Plank Textilpflege in Offenburg GreenEarth schlägt Per – meistens

Peter Rubi, Geschäftsführer der Plank Textilpflege, plante sein Projekt, vier Per-Textilreinigungs­maschinen zu ersetzen, akkurat: Probemaschinen testen, Verbrauchskosten vergleichen, ­Textilreiniger­kollegen befragen. Das Ergebnis: Eine Maschine läuft weiter mit Per – und drei mit dem alternativen Lösungsmittel GreenEarth. Wir haben den Zentralbetrieb in Offenburg besucht.

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    Peter Rubi, Geschäftsführer der Plank Textilpflege in Offenburg, setzt bei seinen Waschschleudermaschinen auf Flüssigwaschmittel, das automatisch dosiert wird. Fotos: Dehn
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    Mit dem 2012 installierten Warenwirtschaftssystem kann Inhaber Peter Rubi jedes Textil im Produktionsprozess verfolgen, Arbeitsabläufe besser strukturieren und Fehlerquellen minimieren.
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    Um die Qualität der gereinigten Textilien zu kontrollieren, arbeitet Peter Rubi selbst jeden Arbeitstag an einer der drei Arbeitsstationen in der Nachdetachur.
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    2015 erneuerte Inhaber Peter Rubi seine Textilreinigungsmaschinen, mit denen er auch Berufsbekleidung für die Polizei reinigt. Aus vier Geräten mit Per wurden drei mit GreenEarth – und eine mit Per.
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    Rund 26.000 Hemden monatlich werden unter anderem von Mit­arbeiterin Galia Eberhardt am Hemdenfinisher in dem Offenburger Zentralbetrieb der Plank Textilpflege bearbeitet.

3 Peter Rubi sitzt am Besprechungstisch in seinem Büro. Hinter ihm glänzt ein golden schimmerndes Schild mit der Aufschrift: „Plank Textilpflege – gegründet 1820.“ Der Inhaber der Plank Textilpflege berichtet bei unserem Vor-Ort-Besuch in Offenburg neben der Vergangenheit auch über aktuelle Projekte.

„Ich führe den Familienbetrieb in der siebten Generation“, sagt der Textilreinigermeister. Vor 25 Jahren hat er das Unternehmen von seinem Vater übernommen. In einem Gewerbegebiet am Ortsrand von Offenburg befindet sich der Zentralbetrieb. Das Unternehmen hat zehn Filialen und rund 70 Annahmestellen. Auch am Hauptsitz können Kunden ihre Ware abgeben. Das Einzugsgebiet der Plank Textilpflege erstreckt sich entlang des Rheintals: Von Freiburg im Süden bis nach Karlsruhe im Norden – von der französischen Grenze im Westen bis zu den Ausläufern des Schwarzwalds im Osten. Das erfordert eine effiziente Logistik – ­intern wie extern.

Warenwirtschaftssystem reduziert Fehler

Seit 2012 setzt Peter Rubi in seinem Betrieb ein Warenwirtschaftssystem ein, das ein externer Programmierer installierte. Von der Annahme und Erfassung der Textilien und dem Patchen sowie dem Transport über den Belegdruck bis zur Auslieferung umfasst das Warenwirtschaftssystem den ganzen Produktionsablauf. Der Inhaber ist mit dem System zufrieden und betont: „Überall, wo ein Fehler gemacht werden kann, passiert er mittelfristig.“ Das eingesetzte Warenwirtschaftssystem trage dazu bei, die Arbeitsabläufe zu strukturieren und die Fehlerquellen zu minimieren.

70 Mitarbeiter beschäftigt Peter Rubi in Voll- und Teilzeit, darunter sind neben ihm drei gelernte Textilreiniger. In seinen 25 Jahren als Inhaber hat er acht Textilreiniger ausgebildet, eine Textilreinigerin arbeitet noch im Betrieb. Angesprochen auf die Ausbildungssituation im Textilreinigerhandwerk stellt Peter Rubi klar: „Liebend gerne würde ich meinen eigenen Textilreinigernachwuchs ausbilden.“ Dafür hat der selbsternannte „Einzelkämpfer“ bereits offensiv Schulen angesprochen, sich nach möglichen Auszubildenden erkundigt und um diese geworben. Ohne Resonanz, bedauert der Inhaber, fügt aber hinzu: „Wenn sich ein geeigneter Bewerber meldet, ist er herzlich willkommen.“ Nur aktiv will er sich momentan nicht mehr um Auszubildende bemühen.

Es gibt allerdings im Betrieb noch Fachkräfte aus der Zeit, als sein Vater Inhaber war – wenn es auch im Laufe der Zeit weniger werden. Vor kurzem habe Peter Rubi zum Beispiel nach 48 Jahren Betriebszugehörigkeit eine Mitarbeiterin in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Die Schulung seiner Mitarbeiter ist dem Inhaber wichtig. Dafür waren schon Berater seines Waschmittellieferanten Seitz und seines Reinigungsmaschinenherstellers Multimatic im Betrieb und gaben seinen Mitarbeitern praxisnahe Fortbildungen.

Hänsel und Gretel in der Textilpflege

Die Plank Textilpflege arbeitet nicht nur für ihre Kunden, sondern auch als Dienstleister für andere Wäschereien und übernimmt für diese beispielsweise die Hemdenreinigung. Der Offenburger Zentralbetrieb mit circa 30 Mitarbeitern bearbeitet rund 20.000 Hemden pro Monat – dazu kommen noch einmal 6.000 bis 8.000 Hemden monatlich aus der Kur- und Festspielstadt Baden-Baden.

Mit einem Staatstheater aus dem Umkreis gewann Peter Rubi kürzlich einen neuen Kunden. Derzeit reinigt die Plank Textilpflege für das Theater die Kostüme für das Drama Macbeth von Shakespeare und das Märchenspiel Hänsel und Gretel. Die Bühnengarderobe hängt dicht an dicht an einer Kleiderstange. Hier und da glitzern Knöpfe und Muster hervor – keine einfach zu reinigende Standardgarderobe.

Testmaschine mit GreenEarth überzeugt

Bis 2015 arbeitete der Betrieb in der Textilpflege mit vier Per-Reinigungsmaschinen. Peter Rubi wollte seine Textilreinigungsmaschinen auf den neuesten Stand bringen und informierte sich dabei gezielt über Alternativen zu den Lösungsmitteln Per und KWL. Dafür ließ er sich Per- und GreenEarth-Maschinen von mehreren Herstellern probeweise in seinem Betrieb aufstellen. Der Inhaber untersuchte die Kostenfaktoren: Den Anschaffungspreis, den Stromverbrauch pro Charge, den Wartungsaufwand und den Lösungsmitteleinsatz. Zudem hörte sich der Textilreinigermeister in anderen Textilpflegebetrieben um, die bereits GreenEarth einsetzen. Er habe ausschließlich Positives gehört, fasst Peter Rubi zusammen. Die guten Erfahrungen seiner Kollegen bestärkten Peter Rubi in seiner Entscheidung, ebenfalls GreenEarth zu verwenden. Der Vergleich seiner bisherigen Per-Reinigungsmaschinen mit der Auswertung mehrerer GreenEarth-Maschinen gab ihm recht: Der Stromverbrauch sei zwar etwas höher, der Lösungsmittelverbrauch dafür geringer.

Statt vier Per-Reinigungsmaschinen nutzt Peter Rubi nun drei „Piccola“ von Multimatic mit GreenEarth und eine „Basic“ mit Per. Der Inhaber ist zufrieden mit seiner Entscheidung. Die Chargenzusammensetzung habe sich durch GreenEarth vereinfacht: „Helle und dunkle Bekleidung lässt sich zusammen in einer Charge reinigen.“ Das verringere wiederum die Fehlermöglichkeiten. Zudem seien die Textilien mit GreenEarth weicher und würden weniger knittern, was wiederum den Finishaufwand verringere. Nicht zuletzt sei GreenEarth nicht giftig und damit gegenüber Vorbehalten von Verbrauchern unbelastet. Nach eigenen Angaben verwendet der Hersteller GreenEarth Cleaning aus dem US-Bundesstaat Missouri für GreenEarth Silikon, das aus verflüssigtem Sand gewonnen wird. Nach der Freisetzung in die Umwelt breche das Mittel in die drei natürlichen Elemente Sand, Wasser und Kohlendioxid aus. In 99 Prozent aller Fälle ist die Reinigungswirkung von GreenEarth in der Praxis mit der von Per vergleichbar, sagt Peter Rubi. Seit der Umstellung nutzt der Textilreinigermeister deshalb meist das Lösungsmittel GreenEarth. Dennoch schränkt er ein, dass er für seine Kunden aus der Industrie und dem Handwerk nicht gänzlich auf Per verzichten kann. „Die Entfettungskraft beispielsweise bei Arbeitshandschuhen ist mit Per besser“, berichtet der erfahrene Textilreiniger.

Als Textilreiniger um die Welt

Bevor Peter Rubi vor 25 Jahren den Familienbetrieb von seinem Vater übernahm, verbrachte er Gesellenjahre im Ausland. Nach seiner Ausbildung zum Textilreiniger bei der Wolfsperger Textilpflege in Emmendingen arbeitete er zwei Jahre als Wäschereileiter in Gstaad in der Schweiz. Auch in den USA sammelte er Erfahrungen in der Textilpflegebranche. In Deutschland war er unter anderem in Stuttgart tätig. Ab 1988 dann in der Bundeshauptstadt. Berlin 1989 – der Fall der Mauer. Peter Rubi erinnert sich an die Wende: „Ich hätte mir für Berlin keine spannendere Zeit aussuchen können.“

Heute verbringt Peter Rubi in seinem Textilpflegebetrieb mehrere Stunden seiner täglichen Arbeitszeit mit dem Nachdetachieren, um seinen Qualitätsanspruch sicherzustellen. Die Nachdetachur hat den Charme einer Werkstatt. An den drei Arbeitsplätzen stehen die Flaschen mit den verschiedenen Fleckenentfernern für die Detachur bereit. Für gutes Licht an den Arbeitstischen sorgen ­Neonröhren, die an Ketten von der Decke hängen.

Nachdem das Projekt mit der Anschaffung von drei GreenEarth-Maschinen erfolgreich bewältigt ist, hat der Inhaber für 2017 neue Pläne: Kassentechnik modernisieren und drei Filialen renovieren. Derzeit erkundigt er sich bei Anbietern von Kassensystemen, holt Angebote ein und vergleicht. Peter Rubi erzählt abschließend, er informiere sich ausführlich, bevor er in seiner Textilpflege eine Entscheidung fälle, und lächelt – „zum Leidwesen meiner Lieferanten“. Der Inhaber der Plank Textilpflege ist zufrieden: „Im Nachhinein habe ich keine Entscheidung bereut.“ Beste Voraussetzungen dafür, dass die Geschichte der Plank Textilpflege in ­Offenburg weitergeht. Felix Dehn

Infos: www.plank-reinigung.de

www.plank-reinigung.de