gelungen, den Grundbestand des Unternehmens trotz aller Branchenprobleme zu wahren und auszubauen. Nach wie vor ist Kömpel+Tex ein prägendes Textilpflegeunternehmen in und um Fulda. Die starke Präsenz ergibt sich auch aus der praktisch flächendeckenden Verbreitung in der Rhön-Region mit mittlerweile 55 Annahmestellen. Tradition bei Kömpel+Tex ist die Breite des Dienstleistungsangebots, die die Disziplin Textilpflege praktisch komplett ausschöpft. Hinzu kommt ein starker Bezug zum Service – Textilpflege wird bei Kömpel+Tex fundamental als Dienstleistung, als Dienst am Kunden begriffen und praktiziert; ein Prinzip, das durch einen großen und stabilen Stammkundenanteil honoriert wird. Der Sohn des heutigen Inhabers ist in die familiären Fußstapfen getreten. André Wighart sichert als angehender Meister des Textilpflegegewerbes den Fortbestand des Unternehmens in Familienhand.

Etablierter Hemdenservice

Neben der traditionellen Textilreinigung im organischen Lösungsmittel – bei Kömpel+Tex wird die Garderobe im Wesentlichen in Perchlorethylen bearbeitet – hat sich im Laufe der Zeit die zweite Traditionsmethode der textilen Säuberung stark entwickelt: das Waschen. Zum einen hat sich der Hemdenservice etabliert und stellt bereits einen wichtigen Umsatzanteil. Ebenfalls in die Waschabteilung gehören Kittel aus Arztpraxen und Apotheken sowie Arbeitsbekleidung aus Betrieben der Region. Bewohnerwäsche aus Senioreneinrichtungen wird bei Kömpel+Tex mit größter Akribie behandelt. Und schließlich bearbeitet das Unternehmen Flachwäsche aus standortnahen Gastronomie- und Hotelleriebetrieben. Wenngleich der Objektbereich in den letzten Jahren gewachsen ist, dominiert bei Kömpel+Tex nach wie vor das Privatkundengeschäft. Es liefert, so Ralf Wighart, etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes. Hierunter fallen auch „Spezialaufträge“ wie Faschingskostüme, Fahnen und Mützen für die örtlichen Vereine.

Voraussetzung für die fachgerechte Bearbeitung des heterogenen Warenanfalls bei Kömpel+Tex ist eine entsprechend ausgelegte Technik. Ein weiterer Unternehmensgrundsatz der Fuldaer Textilpflege: Das technische Equipment des Betriebs muss „auf der Höhe der Zeit“ gehalten werden. Jüngst war die Finishabteilung wieder an der Reihe. Insbesondere der Anteil an Hosen hat sich laut Wighart in den letzten Jahren mindestens gehalten. Es seien überwiegend formelle Stoffhosen, die zur Reinigung gebracht werden. In der Finishabteilung entsteht dadurch ein Problem, denn die Handbügelei einer Hose mit Bruch ist zeitaufwändig und erfordert gut geschultes Personal. Der Einsatz herkömmlicher Horizontalpressen zur Bearbeitung der Bügelfalte konnte Ralf Wighart nicht überzeugen; über den Pressvorgang hinaus verbleibe noch eine Menge manueller Bügelarbeit. „Der wirtschaftliche Effekt dieser Teilmechanisierung des Hosenfinishs ist unserer Ansicht nach nicht gegeben“, sagt Ralf Wighart. Dann lernte er auf der jüngsten Texcare International in Frankfurt am Main den „Pantastar“ kennen, eine der Neuentwicklungen des italienischen Herstellers Trevil. Offenbar konnte das Konzept des „Pantastar“ den erfahrenen Fuldaer Textilreiniger überzeugen. Ralf Wighart kontaktierte den langjährigen Deutschlandvertrieb von Trevil, die Pallas Finish-Systeme GmbH in Goldbach bei Aschaffenburg. Und im Januar 2017 rollten „Pantastar“ nebst Servicecrew von Pallas in Fulda an, um den neuen Finisher in den Betriebsräumen von Kömpel+Tex zu installieren. Nach einer kurzen Einweisung in Technik und Arbeitsabläufe stellte Ralf Wighart fest: „Der ‚Pantastar‘ erfüllt in vollem Umfang meine Erwartungen.“ Er liefert ein Komplettfinish für Hosen mit Bügelfalte in zwei Phasen: Zunächst arbeitet der „Pantastar“ wie ein herkömmlicher Hosentopper, d.h., die Hose wird mit Dampf beaufschlagt und anschließend mit Heißluft durchgeblasen und getrocknet. Anti-Stretch-Einrichtungen sorgen laut Hersteller dafür, dass keine Größenprobleme durch Einsprung entstehen können. Nach diesem ersten Arbeitsschritt, der auch für rundgebügelte Hosen wie Jeans möglich sei, werde die zu bearbeitende formelle Hose mit wenigen Handgriffen zum Pressen vorbereitet, so Trevil. Der vertikale Pressvorgang ergebe stabile Bügelfalten und glättet die Hosenbeine in den Nahtbereichen. Neben Qualitätsvorzügen sollen durch die Konzentration des gesamten Finishs an eine Stelle Zeitvorteile möglich sein; der gesamte Arbeitsablauf werde entzerrt.

Universalfinisher für Hemden und mehr

Mit der Reorganisation der Hosenbügelei durch den neuen „Pantastar“ ließ es Ralf Wighart allerdings nicht bewenden; zur gleichen Zeit wurde auch ein neuer Formfinisher von Trevil angeschafft. Die „Princess Ultra“ ist ein Universalfinisher. Bei Kömpel+Tex wird die Maschine vor allem im Hemdenfinish eingesetzt. „Princess Ultra“ lässt sich laut Hersteller vom Langarm- auf den Kurzarmmodus in Sekundenschnelle umstellen. Auf dem Finisher könne man auch gereinigte (trockene) Bekleidung wie Sakkos oder Kostümjacken bearbeiten, wobei dann der Finishablauf dem eines „klassischen“ Garderobeformers entspreche.

„Besser und schneller“ sei die Finishabteilung seines Betriebs durch die Anschaffung des „Pantastar“ und der „Princess Ultra“ geworden, meint Ralf Wighart. Und Sohn André ergänzt: „Es war erstaunlich, wie schnell sich unser Personal auf die neue Technik eingestellt hat. Sie bringt ja auch viele Arbeitserleichterungen mit sich, weil die Maschinen auch auf ergonomische Bedingungen hin konstruiert und gebaut sind.“ Dass die damit erzielte Qualität stimmt, mache die gesamte Investition in neue Finishtechnik bei Kömpel+Tex in Fulda komplett rund.

Infos: www.textilpflege-koempel.de