Der Wäschedienst Heinze bietet eine hohe Qualität, die sich längst in ganz Düsseldorf rumgesprochen hat. Der Bekanntheitsgrad des Unternehmens entstand u.a. durch die Kooperation mit verschiedenen Sportvereinen: Pflege der Ausrüstung gegen Bandenwerbung im Stadion.

3 Strahlend weiße Wäsche, wehend auf der Wäscheleine. Im Hintergrund blauer Sommerhimmel. Es erscheint ein Baby unter einem weißen Frottierhandtuch. Jetzt taucht die Wäscheleine wieder auf – an ihr hängen nun Schuller, der Himmel zeigt leichte Wolken. Bereits die Bilder auf der Website des Wäschedienstes Heinze in Düsseldorf lassen die Philosophie des Unternehmens erahnen: Reinheit, Qualität und Zuverlässigkeit. „In einer Stadt wie Düsseldorf muss man sich von der Masse abheben, um erfolgreich zu sein“, sagt Wolfgang Heinze, Inhaber des Wäschedienstes Heinze. „Wir hatten nie den Anspruch, uns zu einer Großwäscherei zu entwickeln. Unser Konzept ist, genau den Service anzubieten, den Großwäschereien nicht oder nur schwer leisten können“, erklärt der Unternehmer, der durch einen Studentenjob in der Heißmangel in die Branche hereingeschnuppert hat und dort hängengeblieben ist.
Auch wenn Heinze sein Chemiestudium nicht ganz abgeschlossen hat, so kommt es ihm doch zugute. Heinze startete 1982 nach der Übernahme der Heißmangel, in der er nebenbei als Fahrer tätig war, sein Unternehmen zunächst in einer Doppelgarage. Später zog er in die Räumlichkeiten in der Ulmenstraße um. Dort liegt die Wäscherei im Herzen des Düsseldorfer Stadtteils Derendorf, einem Viertel im Wandel: Früher stark von der Industrie wie der Schlösser-Brauerei und Rheinmetall geprägt, ist das Viertel heute aufgrund der guten Infrastruktur und der Nähe zum Zentrum als Wohnstandort beliebt. Kürzlich feierte Heinze dort mit seinen sieben Vollzeitkräften und Sohn Jonas, der nach abgeschlossenem Studium der Betriebswirtschaft mittlerweile auch mit im Geschäft ist, das 35. Betriebsjubiläum.
Düsseldorf: Ein Standort mit Potenzial
Die auf den Kunden exakt zugeschnittene Leistung ist die Stärke des Wäschedienstes Heinze. „Jeder Kunde bekommt seine Wäsche z.B. genau so gefaltet, wie er es haben möchte“, erklärt der Geschäftsführer. Der Aufwand ist zwar groß, die Qualität der Leistung dafür aber hoch. Restaurants, Hotels sowie anspruchsvolle Privathaushalte schätzen dies. Zwar wird ein derartiger Service nicht überall angenommen und der Preis für die individuelle Leistung gezahlt, Düsseldorf sei jedoch ein Standort mit entsprechendem Potenzial: Die passenden Kunden sind laut Heinze vorhanden, die Leistung werde nachgefragt. Der Unternehmer hat diese Marktlücke entdeckt und geschlossen. Für diesen maßgeschneiderten Service sei er in Düsseldorf bekannt.
Durch eine gute Vernetzung mit Kollegen kann er darüber hinaus noch einen zusätzlichen Service anbieten. Heinze arbeitet ebenso mit Unternehmen zusammen, die in Bezug auf die Hygiene zertifiziert sind, wie mit Textilreinigungen, die die Pflege in Perchlorethylen anbieten. Ein eigener Lieferservice gehört ebenfalls zu seinem Unternehmen. Vier Wagen des Wäschedienstes sind ständig in Düsseldorf und Umgebung unterwegs.
Stadionsprecher wirbt für Wäscherei
Dass Heinze schnell für seine Leistungen, den hohen Qualitätsstandard und seinen schnellen, pünktlichen und zuverlässigen eigenen Lieferservice bekannt wurde, kommt nicht von ungefähr. Heinze ist seit jeher eng mit den Sportvereinen der Stadt verbunden, ganz nach dem Motto: Eine Hand wäscht die andere! Gratispflege der Sportausrüstungen gegen Werbung im Stadion bzw. der Sporthalle. So nahm die Wäscherei z.B. dem American-Football-Team Rhein Fire bis zu dessen Auflösung im Jahre 2007 die Wäsche der Ausrüstung ab. Als Gegenleistung gab es kostenlose Bandenwerbung. Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft, die DEG, bedankte sich mit Werbung, die in Form von Sprüchen über den Stadionsprecher kundgetan wurde. Das Stadion bebt und alle Fans antworten auf die Ansage des Sprechers „Wäschedienst“ mit „Heinze“. Sich der verschmutzten Trikots anzunehmen, war jedoch auch eine große Herausforderung, meint Heinze. Die Verfleckungen insbesondere in den Trikots des American-Football-Teams waren doch „speziell“. Heute beschränkt sich die Wäscherei auf das Sponsoring der lokalen Vereine und wäscht z.B. die Bettwäsche des Düsseldorfer Tischtennisleistungszentrums. Trikots findet man nicht mehr so häufig im Wäscheberg in der Derendorfer Ulmenstraße. Heinzes Engagement im Sportbereich ist aber weiterhin groß.
Fluch und Segen des Internets
Bereits seit Anfang der 1980er Jahre pflegt Heinze nicht nur Wäsche, sondern auch die entsprechenden Daten des Wäschedienstes. Angefangen hat er 1985 mit einem Commodore 64, kurz C64, einem 8-Bit-Heimcomputer mit 64 kB Arbeitsspeicher. Heutzutage ist ein so kleiner Arbeitsspeicher kaum noch vorstellbar. Damals war die Technik jedoch revolutionär und Heinze mit deren Einsatz ein Vorreiter in der Branche. Fast 40 Jahre später ist die digitale Datenpflege noch immer nicht in allen Wäschereien angekommen – ebenso wenig wie die Präsenz einer Internetseite. Die Website des Wäschedienstes Heinze ist am PC lesbar und auf mobile Endgeräte abgestimmt. Das ist Heinze wichtig. Alles andere ist laut dem Geschäftsführer nicht mehr zeitgemäß – wohl wissend, dass die Textilpflegebranche diesbezüglich noch etwas anders tickt. Der Wäschedienst Heinze war nach Unternehmensangaben eine der ersten Wäschereien mit eigener Internetseite. Dies sei allein schon wichtig, um den Markt online zu beobachten, so der Inhaber. Einen Fluch sieht er jedoch in der zunehmenden Flut von Rabattaktionen, die es über diverse Portale auch für Leistungen der Wäscherei gibt. Da macht er nicht mit, er beobachtet das eher kritisch.
Die Zeichen der Zeit beachten
Als weiteres Zeichen der Zeit sieht Heinze das Thema Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt aufgrund seiner über 20-jährigen Tätigkeit in der Kommunalpolitik bei den „Grünen“ und sicher auch wegen der allgemeinen Marktanforderungen legt er in seinem Betrieb Wert auf energiesparende und umweltschonende Prozesse. Sein Maschinenpark ist entsprechend mit neuster Technik bestückt. Er setzt dabei auf ein kleines Trommelvolumen von 10 kg. Damit wird er seinem Wäscheaufkommen und der sortenreinen Pflege am ehesten gerecht. Heinze verwendet zudem keine Chlorbleiche. Mit dem Einsatz von Sauerstoffbleiche können die Kundenbedürfnisse vollkommen erfüllt und seinem ökologischen Bewusstsein entsprochen werden, so Heinze.
Sein Sohn ist nicht nur diesbezüglich mit ihm auf gleicher Linie. Er wird hoffentlich die Wäscherei noch lange mit Erfolg weiterführen, selbst wenn der Firmengründer sich eines Tages zur Ruhe setzt. Auch das gibt Heinze ein gutes Gefühl: Bereits frühzeitig einen Nachfolger zu haben, sei heutzutage nicht selbstverständlich, vor allem in der Textilpflegebranche.
Infos: www.waeschedienst-heinze.de