DBL-Pressekonferenz Erfolgsgeschichte im Verbund

Der Verbund Deutsche Berufskleider-Leasing verzeichnet seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Der Zuwachs geht auf eine positive Entwicklung über sämtliche Produktgruppen und Branchen zurück. Doch jeder Partnerbetrieb hat regionale Schwerpunkte, wie sich auf der diesjährigen Pressekonferenz des Verbundes zeigte.

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    Anlässlich der diesjährigen DBL-Pressekonferenz gab Geschäftsführer Urs Raschle die positive Entwicklung des Verbunds bekannt.
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    Modische Aspekte rücken neben Tragekomfort, Sicherheit und Funktion stärker in den Blickpunkt der DBL-Kunden. Kollektionen mit BiColor-Optiken ermöglichen eine Umsetzung des Corporate Designs. Fotos: DBL

Erfolgsgeschichte im Verbund

Gründe zum Feiern gab es gleich mehrere: Aufgrund eines Jubiläums fand die diesjährige Pressekonferenz des DBL-Verbunds am 7. März 2013 bei der W. Marwitz Textilpflege in Lüneburg statt: Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 190-jähriges Bestehen (siehe Kasten). Im Rahmen der Pressekonferenz hatten die Verantwortlichen des Verbundes erfreuliche Neuigkeiten zu verkünden. So hat der DBL-Verbund seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen. Grund hierfür seien vor allem die Entwicklungen in den verschiedenen Branchen und Produktgruppen.

Die Umsatzsteigerung beim DBL-Verbund betrug im Jahr 2012 über alle Bereiche 6,68 Prozent. So gab es Urs Raschle, Geschäftsführer Strategie und Recht, bekannt: „Während wir im Geschäftsjahr 2011 als Verbund einen Umsatz von 213,15 Millionen Euro verzeichneten, weisen wir für den Vergleichszeitraum 2012 bereits eine Summe von 227,40 Millionen Euro aus.“ Damit hat sich bei dem Verbund rechtlich unabhängiger und wirtschaftlich selbstständiger Unternehmen der Aufwärtstrend für Mietberufsbekleidung, -wäsche und -matten fortgesetzt. Seit Jahren wachsen die Umsätze in ähnlichem Umfang. Eine Ausnahme machte das Folgejahr der Wirtschaftskrise. Als andere Industrien mit einem deutlichen Auftragsrückgang fertig werden mussten, kletterten bei der DBL die Umsätze immerhin noch um 0,6 Prozent. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein „Zirndorf-Phänomen“. Die mehrjährige Vertragslaufzeit im Mietservice hat die gesamte Branche vor einem Einbruch bewahrt.

Gefragter Mietservice

Die positive Geschäftsentwicklung führt die DBL auf verschiedene Faktoren zurück. Eine Ursache ist die zunehmende Akzeptanz für den textilen Mietservice in der Generation der Jungunternehmer und Unternehmensnachfolger. Sie sind der Dienstleistung gegen-über offener als die Inhaber von „altem Schlag“. Beim Übergang der Unternehmensleitung von den Senioren zu den Junioren erfolgt daher nicht selten ein Wechsel von der Do-it-yourself-Lösung zum textilen Mietservice. Ein weiterer Grund für den Erfolg der zwölf Verbundpartner ist dem wachsenden Wunsch nach einer unternehmenseigenen Corporate Fashion geschuldet. Darüber hinaus hat eine rapide gewachsene Zahl von Arbeitsplätzen, an denen normgerechte Schutz- oder hygienisch einwandfreie Berufsbekleidung getragen werden muss, für weiteren Auftrieb gesorgt.

Regionale Unterschiede

Wachstum hat aber auch das Geschäft mit den Mietfußmatten gebracht. Der Umsatz mit den überwiegend in Standardfarbtönen gelieferten Matten stieg im Jahr 2012 um 6,15 Prozent und erreichte ein Volumen von knapp 15 Millionen Euro. Die Geschäftsleitung erwartet auch in den kommenden Jahren weitere Steigerungsraten. Sie soll unter anderem auf die Vermietung von individuell gestalteten Matten zurückgehen. Auch das Segment der Mietwäsche hat gut abgeschnitten. Obschon Hoteltextilien nur von sieben der insgesamt zwölf Partner angeboten werden, stieg der Umsatz im Jahr 2012 auf fast 24 Millionen Euro, was einem Zuwachs von knapp fünf Prozent entspricht. DBL-Miettextilien sind über alle Branchen verteilt. Schwerpunkte bilden Gastronomie und Gesundheitswesen, Lebensmittelherstellung, Bau- und Ausbaugewerbe, Chemie- und Pharmaindustrie, Metallbearbeitung und Werkstätten. Trotzdem gibt es in jedem Partnerbetrieb eine regionale Prägung. Bei W. Marwitz Textilpflege hat beispielsweise die Nähe zur Metropolregion Hamburg und Ferienregion Lüneburger Heide einen positiven Einfluss auf die Vermietung von Hotelwäsche. Außerdem ist der diesjährige Gastgeber der Pressekonferenz seit Jahrzehnten im Sanitär-, Heizungs-, Klimagewerbe mit Berufsbekleidung stark vertreten. Eine weitere wichtige Kundengruppe stellen Dachdecker und mittelständische Elektro-Unternehmen dar. Doch auch wenn traditionell enge Bande zwischen dem Dienstleistungsunternehmen und seinen Kunden bestehen, kann sich Marwitz nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Das Unternehmen reagiert immer wieder auf die Anforderungen des Marktes und kann daher in diesem Jahr seinen 190. Geburtstag feiern. Zu den Trends der Neuzeit gehört nach den Erfahrungen des Marwitz-Geschäftsführers Dirk Hischemöller ein zunehmendes Sicherheitsbedürfnis in der mittelständischen Industrie. Betriebsunfällen beugt man dort zunehmend mit fachgerechter Schutzbekleidung vor.

Gespür für den Markt

Eine weitere Tendenz zeichnet sich hinsichtlich der Unbedenklichkeit von Textilien ab. Zum einen spielt der Öko-Tex Standard 100 für viele Kunden eine immer wichtigere Rolle. Sie fordern das Prüfzertifikat bereits vor der Vertragsunterzeichnung. Es ist aber auch eine wichtige Argumentationshilfe, wenn Hautirritationen bei Mitarbeitern auftreten. Zum anderen hat die öffentliche Nachhaltigkeitsdiskussion das Bewusstsein für „saubere“, also sozial und ökologisch vertretbare Textilien gestärkt. Allerdings sind es ausschließlich Großkunden, deren Einkaufsabteilungen eine entsprechende Selbstverpflichtung des DBL-Betriebs einfordern. Die Unterzeichnung eines „Code of Conducts“ gehört zum Vertragsbestandteil für den textilen Mietservice.

Mit der Zeit zu gehen, bedeutet für den DBL-Verbund außerdem ein attraktives Berufsbekleidungsangebot. Modische Aspekte rücken neben Tragekomfort, Sicherheit und Funktion stärker in den Blickpunkt der Kunden. Daher hat die Gruppe zwei neue Kollektionen in ihr Dienstleistungsportfolio aufgenommen. Die BiColor-Optik der Linien spricht den modebewussten Mitarbeiter an, ihre Variantenvielfalt ermöglicht die Darstellung des Corporate Designs der Kunden. Dipl.-Ing. Sabine Anton-Katzenbach

www.dbl.dewww.dbl-marwitz.de