Die Maschinenzulieferer bildeten den größten Teil der Aussteller auf der Texcare International vom 11. bis 15. Juni 2016 in Frankfurt am Main. Eine Auswahl an technologischen Lösungen, die auf der Messe präsentiert wurden, hat RWTextilservice im Folgenden alphabetisch zusammengefasst.
3 Es zischte, ratterteund dampfte – sowohl in Halle 8 als auch in der erstmals belegten Halle 9. Zahlreiche Maschinen für Wäscherei, Textilreinigungund Textilservice waren auf der Texcare International 2016 live in Aktion zu sehen. Die Messebesucher konnten sich über Lösungen aus sämtlichen Bereichen der Textilpflege informieren. Ein Schwerpunkt waren innovative Maschinenlösungen, die Ökologieund Ökonomie verbinden sollen.
Alliance Laundry Systems war in Frankfurt am Main mit den Marken IPSO, Speed Queen, UniMacund Primus vertreten. Auch deutsche Vertriebspartner waren auf dem Alliance-Stand anwesend, so z.B. Treysse, CCB oder Holzfuß. Dem internationalen Publikum wurde u.a. die neue Steuerung der Speed-Queen-Maschinen präsentiert. Die „Quantum“-Steuerung hat ein Grafikdisplayund nutzeroptimierte Funktionalität. Die Maschinen sind über ein cloudbasiertes System vernetzbarund über PC oder ein mobiles Gerät steuerbar. IPSO hat ebenfalls neue Steuerungen präsentiert, die mit Bedienfreundlichkeitund Effizienz punkten sollen. Beim Wäschereitechnikhersteller Primus sollen die Bedienplattformen „Xcontrol FLEX“und „Xcontrol FLEX PLUS“ für einen hohen technologischen Standard sorgen. Größere Bildschirme unterstützen die Ergonomie der Waschschleudermaschinen, Trocknerund Mangeln. Bei UniMac heißen die neuen Steuerungen „REVO“ sowie „UniLinc Prime“. Sie sollen bei allen UniMac-Maschinen ab 2017 zum Einsatz kommen.
Seit 1975 produziert der italienische Hersteller Battistella Lösungen für den Bügel-und Finishbereich. Das Angebot reicht von kleinen, handlichen Geräten bis hin zu leistungsfähigen Saug-Blas-Bügeltischen, Hemdenfinishern, Hosenpressen, Detachiertischenund Dampfgeneratoren. Bei der Entwicklung der Produkte stehen laut Anbieter Produktivität, Finishergebnis sowie ein geringer Verbrauch im Vordergrund. Zu sehen war außerdem eine Ozon-Luft-Reinigungsmaschine, die der Anbieter für die Aufbereitung von z.B. Motorradbekleidung, Schutzhelmen, Schuhen oder Stofftieren empfiehlt. Diese Lösung ist mit integriertem Münzeinwurf auch für den Selbstbedienungsbereich ideal.
Das Schweizer Unternehmen BIKO zeigte verschiedene Eingabe-und Faltmaschinen. „Laura“ wurde für das Falten von Berufsbekleidung entwickelt; auch Bademäntel sind für die Maschine kein Problem, wie am Stand zu sehen war. Die Frotteefaltmaschine „Lena“ hat BIKO als kostengünste Alternative zum Modell „Maria“ im Angebot. „Claudia Ergo“ ist eine ergonomisch konzipierte Kleinteileeingabemaschine, die bei den Messebesuchern auf viel Interesse stieß. Auch ein dezentrales Eingabesystem hatte BIKO in Frankfurt am Main dabei.
Ein Highlight am Stand von BÖWE war die Industriereinigungsmaschine M70 mit Multi-Bad-Technologie, die mit alternativen Lösungsmitteln zu höchsten Reinigungsergebnissen in den Bereichen Arbeitsbekleidung, Putzlappen oder Lederentfettung führen soll. Als weitere Messeneuheit präsentierte das Unternehmen die „BÖWE i-Line“, eine Basis-Komfort-Maschine, erhältlich als Per-und MultiSolvent-Maschine in den Klassen 12und 18 kg. Mit der „BÖWE PremiumLine“ als Modell „Black Forest Edition“ hatte BÖWE erstmals eine schwarze Textilreinigungsmaschine mit dabei. Sie ist kataphoresebeschichtetund soll dem Textilreiniger bewusst machen, wie eine BÖWE-Maschine innen aussieht. Denn: Viele Bauteile in BÖWE-Maschinen sind beschichtet, um z.B. Wartungsarbeiten zu erleichtern. Die Modelllinie wird laut Unternehmen in Sasbach gefertigt. Passend zum Topthema der Texcare „Industrie 4.0“ hat BÖWE gemeinsam mit Siemens eine neue Touchscreensteuerung entwickelt. Die SPS-Computer-Steuerung verfügt wahlweise über ein Farbdisplay mit 9 Zoll oder 12 Zoll, integrierte Schaltpläne, Ersatzteilkataloge, eine Energieklemme zur digitalen Erfassung des Energieverbrauchs, Fernwartungsmöglichkeiten durch Smartphone oder Tablet u.v.m.
Spezialist für Multisolvent-Maschinen ist EazyClean. Am Messestand hatte das Unternehmen mit Sitz in Herten eine Maschine mit dem Lösungsmittel „intense“ laufen. Die elektrisch beheizte Textilreinigungsmaschine soll mit niedrigem Energieverbrauchund schnelleren Trocknungszeiten punkten. Sie verfügt über ein Konzentrationsmessgerätund ist freischwingend.
Eco-Impact entwickeltund produziert innovative Bügeltechnik in Deutschland, beispielsweise den Twin-Finisher. Er ist drehbar – man belädt die Maschine vorne, während hinten gebügelt wird. Eine Kragen-und Manschettenpresse ist laut Unternehmen nicht mehr nötig. Dank der geschlossenenund isolierten Kabine zur Wärmerückgewinnungund des Umluftsystems zur Energieeinsparung soll der Twin-Finisher auch ökologisch überzeugen. Ein Multitalent ist der „TEX 60 S“ in der rotierenden Ausführung mit Vierkammersystem (Beladen, Bedampfen, Trocknen, automatische Ausgabe). Mit ihm sind laut Anbieter bis zu 60 Garderobenteile pro Stunde durch eine Bedienperson möglich. Eco-Impact bietet außerdem einen speziellen Trockenschrank für Schuhe. Hier arbeitet man mit der Firma Seitz zusammen, die ein neues Nassreinigungsverfahren für Schuhe entwickelt hat.
Mit dem neuen Nassreinigungsverfahren „Lagoon Advanced Care“ kam Electrolux auf die Texcare 2016. Die optimierte Version des „Lagoon“-Verfahrens soll nicht nur dank eigens entwickelter Chemie den Finishaufwand reduzieren, sondern den Nassreinigungsprozess auch beschleunigen. Spezielle Programmeund technische Veränderungen in den neuen Waschmaschinen ermöglichen eine schnelle Prozesszeit (teilweise unter einer Stunde) sowie einen höheren Füllfaktor (bis zu 50 Prozent mehr als bei herkömmlicher Nassreinigung), verspricht Electrolux. Die Bekleidungsstücke kommen direkt aus dem Trockner zum Finishing, ohne zwischendurch hängend nachtrocknen zu müssen. Da das System mit speziellen Waschmittelnund Fleckentfernern auch Gerbsäure, Fett, Tinte oder Wachs entfernen können soll, sieht Electrolux „Lagoon Advanced Care“ durchaus auch als Alternative zur Trockenreinigung in Per. Angeboten wird das Nassreinigungssystem als Set in verschiedenen Kapazitäten – inklusive Waschmaschine, Trockner, Waschmittelund bei Bedarf Finishinggeräte. Am Stand zeigte Carola Richter, eine begeisterte Nassreinigerin, das System in Aktion.
Ebenfalls am Electrolux-Stand zu sehen war die „Hyvolution“-Barrierewaschmaschine, die Komponenten der „Electrolux Heavy Duty Pullman“ mit den kompakten Geräten der „Evolution“-Reihe vereint. Die große, ergonomisch designte Türund die patentierte Innentrommel sollen das Arbeiten wesentlich erleichtern. Mit der 50-kg-Maschine mit Trommelteilung will Electrolux die kompakteste Maschine in dieser Klasse bieten.
Fintec hat sein Systemkonzept rund um Finishtechnik der zunehmenden Digitalisierung im Wirtschaftsfeld Textilservice angepasst. Anwenderorientierte Software, aktuelle Steuerungsdisplaysund mobile Steuerungsoptionen per Tablet oder Smartphone zogen das Interesse der Besucher auf sich. Einen Ausschnitt aus der Vielfalt der Möglichkeiten des Fintec-Systems präsentierte das Unternehmen an einer Modellanlage: einem Vario-Formteile-System, bestehend aus Tunnelfinisher, Aufgabestation, Transportanlageund vollautomatischer Faltmaschine. Auch eine detailoptimierte neue Version der Trockenwäschefaltmaschine VarioFold TR 45 hatte Fintec dabei. Geschäftsführerin Claudia Pollauf zeigte sich sehr zufrieden mit dem Messeverlauf.
Ralf Saal von FriSatec aus Unkel steht mit Überzeugung hinter der Idee, die professionelle Textilpflege so umweltfreundlich wie möglich zu betreiben. Der Unternehmer stellte ein Programm an Reinigungsmaschinen, die mit Silikon, Green Earth oder KWL arbeiten, sowie Nassreinigungsanlagen vor. „Umweltfreundliche Verfahrenstechnik, sei es in der Nassreinigung oder in der Trockenreinigung, benötigen eine optimierte Maschinentechnik“, erklärte Ralf Saal, der auch selbst eine Textilreinigung unterhält. Das Unternehmen hat Maschinen entwickeltund gebaut, die genau auf die Reinigung mit den neuen alternativen Reinigungsmitteln abgestimmt sind. Vor Ort in Augenschein nehmen durften die Messebesucher die Reinigungsmaschine SI-300.
Das Motto am Stand von Girbau lautete „global laundry solutions“. Gezeigt wurde u.a. das neue Optifeed-System, das den Benutzer bei der Eingabe so führt, dass Energie eingespartund die Produktivität erhöht werden soll. Demonstriert wurde auch das Saugzugsystem des neuen ST1302-Trockners. Girbau stellte außerdem eine Waschsaloninstallation mit einem Fernverwaltungssystem aus sowie den virtuellen Assistenten Girbau Sales Suite (GSS). Hier konnten sich Messebesucher auf interaktiven Displays über die Wäschereitechniklösungen von Girbau genauer informieren. Man will alles aus einer Hand bietenund arbeitet deshalb auch mit Lavatecund WSP zusammen. Neben Maschinen wurde auch das Vorgehen bei Projektarbeitenund der Wäschereiplanung anhand von Beispielen gezeigt.
Haosch Refrigeration Technology ist ein junges Unternehmen, das sich auf Industriekühlungund Wärmetauscher spezialisiert hat. Die Hauptmärkte des Anbieters sind China sowie Deutschlandund das übrige Europa. Auf der Messe zeigte die Haosch GmbH, die in Deutschland ihren Sitz in Stuttgart hat, verschiedene Ausführungen von Wärmetauschern. Damit diese genau zu ihrem Einsatzzweck passenund somit einen maximalen Nutzen bieten, müssen Lamellenmaterial, -dickeund -abstand, Wärmeübertragungsfläche sowie die Nutzlängeund -breite richtig ausgewählt werden. Daher möchte das Unternehmen seinen Schwerpunkt auf individuelle Beratung legenund Produkte anbieten, die dem jeweiligen Unternehmen angepasst sind.
Viele internationale Besucher konnte HeBeTec an seinem Stand begrüßen. Als Werksvertretung von Image für Deutschland zeigte man Auszüge aus dem Produktportfolio von Waschschleuder- über Trennwandmaschinen bis zu Trocknern. Auch eine Eingabe-und eine Faltmaschine von BIKO sowie ein Flachwäschescanner von Mobics waren zu sehen. Für beide Unternehmen vertreibt HeBeTec die Produkte. Das Eigenprodukt Jetstream Aire stieß auch auf großes Interesse. Das Ventilatorensystem wurde entwickelt, um Industriegebäude von der Deckenkonstruktion aus von Flusen zu reinigen bzw. präventiv vor Neuansammlung zu schützen.
Bei Heprotex ging es nicht nur um Maschinentechnik, sondern auch um Beratung, Planungund Service für Textilpflegebetriebe. Gerade in Sachen Energietechnik hat das Unternehmen nach eigenen Angaben viel Know-how, bietet Dampfkessel von Manaraund entsprechendes Zubehör. Als Vertriebspartner des Maschinenherstellers Domus informierte Heprotex auch über die neuen Trockner mit Energiesparsystem, Restfeuchtekontrolleund optimierter Isolierung. Eine Trommel mit Trichterlochung soll für mehr Stabilitätund Wäscheschonung sorgen. Die Waschmaschinen von Domus sind mit neuer Mikroprozessorsteuerung inklusive Touchscreen ausgestattet; auch hier ist Rückgewinnung ein wichtiges Thema. Mit rund 50 Prozent Einsparung bei Wasser-, Hilfsmittel-und Energieverbrauch will eine „Open-Pocket“-Maschine von Smartex punkten, die Heprotex ebenfalls im Programm hat. Sie verfügt über eine wäscheschonende patentierte „PolyRib“-Trommelund eine Kippbe-und -entladung. Im Bereich Finishtechnik arbeitet Heprotex mit Fimas zusammen. Am Stand des italienischen Herstellers waren u.a. ein hochleistungsfähiges Hemdenpressenkarussell sowie eine Presse für Stuhlhussen zu sehen. Premiere feierte auf der Texcare 2016 die Vertriebskooperation des italienischen Reinigungstechnikherstellers Bergparma mit dem deutschen Vertriebsunternehmen Heprotex. Bergparma mit den Marken Lindusund Suprema liefert ein fein abgestuftes Leistungsprogramm von 8 bis 90 kg Beladekapazität. Verfügbar sind laut Unternehmen Reinigungsmaschinen mit Per ebenso wie mit sämtlichen derzeit im Markt befindlichen Alternativlösungsmitteln. Je nach Kundenwunsch werden die Maschinen mit oder ohne Destillation geliefert; eine effiziente Filtration übernimmt dann die Aufgabe der Lösungsmittelpflege.
Imesa aus Italien kam mit neuem Markenauftritt nach Frankfurt am Main. Der Hersteller von Wäschereilösungen stellte das Leitmotiv „Innovation“ in den Mittelpunkt des Texcare-Auftritts. Bei den Produktentwicklungen hat das Unternehmen vor allem Energieeinsparung, Ergonomie, Ökologieund einfache Bedienbarkeit im Fokus. So sind z.B. die Maschinen mit einem farbigen Touchscreen ausgestattet. Die Waschmaschinen bieten als Neuheit die Möglichkeit eines „Pay-per-Use“-Modus bzw. „Activity Based Pricing“, sprich Preiskalkulation je nach Benutzung. Gezeigt wurde auch die „LM 18“, eine hochschleudernde Waschmaschine mit einer speziellen Option für die Textilausrüstungund mit einem neuen Wasserrückgewinnungssystem.
Zum ersten Mal mit einer vollständigen Wäscherei auf der Texcare International war Jensen. Der Schweizer Hersteller wollte damit den gesamten Betriebsablauf visualisieren –und auf seine Automatisierungslösungen wie das „Cockpit-System“ zur zentralen Produktionsüberwachung aufmerksam machen. Das System soll Echtzeitdaten zur Verbesserung der Wäschereiproduktivität bietenund die Nachverfolgung des gesamten Wäschereiprozesses anhand von Produktionsstatistiken ermöglichen. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand aber auch das Thema Ergonomie: Arbeitsbedingte Erkrankungen wirken sich laut Jensen deutlich negativ auf die Bilanz aus. Neben den direkten monetären Kosten wie Entschädigungsleistungen, ärztliche Behandlungskostenund steigende Versicherungsprämien entstünden auch einige indirekte finanzielle Belastungen, die nicht immer korrekt berechnetund berücksichtigt werden – Kosten für die Neubesetzung einer Stelle, Produktivitätsverlusteund die Auswirkungen auf die Arbeitsmoral. Ein Beispiel, den Arbeitsplatz in einer Wäscherei ergonomischer zu gestalten, ist daher die zusammen mit den europäischen Arbeitsumgebungsbehörden überarbeitete Sortierplattform „Multi-Sort“. Diese soll arbeitsbedingte Erkrankungenund Ermüdung durch langes Stehen verhindernund den Winkel zwischen Armund Körper verringern. Auch der „Roll-off-Tisch Jenmat“ stößt in diese Kerbe: Durch Schwenk-und Höhenverstellbarkeit können schwere Matten laut Jensen so viel leichter in die Mangel gegeben werden. Zudem sind beispielsweise die Bildschirme an der Sortierstation in einer ergonomisch richtigen Höhe angebracht. Einfacher für die Mitarbeiter soll es auch durch „Futurail Buddy“ werden. Mit der Tablet-App kann der Wäschereimanager die Systeme direkt vor Ort steuern. Die Wäschelogistik kann zudem laut Hersteller an einem einzigen Wartungspunkt optimiert werden, während die übrigen Teile der Anlage weiterhin betriebsbereit bleiben.
Viel Aufmerksamkeit auf der Messe zog auch die Taktwaschanlage „Senking Universal“ auf sich, die Stromund Wasser intern wiederverwendet: Das System umfasst einen Drehgeber für individuelle Schwenkwinkelund die Badstandregelung in Doppeltrommeln. So wird laut Jensen die Waschqualität verbessert, der Verschleiß verringertund der Energieverbrauch gesenkt. Zudem soll die neue „Senking Entwässerungspresse SEP Plus“ durch eine zweikomponentige Gummimischung über eine längere Lebensdauer verfügenund die „Senking Zentrifuge Z1300 Plus“ die Lücke zwischen zwei Chargengrößen schließen. Darüber hinaus biete die Trocknerserie „Senking WR“ eine um zehn Prozent höhere Verdampfungskapazität bei um bis zu 15 Prozent weniger Energieverbrauch. Ebenfalls neu sind die freistehende Waschschleudermaschine „JWE“und der Trockner „JTD“, die für Waschladungen von 20, 40, 60 oder 110 kg erhältlich sind sowie eine höhere Betriebseffizienz aufweisen sollen. In Sachen Finishing heben die Schweizer vor allem die neue Hybridmangel „Jenroll“ für den Flachwäschebereich hervor, die mit einem Durchmesser von maximal 1.200 mm platzsparend istund bei einer Geschwindigkeit von 50 m/min keine Bandabdrücke auf der Wäsche hinterlassen soll. Um Schnelligkeit geht es auch bei der Lakeneingabemaschine „Jenfeed Express Plus“, die durch einen neuen Vakuumschacht die Bearbeitung größerer Wäschestücke ermöglichen soll. In Kombination mit der „Qualitätsanlage (Quality Unit)“, einem freistehenden Concorde-Zuförderband, könne so die Eingabekapazität jedes Bedieners im Vergleich mit der herkömmlichen Eingabe mittels Klammern verdoppelt werden.
Weitere Blickfänge waren die vollautomatische Vereinzelungs-und Eingabemaschine „Evolution Cube“ für die Handtuchfaltmaschine „Tematic Pro“ mit einer laut Jensen durchschnittlichen Produktion von 600 Handtüchern pro Stunde, die Mehrzweckeingabemaschine „Jenfeed Logic Plus“ mit „Auto-Reject“-Concorde-Zuführband, die dicke Wäschestücke automatisch auswirft,und der automatische Vereinzeler „Viking 2000 Automatic“. Noch mehr Automatisierung erfährt das Jensen-Programm durch den Flachwäsche-Scanner „Jenscan MPS“und das Fördersystem „Jenway FT“, das den Rücklauf der Stapel zurück zum Vereinzeler sicherstellen soll. Zudem soll es der „Jenmat Speed Roller“ beim Finishing auf 320 Matten pro Stunde bringenund somit den Mattenrollprozess automatisieren. Vervollständigt wird die Automatisierung im Jensen-Programm durch das Fördersystem „Metricon“, das Formteile zur Finishingmaschine „Jenfold-Butterfly-Fox“ transportiert. Das System soll vor allem durch seine Flexibilität überzeugen, ist erweiterbarund kann laut Jensen an die lokalen Gegebenheiten einer Wäscherei angepasst werden.
Einen Kessel der Klasse III mit mehr als 1 t Dampfleistung pro Stunde präsentierte Jumag. Der „Jumag FLO1060“ ist laut Unternehmen der einzige Wasserraumkeessel in dieser Leistungsklasseund kommt ohne Rohrschlangeund Kolbenpumpe aus. Dabei arbeitet er wie ein Wasserraumkessel, geregelt über das Wasserniveau mit einer wartungsarmen Kreiselpumpe – dieses Prinzip gilt für alle Jumag-Dampferzeuger. Mit dem Jumag FLO1060 sollen bis zu 1.060 kg/h in spätestens zehn Minuten nach einem Kaltstart verfügbar sein. Darüber hinaus zeichnet ihn dem Hersteller zufolge sein robuster, stehender Wasserraumkessel aus, der aufgrund der geringen Wassermenge trotz eines Arbeitsdrucks von bis zu 11 bar noch als Kessel der Klasse III eingestuft ist. Das Rauchgas des Sturzbrenners überträgt durch mehrere Züge seine Energie an das Wasser im Verdampfungssystem. Im Zuge der Entwicklung des Jumag FLO1060 hat Jumag zudem die gesamte Kesselsteuerung von Grund auf überarbeitet. Dabei wird in Zukunft für alle Dampferzeuger von Jumag nicht nur ein hochauflösendes, intuitiv bedienbares Vollfarb-Touch-Display verwendet, sondern für die Verbindung zur „Industrie 4.0“ für eine volle Vernetzbarkeitund Anbindung der Anlagendaten gesorgt, verspricht das Unternehmen.
Mit zahlreichen Neu-und Weiterentwicklungen kam Kannegiesser nach Frankfurt am Main. Das Hauptaugenmerk des Messeauftritts lag auf den elementaren Produktionsbereichen einer industriellen Wäscherei: Es wurden Systeme zum Sortieren von Schmutzwäsche, zum Waschen, Entwässernund Trocknen gezeigt. Für den Finishbereich standen die Prozesse einer zusammenhängenden Trockenwäschebearbeitung, einer flexiblen Formteilbearbeitungund vielfältigen Flachwäschebearbeitung im Fokus. Der „rote Faden“ durch die Maschinentechnik auf dem Messestand beinhaltete die Minimierung von Nebenzeiten, die ergonomische Gestaltung, die weiter erhöhte Verfügbarkeit sowie die Servo-Antriebstechnik. Letztere soll für mehr Präzision, Geschwindigkeitund Sicherheit sorgen. Die ServoTronic kommt z.B. beim Ergomat zum Einsatz. Das leistungsstarke Großteilezuführsystem arbeitet mit einer Artikelvorspreizungund einem Teilespeicher für Leistungsverstetigung. Die Teile können unsortiert aufgegeben werden, da die Maschine über eine Längenmessung verfügtund danach die Teile automatisch sortiert. Auch bei der Kleinteileeingabe ist eine Funktion integriert worden, um die Produktivität zu steigern: An jedem Eingabeplatz sind Leuchtstreifen auf der Bahn hinterlegt, die anzeigen, wo genau ein Teil platziert werden muss. Ändert sich das Programm, weil sich der Artikel oder Kunde ändert, passen sich die Leuchtstreifenund auch die Mangelgeschwindigkeit an. Im Flachwäschebereich zeigte Kannegiesser außerdem einen Scanner, der auf beiden Seiten eines Textils Löcher oder Flecken erkennen kann. Die Empfindlichkeit, ab welchen Werten die Teile aussortiert werden sollen, kann individuell eingestellt werden.
Die „Smart Laundry“ war ebenfalls ein wichtiges Stichwort, die durchgängige Synchronisation von Material-und Informationsfluss bis in den Expeditionsbereich. Damit können z.B. die Maschinen automatisiert mit den vorgegebenen Programmen dirigiert werden. Die Produktionsleistung soll verstetigt werden. Das Unternehmen betont dabei: Ein RFID-Chip ist für das System nicht unbedingt notwendig. Man könne mit Transpondern in den Wäschestücken arbeiten, die „Smart Laundry“ funktioniert aber auch beispielsweise via Barcode. Als Neuheit zeigte Kannegiesser eine umfassende Betriebsdatenerfassung. Damit sollen Betriebsleiter immer im Blick haben, was gerade in der Wäscherei passiert. Das Monitoring soll helfen, Flaschenhälse in den Abläufen zu identifizierenund zu beseitigen. Verschiedene Datenbanken werden in dem System zusammengesetztund ermöglichen zahllose Reportings, Auswertungen usw. – von Maschinendaten über die Artikelebene bis zur Leistungserfassung der Mitarbeiter. Auch ältere Maschinen sollen je nach Steuerung in das System einbindbar sein.
Als Prototyp hatte Kannegiesser einen „Handlingroboter“ dabei, der mittels Kameraund ServoTronic-gesteuerten Greifarmen Wäscheteile nicht nur vereinzelt, sondern z.B. Handtücher für die weitere Bearbeitung auf Bändern flach ausbreitet.
Aber auch für Berufsbekleidung zeigte Kannegiesser Lösungen für die gesamte Prozesskette. Beim Wäscheeingang sorgt das X-Sort-Sortiersystem für fehlerfreie, effiziente Wäschesortierung. Im X-Sort wird jedes Teil in eine Klammer gegeben. Das in der Datenbank hinterlegte Waschprogramm wird mit dem Chip in der Klammer verbunden. Fördertechnik bringt mithilfe der Chipsteuerung jedes Teil zur richtigen Waschmaschine mit dem richtigen Waschprogramm. Mit dem Kompaktsort bietet Kannegiesser eine automatische Kunden-und Trägersortierung auch für kleinere Leistungsbereiche von etwa 1.200 Teilen pro Stunde bei Trägersortierung. Die Berufsbekleidungskette endet bei der Kleiderausgabe DressCare Select (DCS). Mittels RFID-Chip in jedem Bekleidungsteilund einer Datenbank, in der alle Artikelund Träger hinterlegt sind, ist eine volle Kontrolle möglich. Jeder Mitarbeiter bekommt die Artikel, die für seinen Arbeitsplatz bestimmt sind,und die maximale Anzahl, die für ihn bestimmt ist. Den zurückgegebenen Artikeln können z.B. Reparaturanforderungen mitgegeben werden, die wiederum online der zentralen Datenbank übergeben werden. Durch die Datenbankkopplung sieht der Wäscher, was wo im Umlauf ist,und kann die Lagerbestände reduzieren – laut Kannegiesser um bis zu 40 Prozent. Aber nicht nur Maschinentechnologie bestimmte den Messeauftritt des Unternehmens. Bei einer Abendveranstaltung am Montag, 13. Juni, stellte Martin Kannegiesser vor internationalen Gästen seine nun im Unternehmen tätige Tochter Tina vor. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, die 2014 gegründet wurdeund alleinige Eigentümerin der Herbert Kannegiesser GmbH ist.
Das im Jahr 1994 gegründete Unternehmen Laco präsentierte auf der Messe verschiedene Typen von Mangeln für unterschiedliche Anforderungen. Bügelmulden, Bügelwalzenund Wärmetauscher fertigt der Anbieter nach eigenen Angaben vollständig im eigenen Haus. Auf die Fahnen geschrieben haben sich die Belgier, energiesparende Maschinen mit gleichzeitig hohem Wirkungsgrad zu entwickeln. Besonderes Augenmerk legten die Besucher u.a. auf die Mangel D800, die eine Leistung von 152 bis 250 kg/h verspricht. Die Modelle von Laco sind mit verschiedenen Beheizungsarten (elektrisch, Gas, Dampf) sowie in unterschiedlichen Ausführungen (zwei oder drei Walzen) erhältlich. Laco stellte auf dem Messestand auch die Wirkungsweise des Air-Stream-Prinzips vor: Über Öffnungen in der Edelstahlmulde wird zusätzliche Frischluft zwischen Muldenoberflächeund Walze eingebracht. Hier passiert auch die Verdampfung des Restfeuchteanteils in den Textilienund es muss für einen schnellenund wirkungsvollen Abtransport der Dampfwrasen gesorgt werden. Durch diese Technik verspricht der Anbieter eine Leistungssteigerung von rund 25 Prozent.
Bei Lapauw hat man nach Unternehmensaussage „die Gasmangel neu erfunden“. Die flexible Mulde wurde überarbeitetund es wurden weitere Optimierungen für Effizienzund Leistung vorgenommen. Durch einen „Parallel-Flow“ des Öls kann laut Unternehmen eine konstantere Mangeltemperatur erreicht werden; außerdem sei der Plättweg um bis zu zehn Prozent länger. Das Mangelsortiment wurde aber auch nach unten erweitert mit Modellen für kleinere Wäschereien. Zusammen mit dem belgischen Unternehmen BeMicron hat Lapauw außerdem neue Reinraumlösungen entwickelt: Neben der Reinraumwaschmaschine Mediwave bietet Lapauw mit Medistream jetzt einen speziellen Reinraumtrockner.
Technische Weiterentwicklungenund Neuheiten waren auf dem Stand von Lavatec zu sehen. Ziel bei allen Produkten ist es laut Unternehmen, einen schnellerenund effizienteren Ablauf in der Wäscherei zu ermöglichen. So haben z.B. sowohl die neue Presse mit verbesserter Hydraulik als auch die neue Zentrifuge mit überarbeiteter Lagerungund Antriebssystem eine verkürzte Taktzeit. Auch in die Weiterentwicklung der FL-Kleintrocknerserie wurde investiert. Kunden sollen von einer verbesserten Steuerung profitieren, die jetzt auch über Touchscreen funktioniert. Generell hat Lavatec ein Augenmerk auf die Software seiner Maschinen gelegt. So hat man auch ein System entwickelt, das maschinenübergreifend eine Vernetzung über die gesamte Wäscherei ermöglicht. Dank der webbasierten Lösung können Wäschereileiter z.B. via Smartphone sehen, welche Maschine gerade mit welcher Temperatur läuft usw. Neben Betriebsdatenerfassung gehört dazu auch ein Analysetool zur Optimierung der Produktivität. Die Anbindung von Fremdfabrikaten an das System ist laut Lavatec über Schnittstellen möglich. Gezeigt wurde auf der Texcare 2016 auch eine Tunnelwaschstraße für kleinere Wäschereien, die variable Wäschearten bearbeiten. Die Tunnellösung mit sechs Kammern soll mit rund 500 bis 600 kg pro Stunde Flexibilität bietenund ist – wie alle Produkte von Lavatec – auf Kundenwunsch anpassbar. Des Weiteren wurde nach fast zweijähriger Kooperation mit Girbau eine Mangel auf dem Messestand von Lavatec ausgestellt. Gemeinsam können die Unternehmen nach eigenen Angaben ein umfassendes Portfolio bieten, um eine Wäscherei auszustatten.
Auf dem Messestand von Miele stand diesmal das Nassreinigungssystem „WetCare“ im Mittelpunkt, das vor 25 Jahren von Mieleund Kreussler auf den Markt gebracht wurde. Vom Kaschmirpullover bis zum Daunenbett, vom Abendkleid bis zum Theaterkostüm: Solche empfindlichen Textilien galten vor 25 Jahren als „nicht waschbar“. Das änderte sich mit dem Nassreinigungssystem von Mieleund Kreussler, das auf der Texcare auch live durchgeführt wurde. Zu den Messeneuheiten gehörte ein Wärmepumpentrockner für wenig Platzund große Wäschemengen. Der PT 8203 WP aus der Baureihe „SlimLine“ halbiert laut Unternehmen die Energiekostenund passt mit 71 cm Breite auch in schmale Nischen. Möglich macht dies ein neues Wärmepumpenmodul, das komplett in den Innenraum des Trockners integriert ist. Mit bis zu 10 kg Füllgewichtund einem Trommelvolumen von 200 l ergänzt das neue Modell das bestehende Angebot der gewerblichen Miele-Wärmepumpentrockner. Für den Flachwäschebereich bietet Miele leistungsfähige, komfortable Mangeln: vom Kompaktmodell bis zur Hochleistungsmangel für 200 kg Wäsche pro Stunde.
Einige Neuheiten hatte auch Milnor auf der Texcare 2016 dabei. Neben der neuen MWF-Serie mit „Open-Pocket“-Maschinen von 27 bis 77 kg Fassungsvermögen gibt es auch im Bereich Waschstraßen Neues. Die neue Milnor-CBW-Waschstraße mit „Pulse-Flow“-Technologie verbindet das stehende Badund den Gegenstrom. Für 75 Prozent der Taktzeit arbeitet die Maschine im stehenden Bad, es gibt keinen Gegenstrom. Dadurch soll der Effekt von Waschchemie maximiert werden.Während der letzten 25 Prozent der Taktzeit wird Frischwasser aus dem „PulseFlow“-Tank mit hoher Durchflussgeschwindigkeit durch die Waschstraße gepumpt. Durch das „PulseFlow“-Konzept verspricht Milnor erhöhte Produktivität, reduzierte Verbräucheund eine effizientere Nutzung der Waschchemie. Die Steuerung „MilTouch“ hat Milnor selbst entwickeltund montiert sie auch komplett im eigenen Werk. Sie ist frei programmierbar mit Touchscreenund soll die volle Kontrolle über die Maschinen bieten. Die Pellerin Milnor Corporation eröffnete 2015 ihr zentrales Maschinenlager für Europa am Standort der Ott Wäschereitechnik GmbH in Heede.
Multimatic zeigte mit den Technikpartnern iLSA, Barbanti und Metalprogetti ein umfassendes Maschinenprogramm für die Ausrüstung von Textilreinigungsbetrieben. Am großzügig gestalteten Stand war auch die Henning-Datentechnik GmbH vertreten, die u.a. in Vorträgen rund um Kassensysteme für Textilreinigungen informierte. Als Prototyp hatte Multimatic das Textilreinigungssystem Piuma dabei. Die hochschleudernde Maschine kann laut Unternehmen mit alternativen Lösungsmitteln betrieben werdenund besitzt ein Schwingungsdämpfersystem. Es muss nicht am Boden verankert werden. Bei Barbanti gab es einen neuen Hemdenfinisher zu sehen. Der MaxiShirty 484 arbeitet mit schonender, effektvoller Blastechnik. Die Energiedoppelnutzung durch den neu integrierten Kondensatwärmetauscher (484-HD-Ausführung)und die bewährte Wärmerückgewinnung sparen Energie, steigern die Produktleistungund entlasten das Raumklima am Arbeitsplatz, so Multimatic. Metalprogetti hat für seine automatischen Ein-und Ausgabesysteme eine App entwickelt, bei der man sich beispielsweise via QR-Code im System identifizieren kann. Das Branchennetworking war nicht nur am Stand ein wichtiges Thema: Gemeinsam mit zahlreichen Gästen feierte Multimatic am Samstagabend, 11. Juni, bei einer Schifffahrt das 50-jährige Bestehen.
Am Stand von Renzacci war u.a. Reinigungstechnik der Serie Excellence mitund ohne Destillation für eine Beladekapazität von 11 bis 90 kg zu sehen. Das italienische Unternehmen bietet nach eigenen Angaben Textilreinigungsmaschinen für verschiedenste Lösungsmittel, von Perund KWL über Intenseund Higlo bis zu Solvon K4und GreenEarth. Ein Thema am Messestand war auch die „Nebula 2.0“, die verschiedene Verfahren kombiniertund dank des „Dynamic-Saving-Flow“-Systems rund 40 Prozent Energieeinsparung verspricht. Auch mit den Waschschleudermaschinen der Serie „HS Ecocare“ sollen Einsparungen von bis zu 40 Prozent beim Wasserund bis zu 15 Prozent bei der Energie möglich sein.
Multitex zeigte Reinigungsmaschinen für Silikonlösungsmittel. Die MT 200 hatte Multitex mit 10 kg Füllmenge dabei. Das Modell soll durch energiesparende, übersichtlicheund wartungsfreundliche Bauweise überzeugen. Die Einbringmaße: 1,9 × 0,9 m. Hochschleudergang, Waschprozessund die Trocknung laufen unter Vakuum ab. Auch eine Maschine, die für die Lösungsmittel Intenseund Higlo geeignet sein soll, war am Stand zu sehen. Sie verfügt über einen Aktivkohlefilter, der Farbstoffe herausfiltern soll. Eine weitere Neuerung ist eine UV-Behandlungsanlage, die das Lösungsmittel entkeimt. Sie soll genau wie der Aktivkohlefilter an jeder Multitex-Maschine installierbar sein.
Pallas war ebenfalls auf der Texcare 2016 vertretenund präsentierte italienische Finishtechnik, die das Unternehmen in Deutschland vertreibt. Wäschereipressen unterschiedlicher Dimension waren Mittelpunkt des Messeauftritts von Malavasi. Die Palette reicht von der Standardpresse bis hin zu Spezialpressen für ganz bestimmte Textilien wie Gardinen oder Tischhussen, so beispielsweise die Jumbo-Gardinenpresse SLD Mabi mit bis zu 3 m Breite. Bei Trevil, ebenfalls ein italienischer Hersteller, dessen Deutschlandvertrieb über Pallas Finishsysteme läuft, gab es die aktuelle Version des Hemdenfinishers Trevistar zu sehen. Er verfügt über eine kräftige Absaugung der Heißluftund soll in Sachen Energiehaushaltund Ergonomie punkten. Als weitere Entwicklung präsentierte das Unternehmen mit dem Pantastar eine Kombination aus Hosentopperund vertikaler Hosenpresse in einem Gehäuse.
Der italienische Hersteller Rotondi hatte einen neu designten Formfinisher „SR-3000-V“ dabei mit einem farbigen Touchscreenund einstellbarem Gebläse. Mit „Magik“ präsentierte man eine „All-in-one“-Flachwäschemangel mit eingebauter Eingabe, Faltungund Stapelung. Als Neuheit war u.a. auch ein überarbeiteter Bügeltisch mit elektrischer Höhenverstellung, integriertem „Colombo“-Computerund LED-Licht zu sehen.
Bei Schmidmeier Naturenergie ging es um ressourcenschonende, effiziente Dampferzeugung. Die Anlagentechnik für CO2-neutralen Prozessdampf arbeitet mit Pellets bzw. Hackschnitzeln. In Deutschland haben laut Unternehmen schon einige Wäschereien die „Klimaschutzzentrale“ von Schmidmeier mit Erfolg in Benutzung. Geschäftsführer Thomas Schmidmeier ist überzeugt: „Die Ölpreise werden weiter steigen, die Pelletspreise gehen eher runter – unsere Kunden denken weiter.“
Der Schweizer Maschinenhersteller Schulthess stellte die Waschmaschinengeneration „wmi“ für Gewerbeund Industrie in den Fokus. Die Maschinen mit Füllmengen von 10 bis 30 kg sind mit einer USB-Schnittstelle ausgerüstet, einfach zu bedienenund sparsam im Verbrauch von Stromund Wasser, verspricht Schulthess. Integrierte Wasser-und Energierückgewinnungsysteme sorgen für nachhaltigeund ressourcenschonende Wäschereilösungen. Auch kürzere Waschzeiten werden dank Rückgewinnung erreicht. Desinfizierende Aufbereitung sowie Nassreinigung waren ebenfalls Themen am Schulthess-Stand. Waschmaschinenund Trockner sind z.B. mit speziellen Wet-Clean-Programmen ausgestattet, die es ermöglichen sollen, anspruchsvolle Textilien – vom Brautkleid bis zur Funktionsbekleidung – nasszureinigen.
Seibt+Kapp hatte auf der Fachmesse die komplettierte Baureihe der Durchlademaschine „Cleanfex“ dabei: Neben den bereits im Markt befindlichen Durchlademaschinen mit 20 kg, 30 kgund 45 kg Nennfüllmenge, wurde das Programm um Maschinen mit 66 kg, 90 kg, 110 kg, 140 kgund 180 kg ergänzt. Die Maschinen werden kundenbezogen z.B. mit unterschiedlichen Trommelteilungen, Flottenrückgewinnungssystemenund elektronischer Software geliefert. Serienmäßig ist laut Unternehmen bereits ein Wiegesystem integriert, mit dem die Wäschemenge in der Trommel erfasstund programmgesteuert Wasser, Heizenergieund Waschmittel entsprechend zugegeben werden. Weiterhin biete die mit einem Farbdisplay der neuesten Generation ausgestattete, vollelektronische Steuerung eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Waschprozess an die im jeweiligen Betrieb herrschenden Gegebenheiten anzupassen. Mit dem von Seibt+Kapp entwickelten Spezialwaschverfahren „EcoPower“ sollen sich auch auf diesen Maschinen warenabhängig sehr kurzeund damit hocheffektive Waschverfahren realisieren lassen.
Auf mehr als 400 m2 stellte der Sindelfinger Wäschereimaschinenhersteller Stahl in Frankfurt am Main seine Neu-und Weiterentwicklungen vor. Zu den zahlreichen Neuerungen gehörte beispielsweise die Baureihe der Trockner T 232-256, bei der Stahl die Antriebstechnik neu konzipiert hat. Durch den PTS-Antrieb in Kombination mit der serienmäßigen FREEpro-Mikroprozessorsteuerung können laut Hersteller die Trommeldrehzahl wie auch die Abluftmenge variabel an die unterschiedlichen Wäschearten angepasst werden. Während des Trockenvorgangs schalte sich das neu entwickelte System zum Abluftrecycling je nach eingegebenem Programm automatisch zu bzw. ab. Die Steuerung FREEpro gibt es mit einer verbesserten Bedienoberfläche auf Basis eines Touchscreens. Der Nutzer kann laut Stahl wählen, ob ihm eine Führung über Symbole, Text oder Nummern lieber ist oder ob er eine für ihn spezifische Handsteuerung wählt. Der Datenaustausch vom PC zu Maschinen oder auch unter den Maschinen sei mittels FREEpro sowohl über ein normales Netzwerk möglich wie auch über einen USB-Stick. Sämtliche Waschmaschinen von Stahl verfügen über die neue Eco-Trommeltechnologie mit von innen nach außen führender Lochung mit trichterförmigen, sanften Radien. Im Bereich der Mangeln präsentierte Stahl u.a. die neue Hochleistungsmuldenmangel Master 1610 mit Überhöhung der Mulde auf der Eingabeseite. Dadurch werde die Wäsche schon früh von der Walze erfasstund unter Anpressdruck gesetzt. Mit Divimat D stellte Stahl auch eine neue Baureihe von Hygienewaschschleudermaschinen vor. Das vorgegebene Ziel einer maximalen Schwingungsdämpfung wurde laut Unternehmen durch ein Verbundsystem von Luftfederungenund Reibdämpfern erreicht. Als Novum für diese Art von Hygienewaschmaschinen bezeichnet es Stahl, dass alle Wartungsmaßnahmen von vorn bzw. hinten ausführbar sind. So können die Maschinen z.B. eng nebeneinanderstehen. Alle Installationsleitungen können von oben oder unten zugeführt werden. Das Ablaufventil der Divimat D wurde ebenfalls neu entwickelt. Es sei noch größer dimensioniert, damit Flusenund eventuelle kleinere Fremdgegenstände ohne Störung mit abfließen können.
Der türkische Hersteller Tolon brachte Waschmaschinen, Trocknerund Zubehör mit auf die Texcare International 2016. Durch die Zusammenarbeit mit Jensen sind diese auch als Ergänzung des schweizerischen Programms zu sehen. Im Sortiment hervorzuheben ist vor allem das an den Maschinen angebrachte, grafische Interface „Nimbus“: Das digitale Maschinenüberwachungssystem ist cloudbasiertund auch per Smartphone bedienbar. Zudem sind die Türken seit kurzem mit kompakten Waschmaschinen von 10 bis 15 kg auf dem Markt, die das Tolon-Programm komplettieren sollen. Der Plan des Herstellers aus Izmir ist es, Schritt für Schritt auf der ganzen Welt Fuß zu fassen – helfen sollen dabei vor allem Digitallösungen wie „Nimbus“ oder auch ein QR-Code, der seit Neuestem an den Maschinen angebracht istund Daten zur Problemlösung in Echtzeit auf das Smartphone übertragen soll.
Treysse präsentierte sich als Gesamtausrüster für Wäscherei-und Textilreinigungstechnik sowie als Service-und Finanzierungspartner auf der Messe. Das Unternehmen war gemeinsam mit seinen Partnern, den Maschinenherstellern vertretenund beriet schwerpunktmäßig rund um Neu-und Weiterentwicklungen. „Bevor investiert wird, möchten Kunden die Technik gern in Augenschein nehmenund selbst testen“, erklärte Evelyn Kesselring von der Treysse GmbH. Daher war am Stand von Pony, dessen Vertrieb Treysse übernommen hat, Bügel-und Finishtechnik in Aktion zu sehen. Anziehungspunkt war u.a. der Hemdenfinisher „Eagle“. Bei der Entwicklung stand laut Anbieter im Vordergrund, eine effiziente, möglichst platzsparende Maschine mit geringem Energieverbrauch zu konstruieren. Um das Bügelergebnis von Hemden zu perfektionieren, presst die Maschine sowohl den Hemdschulterbereich als auch die Manschettenschlitze mit teflonierten Vorrichtungen, damit sich auf dunklen Stoffen nichts abzeichnet. Der Finisher kann Oberhemden, Damenblusen, Polohemden, Koch- oder Krankenpflegejacken bearbeiten.
Nebenan bei Union zog vor allem die neue Dampfreinigungsmaschine „Cloud“ die Blicke auf sich. Die Anlage soll den Kunden eine umweltfreundliche, wartungsarmeund kostenreduzierende Lösung bieten. Als Vorteile nennt der Anbieter geringe Investitionskosten, den Entfall der Lösungsmittelkosten, kurze Chargenzeiten sowie geringe Betriebskostenund Energieeffizienz.
IPSO hat seit vergangenem Jahr die Waschmaschinenserien IY im Programm. Erhältlich sind Beladekapazitäten von 6 bis 120 kg. Bei der Entwicklung wurde laut Anbieter ein besonderes Augenmerk auf ergonomisches Design, große Türöffnungen sowie niedrigen Wasserverbrauchund geringe Energiekosten gelegt.
Vega Systems stellte auf der Texcare 2016 u.a. die Smartline-„Medicare“-Waschstraße vor. Sie wäscht in allen Kammern im stehenden Badund verfügt über ein Spülverfahren, das auch bei Badwechselspülen ein gutes Ergebnis bringen soll – ohne Flusenund Haare. Die außerhalb der Maschine platzierten Tanks sind laut Unternehmen so ausgeführt, dass auch bei Farbwechseln keinerlei Farbrückstände in den Tanks zurückbleiben. Ebenfalls am Stand zu sehen war eine Zentrifuge mit 800 Gund 1.200 Umdrehungen sowie eine Rahmenpresse mit 63 bar Druck. Die eigens entwickelte Mangeltechnik wurde den Besuchern vorgestellt, so z.B. ein gasbeheiztes Ein-Roller-Modell, das mit einem längeren Plättweg punkten soll. Vega präsentierte weitere Neuentwicklungen im Bereich der Trockenwäschebearbeitungund Logistik, unterschiedliche Faltmaschinenund Trockner sowie die neue Prozessleittechnik „Vega-Guide“. Auch über Produkte aus dem NWT-Portfolio beriet das Team von Vega, darunter ein System zur vollautomatischen Zu-und Abführung für Handtuchrollen.
Eine neue Doppelbeinhosenpresse erregte viel Aufmerksamkeit am Stand von Veit. Sie soll sich für alle Betriebe mit einem hohen Hosenaufkommen eignenund einfachund ergonomisch bedient werden können. Nach kurzer Einarbeitung könne der Bediener bis zu 40 Hosen pro Stunde finishen. Nach dem Motto „Easy for you“ schafft damit jeder Mitarbeiter auch eine gleichbleibende Qualität, verspricht das Unternehmen. Eine Stretchvorrichtung auf Ober-und Unterform sorgt dafür, dass beim Ausspannen der Hosenbeinnähte Abdrücke im Bereich der Seiten-und Schrittnaht vermieden werden. Im Bereich Hemdenfinish zeigte Veit verschiedene energieeffiziente Systeme: Neben dem Hemdenfinisher mit Wärmerückgewinnungund intelligenter Prozesszeitverkürzung durch Restfeuchtesteuerung wurde auch das neue Abrechnungssystem „Pay Per Piece“ vorgestellt. Statt die Maschine zu kaufen, kann künftig auch ausschließlich die Nutzung abgerechnet werden. Technisch optimiert wurde der Hemdenfinisher auch für die Bearbeitung von Slimfit-Hemden. Um Druckstellen zu vermeiden, wurden Details an der Büste anders geformt oder federnd gelagert. Die Stimmung im Veit-Team war besonders gut: Veit feiert in diesem Jahr 60. Geburtstag.
In der nächsten Ausgabe von RWTextilservice lesen Sie mehr zur Texcare International 2016.