Zweifaches Jubiläum in der Wäscherei Helbig in Markkleeberg Erfolgreich seit vier Generationen

Gleich ein zweifaches Jubiläum wurde am 2. Juli 2016 auf dem Sommerfest der Wäscherei Helbig GmbH in Markkleeberg begangen: Vor 115 Jahren ist der Betrieb durch Minna Helbig in Gröbern bei Leipzig ­gegründet worden. 25 Jahre sind seit der erneuten Privatisierung der zwischenzeitlich verstaatlichten Wäscherei von Manfred Helbig vergangen. RWTextilservice war bei der Jubiläumsfeier dabei.

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    Jubiläumsfest bei der Wäscherei Helbig in Markkleeberg: Vor den Feierlichkeiten ­hatten die Gäste Gelegenheit, die moderne Produk­tion zu besich­tigen. Hier werden täglich mehr als 20 t Wäsche auf­bereitet. Foto: Wylegalla
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    Beate Fahrner-Kampe und Ehemann Frank Kampe (Mitte) leiten den traditionsreichen Familienbetrieb in vierter Generation. Dabei werden sie von Sohn Ronnie Fahrner und Tochter Samantha Kampe (außen) unterstützt. Foto: André Burkert

3 „Sind 25 Jahre und 115 Jahre eine lange oder eine kurze Zeit?“ Mit dieser Frage eröffnete Beate Fahrner-Kampe, die den Familienbetrieb der Wäscherei Helbig in vierter Generation leitet, ihre Begrüßungsansprache an die Belegschaft mit 130 Mitarbeitern sowie zahlreiche Geschäftspartner, Kunden und Politiker. Schaue man auf die rasanten technischen Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten zurück, seien 115 Jahre nur ein kurzer Zeitraum. Damals hätte man wohl vieles, was heute möglich ist, noch für böse Krankheiten gehalten. „Die Modernisierung brauchen wir aber“, unterstrich die Geschäftsführerin. Ebenso seien ein festes Fundament, feste Strukturen und Verantwortung notwendig. Erinnerungen würden Identität und Bindung schaffen. „Nur wenn wir wissen, woher wir kommen, können wir uns den Forderungen stellen“, gab Beate Fahrner-Kampe zu bedenken und zitierte den britischen Komponisten Benjamin Britten (1913–1976): „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man wieder zurück.“

Dies gelte auch für die Wäscherei Helbig GmbH: „Schauen wir auf unsere Matratzenwaschmaschine als weltweite Neuheit und zurück aufs Waschbrett, stellen wir fest, dass wir schon eine ganze Strecke gerudert sind“, so die Geschäftsführerin. Dieser Erfolg sei nicht zuletzt den Mitarbeitern zu verdanken, die täglich in zwei Schichten mit modernster Technik mehr als 20 t Wäsche für Seniorenheime und Hotels sowie Berufsbekleidung pflegen. Auch bedankte sie sich bei ihrem Ehemann Frank Kampe sowie Sohn Ronnie Fahrner und Tochter Samantha Kampe, die eines Tages die Unternehmensleitung in fünfter Generation übernehmen werden, für deren Unterstützung.

Der Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg, Karsten Schütze, erinnerte in seiner Laudatio an die Zeit unmittelbar nach der Wende, als der Textilreinigermeister Manfred Helbig aus Freudenstadt in seine Heimat zurückkehrte und hier mit hohem Risiko viel Geld investierte, um unter privatem Engagement die zu DDR-Zeiten nach Markkleeberg übergesiedelte Wäscherei wieder aufzubauen. Eine Leistung, die höchsten Respekt verdiene, so das Stadtoberhaupt.

Das Sommerfest war für die Unternehmerfamilie auch gegebener Anlass, langjährigen Mitarbeitern Dank für ihre Betriebstreue und ihr Engagement auszusprechen: Vier Beschäftigte wurden für zehnjährige, eine Kollegin für zwanzigjährige und zwei weitere Mitarbeiterinnen für 25-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt. Ebenfalls seit 25 Jahren dabei ist Betriebsleiter Volkmar Hofmann, der demnächst in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Und nicht zuletzt stand auch der gute Zweck im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. So konnte die Wäscherei Helbig dank großzügiger Spenden ihrer Gäste mehr als 3.500 Euro an das Kinderhospiz Bärenherz e.V. in Markkleeberg überreichen.

Infos: www.waescherei-helbig.de

www.waescherei-helbig.de