Im Gespräch mit Mareike Berger, Ausbilderin bei der Buchholz Textilpflege Textilreiniger als Beruf: Jung, ambitioniert, top ausgebildet

"Man lernt nun mal am besten von den Besten", sagt Mareike Berger. Sie spricht in erster Linie von ihrem Chef. Der sieht es genauso. Deshalb legte Rainer Buchholz die Ausbildung seines Textilreiniger-Nachwuchses vertrauensvoll in die Hände seiner jungen und hochmotivierten Teamleiterin in der Textilreinigung.

Ein junges, ambitioniertes Team: Ausbilderin Mareike Berger (re.) unterstützt ihre Kollegin Sandra Brammen bei ihrem Weg zur erfolgreichen Textilreinigerin.
Ein junges, ambitioniertes Team: Ausbilderin Mareike Berger (re.) unterstützt ihre Kollegin Sandra Brammen bei ihrem Weg zur erfolgreichen Textilreinigerin. - © Buchholz

Mareike Berger ist 22 Jahre jung, hat sich im Bundesleistungswettbewerb 2016 als Vizesiegerin qualifiziert und liebt ihren Beruf. Ihr Chef, Rainer Buchholz, verlässt sich auf die fachliche und menschliche Kompetenz seiner Ausbilderin und stärkt ihr den Rücken. Vertrauen ist ein sicheres Fundament, auf dem sich Talent frei entfalten kann. So lautet sein Credo.

Wenn sein Expertenwissen gefragt ist oder er in letzter Instanz eine Entscheidung treffen muss, ist er jederzeit greifbar. Als Unternehmer und Vorgesetzter, der präsent ist und dennoch delegieren kann. Bei mehr als 80 Mitarbeitern gehe das gar nicht anders, kommentiert er.

Er agiere allerdings nicht nur aus der Notwendigkeit, sondern vor allem aus Überzeugung und mehr als 30-jähriger Branchenerfahrung. Mareike Berger bewundert sein, wie sie sagt, unfassbares Fachwissen. Was sie darüber hinaus am meisten schätzt, sind seine menschlichen Qualitäten. Rainer Buchholz sei nicht nur Chef, sondern so etwas wie ein guter Freund, den man alles fragen könne.

Plötzlich ist der Textilreiniger-Job spannend

Mareike Berger ist stolz auf das Unternehmen, für das sie arbeitet. Sie ist stolz auf die besondere Qualität, auf die Buchholz Wert legt und die für alle Mitarbeiter Leistungsstandard ist. Das entscheidende Quäntchen besser als alle anderen zu sein, spornt sie an. Dafür lohnt sich die Anstrengung, die am Ende gar keine ist, weil es einfach Spaß macht. So sieht es Mareike Berger.

Egal, wie viel zu tun ist: "Die Arbeit sehen, anfangen und zu Ende bringen", mit dieser Einstellung beginnt sie ihren Arbeitsalltag. Wer nicht anpacken kann, sei in der Textilpflege fehl am Platz. Jemand, der lieber eine sitzende Tätigkeit ausüben möchte, sollte vielleicht besser in ein Büro gehen. Wer allerdings Freude am Umgang mit Textilien habe und sich für deren Werterhalt interessiere, sollte unbedingt einmal ein Praktikum absolvieren, um sich ein eigenes Bild machen zu können.

Textilreiniger: Die Chemie stimmt

Genau das hatte sie getan. Was sie nach Beendigung ihrer Realschulzeit machen wollte, wusste sie nicht wirklich. Irgendetwas mit Schneiderei schwebte ihr vor. Nach einem zweiwöchigen Schnupperpraktikum in einem Textilpflegebetrieb, zu dem eine Schneiderei gehörte, war sie positiv überrascht. "Wie die meisten jungen Menschen hatte ich ja keine Vorstellung davon." Da sie sich schon in der Schule für Chemie interessierte, fand sie schnell einen Bezug zu diesem Aspekt in der Textilreinigung. Und plötzlich wurde die Ausbildung für sie richtig spannend.

Wenn sie heute jemand fragt, bringt sie es selbstbewusst auf den Punkt, dass Textilreiniger wesentlich mehr wissen und können als zu waschen und zu bügeln. Allerdings sollte die Bereitschaft, diese Tätigkeiten auszuüben, vorhanden sein. Denn rein theoretisch lasse sich ein Hemd natürlich nicht waschen oder gar perfekt bügeln. Am Ende sei Textilreinigung ein gründliches Handwerk, für das man eine ebenso gründliche Ausbildung brauche. Heute ist sie froh, dass sie sich für die umfassende, dreijährige Lehre in einer klassischen Textilreinigung in Hamburg entschieden hat, in der sie ihr Handwerk von der Pike auf erlernen konnte.

Nach ihrer erfolgreich absolvierten Gesellenprüfung machte sie dann eine Art Blitzkarriere. Einen Monat nach der bestandenen Prüfung startete sie im Hause Buchholz: am 1. September 2015. Rainer Buchholz hatte sie bereits als Prüfer an der Berufsschule in Neumünster kennengelernt; sein immenses Fachwissen begeisterte sie.

Die Chance, bei der Buchholz Textilpflege ihr Wissen ausbauen zu können und in einem, wie sie sagt, der besten Qualitätsbetriebe der Branche zu arbeiten, wollte sie unbedingt nutzen. "Es gibt wohl kaum einen Textilpflegebetrieb, der so vielfältig ist wie wir. Bei uns wird nicht einfach nur gereinigt oder gewaschen, wir sind Spezialisten in allen Bereichen. Ich konnte nach meiner Ausbildung noch so viel lernen, was ich bis dahin nur theoretisch in der Schule mitbekommen habe." Noch tiefer in die Materie einzusteigen, sich in allen Bereichen auszukennen und einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz zu haben, waren für sie gute Gründe, um von Hamburg nach Bad Oldesloe zu ziehen.

Leidenschaft zur Textilreinigung steckt an

Rainer Buchholz hatte die Talente der jungen Textilreinigerin bereits während der schulischen Ausbildung erkannt. Ihr Interesse an der Fachkunde, ihre Motivation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. "Wir alle wissen ja, dass es nicht unendlich viele junge Menschen gibt, die sich derart für die professionelle Textilpflege begeistern", kommentiert er. Ein echtes Interesse an diesem Beruf lasse sich nur bedingt fördern. "Wenn so gar keine Leidenschaft da ist, können wir die auch nicht herbeizaubern."

Wenn Rainer Buchholz von Leidenschaft spricht, kommt diese Energie an. Eine Antriebskraft, mit der er sein Unternehmen auf Erfolgskurs hält. Mareike Berger hat sich anstecken lassen und möchte diesen Impuls zur Weiterentwicklung nun an ihre Auszubildende im ersten Lehrjahr weitergeben, Sandra Brammen. Dazu gehört für sie auch das Gefühl, ein wichtiger Teil eines Unternehmens zu sein und durch die eigenen Leistungen zum Erfolg beizutragen. "Das war die erste, wichtige Erfahrung, die ich in meiner Ausbildung machen konnte." Davon ganz abgesehen seien die Ausbildungsbedingungen im Hause Buchholz ideal. "Bei uns können Lehrlinge einfach alles lernen, was sie wissen müssen, um später überall in der Branche arbeiten zu können."

Von der Auszubildenden zur Ausbilderin

Dass auch Sandra Brammen eines Tages zu den Besten gehöre, dafür wolle sie alles tun. Sie hätte gar nicht damit gerechnet, dass der Beruf die Gelegenheit dazu bieten würde, ihre "soziale Ader" zu leben. Die empathische junge Frau kann sich bestens in die Situation ihres Azubis hineinversetzen. Es sei ja noch nicht so lange her, dass sie selbst in der Situation war. "Wenn ich Sandra sehe, dann erinnere ich mich daran, wie ich angefangen habe." Sie möchte ihre junge Kollegin dabei unterstützen, selbst so schnell wie möglich eigenständig arbeiten zu können und Erfolgserlebnisse zu haben. Jeder im Hause Buchholz bekomme einen Vertrauensbonus und größtmögliche Anleitung.

Sie selbst hat vom ersten Tag an davon profitiert und konnte sich schnell als Teamleiterin der Textilreinigung profilieren. Darauf war sie genauso stolz wie auf das Angebot ihres Arbeitgebers, die Ausbildereignungsprüfung abzulegen, um den Nachwuchs für das Unternehmen auszubilden. Ohne zu zögern nahm sie die Herausforderung an. Als Zeichen der Wertschätzung und als Ansporn. Sie will etwas schaffen, nicht nur einen Job machen.

Für Sandra Brammen ist sie bereits ein leuchtendes Vorbild und die Ansprechpartnerin ihres Vertrauens: "Ich kann Mareike alles fragen und ich hoffe, ich bin eines Tages genauso gut wie sie." Sie sei vom Fachwissen und handwerklichen Können ihrer Ausbilderin beeindruckt und schaue sich viel davon ab: "Sie ist eine ganz Schlaue und hat immer ein offenes Ohr. So kann ich jeden Tag etwas lernen und weiterkommen."

Mareike Berger freut sich über das Feedback und über ihre Vorbildrolle. Aufgrund des geringen Altersunterschiedes sei die Zusammenarbeit allerdings locker und entspannt. "Ich bin ja noch nah dran, auch an der schulischen Ausbildung", erklärt sie, "und kenne sogar die meisten Lehrer. Da kann ich Sandra schon den einen oder anderen Tipp geben und ihr beim Lernen auf die Sprünge helfen." An Respekt mangelt es jedoch nicht. Auch dafür sorgt der Chef. Er möchte nicht nur, dass die Chemie stimmt, sondern auch eine ausgewogene Führung.

Selbstbestimmt in die Zukunft

Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken, ist für Rainer Buchholz die Basis seines unternehmerischen Erfolgs, der auf dem ausgeprägten Teamgeist seiner Mitarbeiter beruhe. Um Bestleistungen zu vollbringen, müssten die Menschen die Chance dazu bekommen. Wer sich ständig fremdbestimmt fühle, bemühe sich selten mehr als nötig. Und Sprüche wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" seien ja nun wirklich von gestern. Eine solche Einstellung sei in einer Branche, die sich ernsthaft um Nachwuchs und Fachkräfte bemühen müsse, vollkommen unangemessen.

Für Mareike Berger ist es ermutigend, wenn ihr Chef sagt: "Mareike schafft das schon!" Über ihre Zukunft müsse sie sich gerade keine Gedanken machen. Sie wolle auch nicht gleich übers Ziel hinausschießen. Aber sie habe im Hinterkopf, einmal Meisterin ihres Handwerks zu werden. Ja, sie sei durchaus ehrgeizig. Für den Moment jedoch voll und ganz zufrieden.