Fristads „Multinorm Green“ Multinorm-Arbeitskleidung in nachhaltig

Wie lassen sich hohe Schutzanforderungen und Nachhaltigkeitsziele bei Multinorm-Arbeitskleidung verbinden? Fristads verfolgt bei einer neuen Kollektion den Ansatz, langlebige, industriewäschetaugliche Schutzkleidung mit nachhaltigeren Materialien und transparent ausgewiesenen Umweltkennzahlen zu kombinieren.

Im Fokus steht die Langlebigkeit: Die neue „Multinorm Green“ Kollek­tion setzt auf verstärktes Ripstop-Gewebe und einen Schutz, der auch nach 100 Industrie­wäschen voll erhalten bleibe.
Die „Multinorm Green“ Kollek­tion setzt auf verstärktes Ripstop-Gewebe und einen Schutz, der auch nach 100 Industrie­wäschen voll erhalten bleiben solle. - © Frisdads

Bei Multinorm-Kleidung galten Sicherheit und Nachhaltigkeit lange als schwer vereinbar. Zu komplex sind die Materialanforderungen an Flammschutz, Lichtbogenschutz und Chemikalienresistenz. Mit „Multinorm Green“ will Fristads zeigen, dass sich Multinorm-Schutz und nachhaltigere Materialien verbinden lassen.

Wenn es um Schutzkleidung geht, ist Kompromisslosigkeit eine Tugend. Träger müssen sich im täglichen Einsatz blind auf ihr Equipment verlassen können. Die Entwicklung solcher Multinorm-Gewebe gilt in der Textilbranche seit jeher als eine der größten Herausforderungen. Die für den Schutz nötigen Fasern und Ausrüstungen ließen sich lange nur schwer mit ökologischen Ansprüchen verbinden.

„Multinorm-Arbeitskleidung gehört schon immer zu den komplexesten Produktkategorien in der Entwicklung“, erklärt Petra Öberg Gustafsson, Managing Director bei Fristads. „Lange Zeit galt es als unmöglich, höchste Sicherheitsstandards mit nachhaltigeren Materialien zu kombinieren.“ Mit „Multinorm Green“ will Fristads nach eigenen Angaben zeigen, dass dies auch im Hochrisikobereich möglich ist. Ein nachhaltiges Kleidungsstück ist nur dann wirklich ökologisch sinnvoll, wenn es nicht vorzeitig ersetzt werden muss. Für textile Mietdienstleister ist deshalb entscheidend, dass der Schutz auch nach vielen Industriewäschen erhalten bleibt. Fristads hat hierfür ein neues Hauptmaterial entwickelt, das für bis zu 100 Industriewäschen zertifiziert ist.

Der Clou liegt in der Faserzusammensetzung. Statt rein auf konventionelle Synthetik zu setzen, verwendet Fristads nachhaltigere Alternativen wie Bio-Baumwolle und rückverfolgbares Lyocell. Besonders wichtig für die Sicherheit: Der Schutz ist inhärent, also direkt in die Fasern integriert. Er wäscht sich nicht aus und bleibt über die gesamte Lebensdauer erhalten, so Fristads. Das ist ein entscheidender Unterschied zu nachträglich beschichteten Geweben. Da hier auf umweltschädliche Chemikalien verzichtet werden kann. Die gesamte Kollektion ist laut Fristads PFAS-frei und weist dennoch flüssige Chemikalien ab.

Ergonomie trifft Hochleistungsschutz

Vier Jahre Entwicklungszeit flossen in die Optimierung der Passform. Gemeinsam mit Anwendern aus der Praxis feilte Fristads an Details, die im Arbeitsalltag den Unterschied machen. In Hochrisikojobs ist Bewegungsfreiheit nicht nur eine Frage des Komforts, sondern der Sicherheit. Wer durch schwere, steife Kleidung in seinen Bewegungen eingeschränkt ist, ermüdet schneller und ist anfälliger für Fehler. Wer Schutzkleidung ablegt, weil si unbequem ist, ist natürlich nicht mehr geschützt. Deshalb ist Komfort ein wesentlicher Sicherheitsfaktor: Schutzkleidung kann nur dann wirksam schützen, wenn sie auch gerne und durchgehend getragen wird.

Die Lösung bei „Multinorm Green“ ist ein durchdachtes Layering-Prinzip. Von Hosen und Jacken bis hin zu Overalls und Oberteilen lassen sich die Komponenten laut Fristads flexibel kombinieren und bieten gemeinsam hohen Schutz. Verstärktes Ripstop-Gewebe an beanspruchten Stellen sorgt zudem für die nötige Robustheit gegen mechanischen Abrieb.

Um diese Nachhaltigkeit auch für Einkaufsentscheider und Nachhaltigkeitsbeauftragte greifbar zu machen, setzt Fristads auf die sogenannte Environmental Product Declaration (EPD). Dabei handelt es sich um eine Umweltproduktdeklaration, die den ökologischen Fußabdruck eines Kleidungsstücks über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg objektiv offenlegt. Was in der Architektur und im Bauwesen bereits Standard ist, wird nun auch für die textile Beschaffung zum Werkstoff-Ausweis.

Für Kommunen und Industriebetriebe liefert die EPD konkrete Daten für das Scope-3-Reporting. Sie weist unter anderem Wasserverbrauch und CO₂-Emissionen von der Faser bis zum fertigen Produkt aus. Die Multinorm-Green-Kollektion bietet diese Transparenz als weltweit ­erste ihrer Art in diesem Schutzsegment lückenlos an, so Fristads.

Nachhaltigkeit muss messbar sein

Mit dem Launch im Herbst 2026 will Fristads ein Zeichen setzen: Nachhaltigkeit und High-End-Arbeitsschutz sind keine Gegenspieler mehr. Die Kollektion verbinde eine dokumentierte Umweltbilanz mit Industriewäscheeignung und dem Einsatz im Textilleasing.

„Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit messbar sein muss, um glaubwürdig zu sein“, resümiert Lena Bay Højland, Product Director bei Fristads. „Indem wir EPDs in eine der anspruchsvollsten Kategorien der Arbeitskleidung integrieren, setzen wir einen neuen Maßstab für die gesamte Branche."