Bei der Belieferung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssen Wäschereien hohe Hygienestandards erfüllen. Die Endkunden möchten zunehmend wissen, wie sie diese hohe Qualität auch im Bereich der Wäscheausgabe weiterführen können, so Polytex Technologies. Dem Hersteller von Textilmanagementsystemen zufolge wird deshalb die sogenannte „hygienische Kleiderkammer“ häufiger als Entscheidungskriterium gewertet. Denn die automatisierte Wäscheausgabe müsse auch in zehn Jahren nicht nur wirtschaftlich sein, sondern auch erhöhte hygienische Anforderungen erfüllen.
Die geschlossene und staubfreie Lagerung der Wäsche im Polytex-System soll dazu dienen, Infektionsübertragungen in der Kleiderkammer durch den Ausschluss händischer Kontakte und die direkte Übergabe zum Nutzer zu vermeiden. Das sei ein großer Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Kleiderkammer, die täglich von fast allen Pflegekräften besucht würde, so Polytex. Dadurch könnten offene Bestände unkontrolliert angefasst und somit kontaminiert werden. Außerdem seien sie nicht geschützt gegen den in der Luft befindlichen Feinstaub. Die Bedeutung der Bekleidung im Hygienekonzept ist laut Polytex längst bekannt, aber wenig erforscht. Im Rahmen eines Vortrags auf der 48. „Interscience Conference on Antimicrobial Agents“ vor zehn Jahren sei von einer Studie mit 238 Proben und 135 Personen in den USA berichtet worden. Die Teilnehmer hätten mehrheitlich behauptet, ihre Bekleidung täglich zu wechseln und beurteilten ihre Hygiene als gut bis ausgezeichnet. Bis zu 60 Prozent der Pflegebekleidung sei jedoch mit Bakterien kolonisiert gewesen, die möglicherweise pathogen, also krankheitserregend, waren.
Polytex fördert nach eigenen Angaben internationale Forschungsprojekte, die die Auswirkungen der Automatenausgabe auf Nutzerverhalten und die mikrobielle Besiedelung der Pflegebekleidung untersuchen, damit verlässliche und aktuelle Zahlen zu dieser Thematik vorgelegt werden können. Aufgrund der steigenden Risiken in Bezug auf multiresistente Keime rückt die geschlossene Kleideraufbewahrung demnach immer mehr als Teil eines hygienischen Gesamtkonzepts in den Vordergrund. Diese Forderung wird bei hängender Bekleidung seit Jahrzehnten erfüllt. Auch bei gefalteter Bekleidung bietet das Polytex-Konzept nach Unternehmensangaben optimale Voraussetzungen für eine staubgeschützte und kontaktfreie Ausgabe mit hohem Durchsatz und schneller Beladung auf kleinstem Raum. Das Thema Hygieneverbesserung trug dazu bei, dass sich die Wäscheautomaten von Polytex Technologies bei vielen Kliniken durchgesetzt haben und deutschlandweit mittlerweile mehr als 200 Ausgabeautomaten im Einsatz sind, so das Unternehmen.
Nicht zuletzt führte laut Unternehmen auch der Einsparungsaspekt zu einem Aufschwung beim Wechsel von manuellen Systemen zu einer automatisierten Wäscheausgabe. Denn: Programmgestützte Ausgabe- und Kontrollfunktionen erleichtern die Planung und Nachvollziehbarkeit der Wäscheausgabe und führen dadurch in den meisten Fällen zu einer Reduzierung des Bekleidungspools. Die elektronische Erfassung der Bekleidung hat zudem den positiven Effekt, dass der Textilschwund auf ein Minimum zurückgeht, verspricht Polytex.www.polytex-technologies.de