Wäscherei Maurer in Zschopau Warmwasser mit Mangelabwärme

Energie ist teurer als Wasser. Deshalb nutzt Günter Maurer über einen speziell entwickelten Wärmetauscher die Abwärme seiner Mangel für die Warmwasseraufbereitung. Auch sonst setzt der Inhaber der Zschopauer Wäscherei Maurer auf effiziente Finishprozesse in seinem Betrieb.

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    Der Hemdenfinisher kann individuell auf die Konfektionsgröße und das Material programmiert werden.
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    Der Hemdenfinisher kann individuell auf die Konfektionsgröße und das Material programmiert werden.
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    Anschließend werden Kragen und Manschetten in der Kragen-Manschetten-Presse bearbeitet.
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    Anschließend werden Kragen und Manschetten in der Kragen-Manschetten-Presse bearbeitet.
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    Die manuelle Nachbearbeitung kann auf ein Minimum reduziert werden.
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    Die manuelle Nachbearbeitung kann auf ein Minimum reduziert werden.
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    In der Universalpresse bekommen die Teile den letzten Schliff.
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    In der Universalpresse bekommen die Teile den letzten Schliff.

Oberhemden mit faltigen Schulternähten, zuweilen auch ein ungünstiger Ärmelschnitt machen das Finishing zur Tortur. "Nicht alle Kunden achten beim Garderobenkauf auf gute Qualität. Häufig beeinflusst der Preis ihre Entscheidung", weiß Dipl.-Ing. Günter Maurer. "Die gleichen Kunden erwarten aber von der Wäscherei, dass ihre Hemden, Blusen oder Kittel tiptop gefinisht werden", so der Inhaber der Wäscherei Maurer in Zschopau.

Mit der richtigen Technik macht der Profi aber Unmögliches möglich: Vor gut zehn Jahren hat er in einen Universalfinisher von Multimatic investiert. Das Gerät ist mit einer pneumatischen Spann- und Streckvorrichtung und einer pneumatischen Andruckleiste mit Temperaturre­gelung ausgestattet und elektrisch beheizbar. Der MultShirty besitzt eine einstellbare Schulterbreite, eine Absaugung im Brustbein beim Anlegen der Hemdenfront sowie fotozellengesteuerte Manschettenflachklammern und eine abnehmbare Kragenklammer. Die Dampf-, Mix- und Trocknungszeiten können programmiert werden. So können die Mitarbeiter individuell auf Materialien und Qualitätsstandards eingehen und einzelne Teile oder Posten mit guten Ergebnissen finishen.

Ganz ohne Nachbearbeitung geht es aber nicht: "Insbesondere Organisationen, Vereine und Firmen liefern gern Hemden, Blusen und Kittel ein, weil bei uns die Qualität stimmt", so Maurer. Weil aber Handarbeit zeitaufwendig ist, wird sie durch zuverlässige Technik ersetzt. So bekommt durch die Bearbeitung mit einer Kragen-Manschetten-Presse und einer Universalpresse mit Saugblasdämpfer von Rotondi sogar Ware minderer Qualität den letzten Schliff: "Nach unserem Verständnis ist jedes Teil erst perfekt gefinisht, wenn es alle drei Stationen durchlaufen hat", unterstreicht der Unternehmer. Nur selten bleiben hartnäckige Falten, die dann manuell mit dem Bügeleisen nachbearbeitet werden.

Wäscherei Maurer nutzt Wärmetauscher

Günter Maurer ist bewusst, dass es mittlerweile Finishgeräte jüngerer Generation mit besserer Energieeffizienz gibt. "Zurzeit haben aber anderweitige Investitionen Vorrang. Deshalb werden wir mit der bewährten und störungsfreien Technik noch ein paar Jahre arbeiten", räumt er ein. Mittlerweile profitiert die Energiebilanz seines Betriebs aber durch die Nutzung der Mangelabwärme.

"2003 ließen wir eine NWT-Mangel mit 2.500 mm Arbeitsbreite, einem Walzendurchmesser von 1.300 mm und zweifacher Längsfaltung installieren", berichtet der Unternehmer. Darauf bearbeiten drei Mitarbeiter täglich 600 bis 800 kg Flachwäsche. Bei regelmäßiger Wartung arbeite die Mangel absolut zuverlässig und störungsfrei, berichtet Maurer. Jedes Jahr wechselt er die Steuerungsbatterie aus, darüber hinaus wird das Mangeltuch alle halbe Jahre gewaschen und gedreht und nach einem Jahr gegen ein neues ausgetauscht.

Vor fünf Jahren ließ der Unternehmer die Mangel durch die WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH mit einem Wärmetauscher aufrüsten, der seitdem den Energiebedarf um zehn Prozent senkt. "Das in der Abluft enthaltene Wachs wird über eine spezielle Ablaufvorrichtung gesammelt, der Abzug ist mit extragroßen Lamellen ausgestattet", erläutert Maurer. Einmal im Jahr reinigt er die Anlage gründlich.

Die gewonnene Abwärme wird zum Aufheizen des Waschwassers genutzt. "Bei kontinuierlichem Mangelbetrieb können wir damit den gesamten Warmwasserbedarf abdecken", unterstreicht der Unternehmer. Mitunter werde sogar über den Bedarf hinaus Warmwasser aufbereitet. "Weil aber Energie teurer als Wasser ist, bleibt trotzdem unterm Strich eine Ersparnis."

Wäscherei Maurer – In vierter Generation

  • Gegründet wurde die Wäscherei Maurer 1906 in Zschopau/Erzgebirge von Anna Werner
  • 1919 Übernahme durch Sohn Richard Werner
  • Ab 1949 führte dessen Schwiegersohn Mathias Maurer den Betrieb bis zur Verstaatlichung 1972
  • 1974 Gründung eines neuen Privatbetriebs im Nachbarort Gornau
  • 1991 Reprivatisierung und Neubeginn durch Dipl.-Ing. (FH) Günter Maurer und Ehefrau Carmen
  • Das Produktionsvolumen beträgt 110–120 t pro Jahr. Zwölf Vollzeitbeschäftigte arbeiten in einer Schicht.

Die Wäscherei Maurer pflegt Textilien für Gaststätten, Pensionen und Hotels bis 50 Betten zwischen Seiffen und Chemnitz. Sie bietet Service für Berufsbekleidung, Haushaltswäsche und Schmutzfangmattenservice an. Ein zweites Standbein ist der Verkauf von Bettwäsche und Frottierwaren.