Durch die Installation einer neuen Dosieranlage und die Umstellung von pulverförmigen Waschmitteln auf flüssige Waschchemie wurden bei der ALSCO Berufskleidungs-Service GmbH in der Merseburger Niederlassung die Produktionskosten pro Kilogramm Ware deutlich gesenkt.

3 In der Merseburger Niederlassung der ALSCO Berufskleidungs-Service GmbH sind die Maschinen nur ausnahmsweise an Wochenenden in Betrieb. Eine dieser Ausnahmen waren der 12. und 13. Juli. Dieses Mal wurde allerdings nicht gewaschen, sondern Mitarbeiter der BurnusHychem GmbH installierten eine neue Dosieranlage. Niederlassungsleiter Marko Noack erinnert sich noch gut an die Betriebsamkeit bis zum späten Sonntagabend: „Es ging nicht nur darum, die alte Anlage zu demontieren und die neue zu installieren. Den größten Aufwand erforderten die Feinjustierung der Prozesssteuerung und das Einwaschen der Maschinen. Bis zum Schichtbeginn am Montag früh sollte der Betrieb wieder wie gewohnt laufen.“
Die bisherige Dosieranlage von BurnusHychem hat Penta-Basis als Hauptwaschmittel sowie die programmgemäßen Komponenten dosiert. Die Neuinvestition erfolgte, um Betriebskosten einzusparen. „Merseburg ist die vierte ALSCO-Niederlassung, in der die Produktionsprozesse auf die flüssigen Hauptwaschmittel Liquisan A (Stammansatz) und Liquisan B (gebrauchsfertiges Produkt) umgestellt worden sind“, so Marko Noack.
Voraussetzung dafür war die Installation einer neuen Dosieranlage „compact Line WE“ von BurnusHychem. „Früher haben sechs Schläuche die Maschinen mit Waschchemie versorgt. In der neuen Anlage erfolgt die Chemiezufuhr über einen einzigen Schlauch“, erläutert René Kittler, staatlich geprüfter Maschinenbautechniker und als technischer Leiter für den Maschinenpark verantwortlich. Auf diese Weise können bis zu elf Produkte an bis zu zehn Maschinen zugeführt werden. Eine Besonderheit an dieser Neuentwicklung ist die pneumatische Ventilsteuerung, die stromführende Kabel überflüssig macht und die Anwendungssicherheit verbessern soll.
Der Spezialventilblock, durch den sämtliche Waschmittelzugaben fließen, weist weder strömungsungünstige Kanten noch Toträume auf. Durch den ununterbrochenen Fluss ist ein vollständiges Ausspülen des Schlauchs gewährleistet. Vor jedem Dosiergang wird der Durchgang der Leitungswege zur Dosierstelle überprüft. Um Chemierückstände zu vermeiden, werden unmittelbar nach der Dosierung die Leitungen mit Wasser nachgespült.
Ein weiteres Plus ist die kompakte Konstruktion der Anlage. Infolge der Umstellung wurden bei ALSCO in Merseburg rund 4 m2 Stellfläche gewonnen. Vorbildlich ist auch die technische Betreuung durch den Lieferanten: „Während der gesamten Betriebsdauer der Anlage werden regelmäßig Prozesskontrollen zur Sicherstellung der Anlagenfunktionalität durch einen Servicetechniker von BurnusHychem durchgeführt“, erklärt Marko Noack.
Weißgrad und Hygiene
Der Hauptgrund für die Investition waren Überlegungen zur Senkung der Betriebskosten. „Unser Kostenoptimierungsansatz ging von einer Produktionskostensenkung von bis zu zwei Cent pro Kilogramm Ware aus. Für einen mittleren Betrieb bedeutet dies eine monatliche Kosteneinsparung zwischen 2.000 und 5.000 Euro“, unterstreicht Noack. Die Erfahrungen in anderen ALSCO-Niederlassungen hätten mittlerweile gezeigt, dass dieses Ziel erreichbar ist.
Die Waschergebnisse haben sich laut Noack indessen nicht zum Nachteil verändert. „Die Sauberkeit und insbesondere der Weißheitsgrad – ein vorwiegend von Kunden aus dem Lebensmittelbereich gefordertes Kriterium – entsprechen weiterhin
dem gewohnten Standard“, versichert er. Ebenso werde die Qualität von Hygienewäsche den RKI-Anforderungen gerecht.