Warener Waschfee Ein Meilenstein zur Wäscherei 4.0

Modernen Waschverfahren sei Dank – nie zuvor konnten Textilreiniger und Wäscher ihre Kundschaft so individuell bedienen wie heute. Gleichzeitig wird es aber auch immer aufwendiger, die Prozesse zu kontrollieren. Eine Übersicht soll das Datenmanagementsystem H.E.L.M.S. 5 von Ecolab bieten.

  • Bild 1 von 2
    © Reinhard Wylegalla
    2 Geschäftsführer Dirk Müller ist sich sicher, dass die neue Dosieranlage in Kombination mit dem Datenmanagementsystem die Warener Waschfee „einen Meilenstein nach vorn gebracht hat“. Fotos: Wylegalla
  • Bild 2 von 2
    © Reinhard Wylegalla
    1 Am Monitor können jederzeit sämtliche Waschprozesse analysiert, kontrolliert und, falls nötig, auch optimiert werden.

In der Warener Waschfee in Waren, ein Kurort in der Nähe von Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, verbessert seit Herbst des vergangenen Jahres H.E.L.M.S. 5 die Prozesssicherheit. Denn das Datenmanagementsystem von Ecolab erlaubt zu jeder Zeit einen detaillierten Einblick in die Produktions- und Verbrauchsdaten der Wäscherei. Dipl.-Ing. Dirk Müller, Geschäftsführer der Warener Waschfee, ist von dem System begeistert: „Die Waschverfahren werden immer komplexer. Durch die Auswertung der Reports können wir nun jederzeit Schwachstellen identifizieren und beheben“, sagt er. Das neue System sichere nicht nur die Einhaltung höchster Qualitätsstandards, sondern verbessere auch die Kostentransparenz.

Bereits Anfang der 1990er-Jahre wurde in der Wäscherei eine Dosieranlage von Ecolab installiert. „Wir sind damit sehr zufrieden gewesen. Aber inzwischen entspricht sie nicht mehr dem neuesten technischen Stand, auch in puncto Sicherheit“, erzählt Müller. Darüber hinaus überlegte er, die Waschchemie von Pulver auf flüssige Chemie umzustellen. „Flüssige Komponenten erlauben eine höhere Präzision in der Dosierung. Dies ist wiederum für eine gleichbleibend hohe Qualität notwendig und letztendlich auch, um Kosten zu optimieren“, unterstreicht der Geschäftsführer. Mit der Investition in eine neue Ecolab-Dosieranlage wurde auch gleichzeitig das Datenmanagementsystem H.E.L.M.S. 5 installiert. „Neben der Validierung sämtlicher Waschprozesse ist gerade die Kompatibilität mit unserer Jensen-Senking-Taktwaschanlage ein entscheidender Vorteil dieses Datenmanagementsystems“, sagt Müller. „In der Vergangenheit mussten wir die Chemieverbräuche und viele andere Daten mit hohem Aufwand ermitteln. Jetzt werden sämtliche Prozesse maschinenlesbar abgebildet, sowohl numerisch als auch grafisch.“ Auch die Waschschleudermaschinen wurden auf Flüssigchemie umgestellt und an das intelligente System angeschlossen. „Neben perfekter Sauberkeit ist insbesondere auch die gütezeichenrelevante Keimarmut gesichert“, sagt der Geschäftsführer. Diese könne auch anhand der elektronischen Dokumentation jederzeit belegt werden. „Im Vergleich zu früher haben wir einen deutlich besseren Informationsstand bei spürbar weniger Aufwand“, vergleicht Müller.

Prozessüberwachung in Echtzeit

H.E.L.M.S. 5 zeichnet alle wichtigen Parameter jedes Waschprozesses auf. Dadurch werden sämtliche Verbräuche von Wasser, Energie und Chemie elektronisch dokumentiert. Im Fall einer fraglichen Reklamation etwa ist die korrekte Bearbeitung der Wäsche anhand des Protokolls nachweisbar. Ebenso kann der Unternehmer bei der Akquise von Neukunden mit optimaler Prozesssicherheit punkten. „Viele Reklamationen oder Nachwäschen sind jetzt vermeidbar, weil durch die Echtzeitprozessüberwachung Fehler sofort erkannt und von der Steuerung an das System übermittelt werden“, erläutert Müller. Ferner können er selbst oder verantwortliche Mitarbeiter dank der Onlineerfassung in der Waschstraße, den Waschschleudermaschinen und Dosiergeräten jederzeit die aktuell ablaufenden Prozesse visualisieren.

Hohe Betreuungssicherheit

Ein weiteres Plus des Datenmanagmentsystems ist die Überwachung der Abwasserbelastung: „Das neue System gewährleistet diesbezüglich erheblich mehr Sicherheit als die aufwendigen Überwachungsmaßnahmen, die in der Vergangenheit notwendig waren“, so der Geschäftsführer. Die neue Dosieranlage benötigt zwar etwas mehr Stellfläche. Die Sicherheitsstandards und somit auch der Arbeitsschutz seien jedoch erheblich verbessert worden. Darüber hinaus ist bei Bedarf auch eine Erweiterung der Anlage möglich. „Zurzeit verwenden wir zehn verschiedene Chemieprodukte von Ecolab, die jeweils zu prozessspezifischen Lösungen zusammengestellt werden“, sagt Müller. Die im Betrieb angewandten Waschverfahren wurden in Zusammenarbeit mit Verfahrenstechnikern von Ecolab entwickelt. Damit Produktionsausfälle im Fall einer technischen Störung vermieden werden, gewährleistet Ecolab seinen Kunden nach Unternehmensangaben rund um die Uhr Betreuungssicherheit. Müller weiß aus Erfahrung: „Viele Probleme können über die Hotline oder einen autorisierten Onlinezugriff gelöst werden.“