Bei der Reinigung sensibler Objekte beginnt die Hygiene schon bei der sachgemäßen Pflege der Reinigungstextilien. Wichtig ist, die Hygienestandards für eine Wäsche der Wischbezüge zu erfüllen. Insbesondere die Pflege infektiöser Reinigungstextilien bedarf großer Aufmerksamkeit.

Hygiene für sensible Bereiche
Nicht nur sauber, sondern hygienisch rein muss es in sensiblen Bereichen des Gesundheitswesens, in Seniorenheimen, Hotels und lebensmittelverarbeitenden Betrieben sein. Dort verwendete Reinigungstextilien wie Wischbezüge müssen deshalb strikt nach vorgeschriebenen Hygienestandards aufbereitet werden. „Unser Betrieb hat erfolgreich ein Qualitätsmanagementsystem aufgebaut und wurde gemäß EN ISO 9001 und EN ISO 14001 zertifiziert. Die Einhaltung der Anforderungen an die Aufbereitung der Textilien ist mit den RAL-Gütezeichen 992/1, 992/2, 992/3 und 992/4 bestätigt. Daher bieten wir auch ideale Voraussetzungen für die Pflege von Reinigungstextilien für sensible Objekte“, erläutert Diplomkaufmann Bernd Hennecke, Prokurist und Leiter der Erfurter Niederlassung der Bardusch Textil Mietdienste GmbH.
Komplettservice und Einzelaufträge
In erster Linie wird Großkunden die Wäsche ihrer Reinigungstextilien im Rahmen eines Komplettservice von der Bekleidung bis hin zu Schmutzfangmatten angeboten. Darüber hinaus nimmt der Dienstleister aber auch Einzelaufträge für die Pflege von Wischbezügen, die in hygienisch sensiblen Objekten eingesetzt werden, entgegen. Hennecke erläutert: „Ab einer bestimmten Menge holen wir kundeneigene Teile ab und liefern sie nach einem bis zwei Tagen wieder aus.“ Um während und nach dem Waschprozess Verwechslungen auszuschließen, markieren die Kunden ihre Wischbezüge mit einem Zeichen, z.B. den Initialen ihres Unternehmens. Die Wischbezüge werden in geschlossenen Plastiksäcken im unreinen Bereich der Wäscherei angeliefert und dort direkt in eine Favorit-plus-800-Trennwandmaschine von Kannegiesser geschüttet. Das Waschprogramm entspricht den Ansprüchen an die desinfizierende Wäsche von Wischbezügen für hygienisch sensible Bereiche: Die Waschtemperatur beträgt 60 °C und die Kombination von „Majestic Maxima“ und „Peracid Forte“ von Christeyns wäscht aufgrund des hohen Phosphatanteils gründlich. Die rückfettenden Seifenanteile sollen vorschnellen Verschleiß der Fasern vermeiden. Im reinen Bereich werden die Teile mit einer Restfeuchte zwischen 50 und 60 Prozent entladen, getrocknet und anschließend per Sichtkontrolle sortiert. In infektiösen Bereichen benutzte Wischbezüge werden separat in verschlossenen, gut sichtbar gekennzeichneten Plastiksäcken angeliefert. Mit Schutzbekleidung und unter strenger Beachtung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen entladen die Mitarbeiter im unreinen Bereich die Wäsche ebenfalls direkt in die Maschine, um sie getrennt von nicht kontaminierten Posten desinfizierend nach den Anforderungen des § 18 Infektionsschutzgesetz zu waschen.Reinhard Wylegalla