Online lernen oder sogenanntes E-Learning hat viele Vorteile. Es ist unabhängig von Zeit und Ort, fördert Selbstständigkeit und Neugierde. Auch im Bereich Textilreinigung gibt es entsprechende Angebote. Jürgen Tagge stellt das Prinzip seiner InternetAkademie-Textilreinigung vor.
Online lernen, Mitarbeiter belohnen
Belohnen Sie Mitarbeiter, wenn sie ein Seminar absolvieren, indem Sie die Kursgebühr an sie zahlen. Ja, Sie haben richtig gelesen, Ihre Mitarbeiter bekommen das Geld. Der Betrieb hat dann immer noch etwas gespart, nämlich die Reisekosten. Einen weiteren Vorteil gibt es auch noch: keinen Arbeitsausfall. Wie das geht?
Der Lehrer kommt zu Ihnen in den Betrieb und zwar, wann Sie es wollen oder Ihr Mitarbeiter ihn braucht; pünktlich auf die Minute und er berechnet Ihrem Betrieb nichts. Weiterbildung in neuer Dimension: Sie kann direkt am Arbeitsplatz stattfinden und muss nicht einen Tag lang dauern oder länger. Ihr Mitarbeiter hat gerade jetzt ein Problem und das kann er sofort in wenigen Minuten lösen.
Beispiel: In der Detachur kann er einen Tintenfleck nicht vollständig entfernen. Das kann ein ärgerliches Problem für den Kunden sein, besonders bei teuren Textilien. Der Mitarbeiter geht nun ins Internet (z.B. mittels seines Smartphones) und schaut sich die Lernsequenz „Entfernen von Tintenflecken“ als Video an. So etwas kennt er als moderner, kommunikationsfreudiger Zeitgenosse, der auf Twitter und Facebook zu Hause ist. So kann er seine eigene Detachiermethode prüfen und möglicherweise verbessern. In jedem Fall lernt er etwas dabei. Entweder: „Meine Methode ist richtig, sie entspricht dem aktuellen Wissensstand!“ oder er erfährt, dass sein Fleck mit weiteren Detachiermitteln entfernt werden kann und sieht auch gleich, wie diese richtig angewendet werden. Das kann er sofort ausprobieren.
Das Gelernte bleibt besser haften. Diese Art der Weiterbildung ist nachhaltiger, als ein komplettes Seminar zu belegen. Warum? Weil ein Mitarbeiter etwas lernen will, wenn die Situation es erfordert, denn ein nicht entfernter Fleck ist nun mal kein Erfolgserlebnis. Seine Neugier, ob er nicht doch entfernbar ist, kann sofort befriedigt werden. Und wer so lernt, dem fällt es auch leichter, das Gelernte zu behalten. Vor allem aber bleibt er neugierig, denn es macht Spaß, über das Internet zu lernen - sozusagen mit dem Lehrer zu kommunizieren.
Mitarbeiter werden bildungsfreudiger. Lernen ist nicht für jeden attraktiv. Viele machen einfach ihren Job. Freude und Leidenschaft kommen erst, wenn man sich im Beruf wohlfühlt. Eine Brücke dafür kann die Verknüpfung des Berufes mit den neuen Medien sein. Facebook, Twitter und Google faszinieren nicht nur junge Menschen. Kann man das, was im privaten Bereich so faszinierend ist, auch am Arbeitsplatz anwenden, erscheint der Job gleich attraktiver. Selbst in der Freizeit ist man dann geneigt, seiner Neugier zu folgen: „Jetzt schau ich mal, was da noch für Videos zu sehen sind!“
Auf der Lernplattform speziell für Textilreinigungen finden alle etwas. Der Anzulernende ebenso wie der Chef. Letzterer kann vielleicht gerade Formulare für das „Kontrollbuch zum Umweltschutz“ gebrauchen, die ausgegangen sind. Kein Problem: Anklicken, aussuchen und ausdrucken. Er könnte auch einen Mitarbeiter motivieren, einen ganzen Kurs zu absolvieren - in dessen Freizeit, abends, am Wochenende, immer wenn er Lust hat. Auch die Zeitdauer spielt keine Rolle. Aber als Belohnung gibt es die Kursgebühr. Eine solche Motivation erhöht das Durchhaltevermögen.
Jürgen Tagge (Textilingenieur), InternetAkademie-Textilreinigung