Die Textilreiniger-Innung Hamburg richtete im Juni zum ersten Mal die Regionalausstellung Hansete(ch)x aus. Rund 650 Textilreiniger, Wäscher, Hersteller und Zulieferer besuchten die Messe in der Hansestadt, die Obermeister Lars Reuter zusammen mit Petra Beck und Stefan Bohnhoff organisierte. Mit der Premiere zeigten sich Veranstalter und Aussteller zufrieden.
Wäscheduft in der Hafencity
In den Räumen des denkmalgeschützten Fabrikgebäudes „Prototyp“ in der Hafencity können Besucher normalerweise in die Geschichte der Automobile eintauchen. Doch vom 19. bis 20. Juni 2010 drehte sich im Automuseum alles um Trockner, Waschmaschinen und Finisher. Nicht nur Theorie und statische Exponate erwarteten die Besucher, sondern Maschinen im Praxiseinsatz. Wasch- und Trocknertrommeln rotierten, Hemden wurden auf Finisher aufgezogen und Kragen gepresst. Rund 40 Aussteller aus Deutschland folgten der Einladung der Textilreiniger-Innung Hamburg, um bei der Premiere der Regionalausstellung dabei sein zu können. Maschinenhersteller, Dienstleister, Anbieter von Wasch- und Lösemitteln sowie Softwareanbieter reihten sich aneinander. Mit den rund 650 Messebesuchern führten die Aussteller Fachgespräche, stellten Neuheiten und Maschinen vor.
Mehr als 200 Kundengespräche führte die Bohnhoff Betriebstechnik GmbH an diesem Wochenende. Dabei präsentierte der Dienstleister Maschinen und Lösungen von Jumag, Multimatic und Kaesser. Außerdem erfuhren die Besucher, dass Stefan Bohnhoff mit seinen Technikern für rund 400 Wäschereien und Reinigungen im Norden von Deutschland im Einsatz ist.
Das Unternehmen Eco Impact Brüske stellte dem Fachpublikum den Prototyp CRA 150 vor. Die Maschine wäscht, trocknet und bügelt Textilien in einem Vorgang. Je nach Material und Größe der Bekleidung dauert der Reinigungsprozess zwischen sieben und 15 Minuten. „CRA 150 ist derzeit noch in der Testphase, dennoch möchten wir dem Publikum unsere Erfindung bereits heute vorstellen. Erste Überlegungen tendieren dahin, die Maschine auch für KWL und Silikon zu bauen“, erklärte Heike Brüske. Interessant sei die Erfindung für Branchenneulinge und Waschsalons. Ein weiterer Maschinenschwerpunkt waren die Bügelautomaten Tex 15 und Tex 60. Durch Rotation kann der Hochleistungsbügelautomat Tex 60 vier Bekleidungsstücke wie Hemden, Hosen oder Jacken gleichzeitig bearbeiten. Ganz gleich, ob die Textilien zuvor nass oder trocken gereinigt wurden, sie werden nach und nach in das Vierkammernsystem eingesetzt. Dank der Rotation werden die einzeln eingesetzten Textilien zum Bedampfen und Trocknen gedreht, bevor sie wieder automatisch ausgegeben werden.
Multimatic iLSA Deutschland GmbH war mit einer kleinen Maschinenausstellung auf der Hansete(ch)x präsent. So konnten die Besucher unter anderem die Funktion und Arbeitsweise des elektrisch beheizten und energieoptimierten Hemdenfinishers MaxiShirty 483 mit der Kragen-Manschetten-Presse 510 in Augenschein nehmen. Unter den Maschinen befand sich auch eine iPURA-Reinigungsmaschine mit JetClean-Sprühtechnik und Wasserrückgewinnung. Das KWL-Lösemittel wird durch spezielle Düsen auf die rotierende Ware gesprüht und zerstäubt in der erwärmten Trommel. Bei diesem Verfahren ist der Energie- und Kühlwasserverbrauch geringer als bei einer Reinigung im Lösemittelbad. Darüber hinaus präsentierte Multimatic auch noch die Waschschleudermaschine GW 6013.
Am Messestand der Treyße GmbH erfuhren die Besucher mehr über die Technik der IPSO-Wäschereimaschinen. Anhand der Maschinen wurden verschiedene Versionen der eingebauten Steuerungstechnik gezeigt. Wie das Unternehmen erklärte, bietet die Cygnus-Steuerung u.a. ein großes Display mit Klartextanzeige sowie umfangreiche Programmgestaltungsmöglichkeiten. Am neuen Universalfinisher von Rotondi zeigte Erik Treyße die verstärkte Dampf- und Trocknungsleistung sowie die automatische Lang- und Kurzarmspannung. Ebenso konnten sich die Besucher über die Multisolvent-Textilreinigungsmaschinen von Eazy-Clean informieren.
Die Miele & Cie. KG stellte ihr Nassreinigungspflegeverfahren WetCare für Waschmaschinen und Trockner vor. Ein weiterer Schwerpunkt war die patentierte Schontrommel von Miele. Laut Unternehmen pflegt diese die Wäsche nachhaltiger. Knut Klindworth erläuterte: „Die ,Bienenwaben‘-Struktur der Wasch- und Trocknertrommeln ermöglicht eine verbesserte Luftführung sowie schnelle Zu- und Abfuhr von Wasser. Der Anwender spart nicht nur Energie und Wasser, sondern kann auch ein verbessertes Ergebnis feststellen.“ Außerdem konnte sich das Fachpublikum von den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Maschinen überzeugen. So können unter anderem einzelne Parameter manuell in Klarschrift verändert werden.
Das Unternehmen Electrolux präsentierte dem Fachpublikum den Prototypen des Waschtrockners „Wash & Dry“. „Diese Maschine kann die Wäsche per Knopfdruck waschen und trocknen, sodass die Wege zwischen Waschmaschine und Trockner eingespart werden“, führte Sebastian Hupe aus. Mit Hilfe des eingebauten Compass Control könne mit dem Waschtrockner auch nur gewaschen oder getrocknet werden. Eine Alternative zur chemischen Reinigung will Electrolux mit dem Nassreinigungsverfahren „Lagoon“ anbieten. Dieses könne jede Kleidungsfaser, sogar Seide oder Kaschmir, reinigen. Darüber hinaus kommen keine Lösemittel zum Einsatz, die Produkte seien biologisch abbaubar und halten das Abwasser rein.
Der Wäschereimaschinenhersteller Stahl stellte dem Messebesucher die Waschschleudermaschine Atoll vor. Die Maschine ist mit einem PTS-Antrieb (Power-Transmission-System), der unter anderem ein geräuschloses Waschen ermöglicht, der Steuerung Freepro und einer Trichterlochung der Waschtrommel für eine schonende Behandlung der Textilien ausgestattet. Darüber hinaus laufen diese Geräte leise und große Türöffnungen ermöglichen ein schnelles sowie ergonomisches Arbeiten. Der breite Griff mit Schutzvorrichtung an der Tür soll Arbeiter vor Verbrennungen schützen. Auch konnten sich die Besucher vom Wäschetrockner T 134 überzeugen. Besonders die radiale Luftführung, von oben nach unten durch die komplette Waschtrommel, ermöglicht eine schnelle und gründliche Trocknung der Wäsche.
Am Messestand der Multitex Maschinenbau GmbH erwartete die Besucher der „Multitex Fresh-up“ - ein Schrank, der störende Gerüche von Textilien entfernen soll. Parfümgeruch oder Tabakrauch an Bekleidung, Pelzen oder Leder lässt sich auf Basis von Ionisierung mit integriertem UV-Licht effektiv neutralisieren. Außerdem hatte Multitex die chemische Reinigungsmaschine MT 300 aufgebaut. Nach Angaben des Unternehmens zeichnet sie sich durch ihre niedrige Trocknungstemperatur und einen hohem Reinheitsgrad aus.
Die Veit GmbH aus Landsberg/Lech stellte dem Fachpublikum bewährte Bügeltechniken vor. An Finishgeräten und Bügelpressen gaben sie dem Besucher Tipps zur richtigen Handhabung. Darüber hinaus informierte das Team auch über ihre Logistiklösung für die Textilaufbereitung: vom Auspacken der Ware über das Aufbügeln und den innerbetrieblichen Transport bis hin zu Tunnelfinisher und Verpackungsmaschine.
Die Glatzel Handelsgesellschaft mbH (GGP) ist Handels- und Vertriebspartner u.a. für Böwe und Sankosha. Auf der Hansete(ch)x stellte GGP die neuen Produktlinien von Böwe, die Waschmaschine BWH 18 (Fassungsvermögen 18 kg) und den Trockner SB 17 (Fassungsvermögen 17 kg), vor. Auch die Funktion der Hemden-Rumpf- und Kragen-Manschetten-Presse von Sankosha wurde dem Publikum vor Ort präsentiert. Im hinteren Teil des Messestands war ein Zucchetti-Speicherförderer in L-Form aufgebaut. Verkaufssachbearbeiter Ralf Hilker über das Speicherförderband: „Das ist die Zukunft von Wäschereien und Reinigungen, weil nur so Kunden optimal und schnell bedient werden können.“
Am Stand der Cordes Bügeltechnik GmbH schauten die Besucher dem Fachpersonal beim Finishen über die Schulter. „Wir möchten den Textilreinigern das Thema Oberhemden nahebringen, weil es in Wäschereien und Reinigungen keinen verlässlicheren Umsatz gibt“, erklärte Reinhard Cordes. Mit seinem Team präsentierte er u.a. die Oberhemdenbügelpuppe mit zusätzlicher Schulterpresse des italienischen Herstellers Pony. Ausgestattet mit der neusten Blastechnik erreicht die Maschine vom Typ 405 eine stündliche Leistung von ca. 40 Oberhemden. Auch vom Universalfinisher Genus SV Plus mit ergonomischem Bügeltisch und den Grundfunktionen (saugen, blasen und unterdämpfen) konnte sich das Fachpublikum überzeugen. Vom japanischen Hersteller Y.A.C. stellte Cordes eine einfache und zeitsparende Hemdenfinishanlage vor.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Büfa Reinigungssysteme GmbH & Co. KG und Safechem stand das Safe-Tainer-System. Mit diesem System ist, nach Angaben von Safechem, ein sicherer und nachhaltiger Einsatz von chlorierten Lösemitteln gegeben. Zwei unterschiedlich ausgestattete Behälter, einer für die Belieferung von Frischware und der andere für die Rückgabe von Destillationsrückständen, stehen dem Benutzer zur Verfügung. Zudem wird durch die Doppelwandigkeit keine zusätzliche Auffangwanne benötigt. Interessierte konnten sich auch über das Büfa-CareConcept (Nassreinigung) aufklären lassen. Hierbei handelt es sich um eine faser- und farbschonende Behandlung der Textilien. Gleichzeitig seien desinfizierende Prozesse und sorgfältig abgestimmte Trocknungsprozesse möglich. Darüber hinaus gab es Proben von Lizerna Breeze, einem Wäscheweichspüler mit trocknerbeständigem Frischeduft. Und explizit für kleine Unternehmen bot Büfa Vollwaschmittel als Kleingebinde an.
Die Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH präsentierte sich gemeinsam mit ihrem Handelspartner Plümer GmbH & Co. KG auf der Messe. Neu im Programm von Kreussler ist Hydrob Easydry, eine Substanz für die Imprägnierung und zur Fleckschutzausrüstung von Textilien, um das Eindringen von Wasser, Öl und anderen Flüssigkeiten zu verhindern. Laut Kreussler ist Hydrob Easydry bereits bei niedrigen Trocknungstemperaturen wirksam, was Energiekosten senkt. Ebenso konnten sich Besucher über Reinigungsverstärker wie Clip Presorb, Clip Green Conc oder CliPura informieren. Mit einem Detachier-Sprühgerät, das Hemdenkragen und Manschetten automatisch befeuchtet, konnte Plümer den Messebesuchern eine Neuheit präsentieren.
Mit ihrem Produkt „Triple Bleach“ hat die Seitz GmbH ein chlorfreies Waschmittel auf den Markt gebracht. Die neue Möglichkeit der Fleckenentfernung soll die Fasern weniger beschädigen und einen besseren Weißgrad erzielen. Zudem sei das Produkt umweltverträglich. Darüber hinaus wurde der Besucher auf Green-Earth-Cleaning, eine laut Anbieter natürliche Art der Reinigung, und auf das Nasspflege- und Waschsystem Geniox aufmerksam gemacht. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht das Geniox-System eine intensive Entfernung von Schmutz- und Fleckensubstanzen sowie von bleichbaren Verfleckungen im kalten Wasser.
Im Mittelpunkt des Messestands der Ecolab Deutschland GmbH stand der Prototyp der neuen Dosiertechnik, ausgestattet mit Membranpumpen. So können für einen Waschgang mit 15 kg Wäsche vier bis maximal sechs flüssige Waschmittel genau dosiert werden. Laut Anbieter garantieren die Pumpen eine konstant hohe Dosiergenauigkeit und -sicherheit, lange Standzeit sowie hohe Betriebssicherheit. Im Laufe dieses Jahres soll das Dosiersystem auf dem deutschen Markt erhältlich sein.
Auch der Spezialist im Bereich der fachgerechten Entsorgung und Aufbereitung von halogenhaltigen und -freien organischen Lösemitteln, Richard Geiss GmbH, stellte seine Dienstleistungen auf der Regionalausstellung in Hamburg vor. Einen Einblick erhielten interessierte Besucher auch in den Lösemittelkreislauf. Wie das Unternehmen erklärte, stehen für die Ver- und Entsorgung von chemischen Reinigungen vier Spezialfahrzeuge zur Verfügung. Jeder dieser Lastwagen ist mit einer integrierten Auffangwanne ausgestattet, um gebrauchte Lösemittel beim Kunden abzuholen und das Regenerat wieder sicher zum Kunden rückzuführen. Es besteht auch die Option, das gewonnene Regenerat wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Des Weiteren konnten sich die Besucher über die Destillationsanlage zur Aufarbeitung von organischen Lösemitteln informieren.
Schibensky GmbH Thermopatch präsentierte den Besuchern die Patchmaschinen Penguin HS-21, HS-4-C (Bieber), NL-10 Fox (zu Deutsch: Fuchs), Alligator HS-11 sowie die Mammuth NL-15-R für eine dauerhafte Textilkennzeichnung. Im Bereich der temporären Kennzeichnung ist Y-150 Thermo-Seal auf dem Markt. „Mit Thermo-Seal ist eine schnelle Kennzeichnung möglich. Außerdem machen die farbigen Streifen aus dem Sortieren von Hemden eine leichte Aufgabe und beugen Sortierfehlern vor“, verdeutlichte Fachberater Peter Förster. Daneben wird die Länge der Etiketten automatisch dem Code angepasst. Nach Angaben des Unternehmens haften sie auch fest am Textil und können gleichzeitig leicht wieder entfernt werden.
Beim Aussteller ThermoTex Nagel GmbH war es möglich, verschiedene Arten der textilen Kennzeichnung auszuprobieren. Mit System Ident konnten Besucher die temporäre Textilkennzeichnung auf Stoffproben testen. Diese Methode kommt bevorzugt im Privatkundengeschäft zum Einsatz. Auch Patchmaschinen für eine dauerhafte Kennzeichnung von Textilien waren aufgebaut. Besonders im Bereich des Textilleasings und bei Bekleidung von Heimbewohnern findet diese Methode Anwendung. Messebesucher konnten sich auch über die Transpondertechnologie (RFID-Technologie) bei ThermoTex informieren. Durch das Einpatchen von Transpondern in die Bekleidung entfällt die manuelle Einzellesung von Textilien.
Mit einem gemeinsamen Messestand stellten sich Stichweh Teppichreinigung GmbH & Co. KG und Lederreinigung Peter Kirst vor. Während die Stichweh Teppichreinigung den Messebesuchern das Kassensystem mit integriertem Kundenmonitor und die Clean-Card vorstellte, machte Leder Kirst auf seinen Fachbetrieb aufmerksam. Die beiden Unternehmen betreiben Cross-Selling. So nimmt die Stichweh Teppichreinigung die Ledergarderobe von ihren Kunden an und lässt sie von einem Fahrer nach Berlin bringen. In Berlin nimmt Kirst im Gegenzug Teppiche an und schickt sie per Fahrer zu einer Filiale von Stichweh. Beide Unternehmen profitieren somit von den Leistungen des anderen.
Bei Kassen+Rollen Huth GmbH aus Köln erwartete die Besucher eine kleine Ausstellung von unterschiedlichen Kassensystemen. „Eine Kasse hat die Aufgabe, die Ware des Kunden zu kennzeichnen. Auch soll die Kasse eine Unterstützung bei der Abrechnung sein und den Preis für Dienstleistungen berechnen“, erklärte Herbert Huth. Einige Modelle können sowohl Vor- wie auch Nachkasse abrechnen.
Seit mehr als 85 Jahren steht die Versteegen Assekuranz Versicherungsmakler AG als unabhängiger Versicherungsmakler mittelständischen Unternehmen, insbesondere Wäschereien und Reinigungen, im Schadensfall zur Seite. Klaus Ziock und Sven Krüger informierten Interessierte über das Leistungsangebot. „Für Inhaber bzw. Geschäftsführer der Branche ist unsere ,Textilreiniger-Police‘ von Vorteil. Übergebenes Kundeneigentum, aus Privat- oder Objektkundengeschäft, ist dadurch gegen jeden Schaden versichert“, erklärte Klaus Ziock. Auch über häufige Ursachen eines Brandschadens - Selbstentzündung der Wäsche - wurden die Besucher in Kenntnis gesetzt.
SoCom Informationssysteme GmbH demonstrierte verschiedene Softwarelösungen für Textildienstleister. Im Fokus stand die Managementsoftwarelösung Tikos. So können logistische und kaufmännische Aufgaben abgedeckt werden. Die Software lässt sich außerdem auch an den Betrieb anpassen. Des Weiteren konnten die Besucher den mobilen Tourmanager ausprobieren und bekamen Informationen zu Tunes, einem Universalerfassungssystem zur schnelleren Erfassung von Wäscheposten.
Am Messestand von Kurtz Software GmbH aus Faßberg wurde dem Fachpublikum eine Computerkasse für Textilreinigungen vorgestellt. Annahme und Überwachung von Textilien geschehen dabei per Knopfdruck. Des Weiteren präsentierte das Unternehmen ein Softwarepaket für Wäschereien und Textilreiniger, das den gesamten Arbeitsablauf, von Warenannahme über Warenverwaltung bis hin zu Rechnungsstellung, steuert. Eckpfeiler dieser Branchenlösungen seien die Filialanbindung sowie eine praxisnahe Bedienung mittels Touchscreen.
Unter den Ausstellern war auch die Mediengestaltung Morjan aus Seevetal, die das individuell, direkt auf die Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnittene Content-Management-Systeme (CMS) vorstellte. Ein CMS oder Inhaltsverwaltungssystem ist ein System zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten. „In angenehmer Atmosphäre und in aufschlussreichen Gesprächen konnte ich auch aktuelle Werbetechniken und Webseitenlayouts vorführen“, sagte Matthias Morjan.
Auch das Textilreiniger Bildungszentrum Rheine e.V. (TBZ) präsentierte sich mit seinem Aus- und Weiterbildungsangebot auf der Hansete(ch)x. Udo Nagelschmidt informierte die Messebesucher über Seminare zu den Themen Bügeln, Detachieren und Verkaufsschulung. Darüber hinaus gab es auch Broschüren zum Fortbildungslehrgang „Fachkraft im Textilreinigerhandwerk“ und für die Vorbereitungslehrgänge zum Gesellen oder Meister.
Dr. Volker Schmid und Heike Fritsche informierten zusammen mit ihrer neuen Mitarbeiterin Caroline Berger über das Dienstleistungsangebot des DTV sowie über EFIT und FashionCare. Das Team beantwortete u.a. Fragen zur Verbandszertifizierung sowie zum Tarif- und Arbeitsrecht. Außerdem bietet der Verband Musterverträge und gibt Hilfestellungen rund um Ausschreibungen sowie zum Thema Handwerksrecht. Informationen gab es auch zum DTV-Gutscheinheft, das jedem DTV-Mitglied einen geldwerten Vorteil in Höhe von ca. 2.900 Euro verspricht. Über das Informationsangebot hinaus war es dem Verband ein wichtiges Anliegen, die Innung und deren Engagement zu unterstützen. „Ein gelungenes Event, das die Branche zusammenbrachte“, erklärte Heike Fritsche. Besonders lobte die DTV-Vertreterin das vielseitige Informationsangebot und das breite Spektrum der angebotenen Produkte und Dienstleistungen.
Am Ende zogen die Veranstalter ein äußerst positives Fazit. Petra Beck verriet: „Unsere erste Branchenveranstaltung war richtig klasse. Viele Textilreiniger, die an diesem Wochenende nicht in die Speicherstadt gekommen sind, ärgern sich, das Ereignis verpasst zu haben.“ Obwohl es bereits die ersten mündlichen Anmeldungen gibt, soll die Nachfolgeveranstaltung erst in den nächsten drei bis vier Jahren folgen. „Wir wollen nicht mit anderen großen Messen wie der Expo Detergo in Mailand oder der Texcare in Frankfurt/Main konkurrieren“, erklärt Obermeister Lars Reuter. Wenn es dann soweit ist, soll die nächste Hansete(ch)x wieder im gleichen Rahmen stattfinden.Laura Heiß