Sie wollen ein junges Publikum erreichen, das keine Zeit hat, in die stationäre Textilreinigung zu gehen. Onlinereinigungen und mobile Wäschereiservices setzen auf die Digitalisierung. Immer mehr Start-ups drängen auf den Markt. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, bietet R+WTextilservice zusammen mit der Europäischen Forschungsvereinigung Innovative Textilpflege eine Serie. Im siebten Teil geht es um Klin aus Luxemburg.

Im Bereich der Onlinetextilreinigungen tut sich ständig etwas. Deshalb wollen die Europäische Forschungsvereinigung Innovative Textilpflege (EFIT) und R+WTextilservice gemeinsam Orientierung geben. In der siebten Folge der Serie geht es um Klin, einen luxemburgischen Lieferdienst.
Klin: www.klin.lu
- Standort: Luxemburg
- Zielgruppe: Geschäfts-/Privatkunden
- Leistungen: Abholung, Reinigung und Lieferung; in der Regel innerhalb von 48 Stunden (24-Stunden-Eilservice kostet 10 Euro Aufschlag)
- Konzept: Buchung über Website oder telefonisch
- Preisliste (Auszüge; Lieferung kostenlos ab 25 Euro Bestellwert, ansonsten 5 Euro Lieferkosten):
– Hose/Rock: 7 Euro
– Hemd (maschinengebügelt): 3 Euro
– Hemd gelegt: 5 Euro
– Sakko/Blazer: 9 Euro
– Waschen, Bügeln, Falten (pro kg): 7 Euro
- Zahlungsarten: in Bar, Kreditkarte, Lastschrifteinzug
- Unternehmen/Geschäftsführer: Klin Sàrl/Gründer: Pit Zens
- Corporate Design: Website in eigenem Klin-CD
- Konditionen für teilnehmende bzw. interessierte Textilreiniger sind nicht öffentlich
Klin wurde im April 2017 gegründet und ist eine Textilreinigung auf digitaler Basis mit mobilem Abhol- und Zustellservice. Das Unternehmen ist seitdem und auch aktuell ausschließlich in einem bestimmten Gebiet in Luxemburg tätig.
In einem Interview mit dem „Lëtzebuerger Journal“, einer luxemburgischen Tageszeitung, vom 20. Februar 2018 sagte Klin-Gründer Pit Zens: „Die Idee kam mir während meiner Studienzeit. Für meinen Master war ich in London, wo es ein ähnliches Konzept gab, das ich damals selbst nutzte und toll fand.“ Nach der Gründung investierten Zens und seine Mitstreiter viel in das neue Unternehmen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern von Onlinetextilreinigungen hat Klin einen eigenen Maschinenpark am Unternehmensstandort im luxemburgischen Foetz. Da Klin selbst wäscht und reinigt, braucht das Unternehmen also keine Partnerreinigungen. Laut Website gibt es einen Betriebsleiter mit mehr als 20 Jahren Erfahrung, der für eine hohe Qualität der Reinigung und Wäsche sorgen soll. Sollte trotz Qualitätskontrollen doch einmal ein Kunde nicht zufrieden sein, bietet Klin eine nochmalige Reinigung an – gratis. Sortieren muss der Kunde seine Wäsche in zwei Beutel – einen weißen für „Alltagswäsche“, einen grünen für Textilreinigungsartikel. Die Wäschebeutel bringt der Fahrer bei der ersten Bestellung mit und erläutert, was in welchen Beutel gehört. Der Kunde bekommt eine Erinnerung via SMS 15 Minuten vor der Ankunft des Klin-Mitarbeiters.
Generell will der Anbieter auch Services für Unternehmen bieten. Klin hat nach eigenen Angaben bereits Großkunden, Consultingfirmen bzw. Banken. Sowohl für Privat- als auch Geschäftskunden will Klin den Service ausbauen und weitere Gebiete abdecken. Es gibt laut Zens verschiedene Branchen, wohin man die Dienstleistung ausweiten und Partnerschaften eingehen könnte. Laut Aussage im Artikel des „Lëtzebuerger Journals“ hofft er, bald von dem Geschäft mit Klin leben zu können. Laut Website von Klin arbeite man außerdem an einer Lösung, die es möglich machen soll, die Wäsche abholen und liefern zu lassen, auch wenn der Kunden nicht zuhause ist.