Sonnenalp Wäscherei in Ofterschwang Seit 10 Jahren Wäsche aus Allgäuer Berg-Idylle

Neubau, Ausbau, Krisen und Erfolg – in den zehn Jahren seit Eröffnung der Sonnenalp Wäscherei ist einiges passiert. Zur Feier des Jubiläums im Oktober 2024 blicken wir mit den Betreibern zurück auf Vergangenes und in die Zukunft.

Volker Parragi (re.), Leiter der Sonnenalp Wäscherei, und Team. - © Sonnenalp

Mitten im idyllischen Allgäu, zwischen Berggipfeln und grünen Wiesen, liegt Ofterschwang. Dort findet sich auch die hochmoderne Sonnenalp Wäscherei – und das mittlerweile seit 10 Jahren. Mitte Oktober 2024 lud die Wäscherei zu Jubiläumsfeierlichkeiten ein. Für die 110 Gäste – die aus Kunden und Lieferanten bestanden – gab es eine Führung durch die Anlage, sowie einen Blick auf Vergangenes und die Zukunftsvision der Wäscherei.

Alles begann 2014. Die langjährige Partnerschaft zwischen dem 5-Sterne-Sonnenalp-Resort und ihren bisherigen Partnern – einer Privatwäscherei in Wertach – endete. Die Hoteliers Anna Maria und Michael Fäßler standen vor der Frage, wie sie zukünftig mit dem Wäscheaufkommen des Resort fertig werden sollen.

Da das Hotel die Frotteewäsche schon immer selbst bearbeitete und man an den ökologischen Grundwerten festhalten wollte, entschieden sich die Hotelbetreiber dazu eine eigene Wäscherei vor Ort in Ofterschwang zu bauen.

Volker Parragi – der heutige Wäschereileiter und erfahrene Techniker – hörte zufällig von dem Vorhaben der Familie Fäßler und bot den Hoteliers an, die Planung des Neubaus zu übernehmen. Am Juli 2014 war die Sonnenalp Wäscherei eröffnet. Heute fertigen die 18 Vollzeit und zwei Teilzeitkräfte, sechs bis acht Tonnen Wäsche pro Tag ab.

R+WTextilservice war bereits 2015 vor Ort und berichtete im Artikel "Eigene Wäscherei, eigene Note" ausführlich über den modern ausgerüsteten Textilpflegebetrieb.

Innenansicht der Sonnenalp Wäscherei bei vollem Betrieb. - © Sonnenalp

Moderne Technik

Der Maschinenpark – bestehend aus Waschstraße, Mangeln, Sackhängeanlage und Speicher – erlaubt es der Wäscherei nicht nur das hohe Aufkommen an Textilien des Sonnenalp Resort, sondern auch das der 60 weiteren Kunden zu bearbeiten.

Im Jahr 2018 führt das Unternehmen ein RFID-System von Ustek ein. Es erlaubt die Zuordnung aller ein und ausgehenden Textilien und Wäschewägen zu den jeweiligen Kunden. Sobald die Wäsche ankommt, wird diese gescanned und in das interne System eingecheckt. Dazu hat noch jedes einzelne Teil einen eingenähten Chip, über den der aktuelle Status der Wäsche erfasst werden kann. Somit lassen sich Fehler und Dopplungen im Bearbeitungsprozess vermeiden.

Krisenbewältigung

In der Sonnenalp Wäscherei lief nicht immer alles glatt. So kam es im Oktober 2020 zu einem Brand in der Produktionshalle. Dank dem Einsatz des Personals vor Ort konnte zwar Schlimmeres verhindert werden, dennoch kam es zu einem Schaden von rund 700.000 Euro.

Kurz darauf dann der nächste Schreck, denn durch die Verschärfung der Corona-Maßnahmen musste die gesamte Wäscherei stillgelegt werden. Laut Volker Parragi kam diese jüngste Krise dem Unternehmen sogar zugute. Denn so konnte man sich die Zeit nehmen, die Brandschäden zu reparieren.

Zukunftsvision

Auch für das Jahr 2025 hat die Sonnenalp Wäscherei Pläne. So soll die bisherige Produktion bis zum zweiten Quartal um eine neue Halle erweitert werden. Neben einer neuen Trockenabteilung wird die Anlage Platz für eine automatische Produktion bieten. KI-gesteuerte Roboter übernehmen künftig monotone Arbeitsschritte. Dadurch wird das Personal entlastet und kann sich auf die zusätzliche Arbeit an den Mangeln, die durch die Kapazitätserweiterung entsteht, konzentrieren.