Technologie Warum nur Textilien waschen? Waschmaschine für Menschen

Es klingt wie ein Aprilscherz, ist aber keiner: die Waschmaschine für Menschen. Die "Mirai Ningen Sentakuki" reinigt laut Hersteller "Körper und Geist". Wie der Waschgang für Menschen funktioniert.

So sieht die menschliche Waschmaschine aus.
So sieht die menschliche Waschmaschine aus. - © Kazuhito Suwa

Sitzt ein Nutzer in der futuristischen Kapsel, füllt sich die "Waschmaschine" partiell mit Wasser. Düsen setzen mikroskopisch kleine Luftbläschen frei, die mit leichtem Druck gegen die Haut stoßen, das massiert den Nutzer und löst den Schmutz.

Die Technologie dahinter nennt der japanische Hersteller Science Co. "Mirable". Er nutzt sie für Duschköpfe – und für textile Waschmaschinen. Unter der Marke "AQUA" vertreibt der Hersteller die Geräte für professionelle Textilpflege.

Die Waschmaschine für Menschen nutzt KI

Aber zurück zur menschlichen Waschmaschine: Im Sitz verbaute Sensoren messen Puls und Körpertemperatur.

Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) reagiert das Gerät auf die gewonnen Daten: Hat der Nutzer einen hohen Puls, startet ein beruhigendes Video oder sanfte Musik. Fällt die Körpertemperatur, strömt warmes Wasser nach.

15 Minuten dauert die Prozedur und der Nutzer steigt sauber, trocken und entspannt aus der "Trommel".

Das Gerät misst Körpertemperatur und Puls. Es kann auch Musik oder Videos abspielen.
Das Gerät misst Körpertemperatur und Puls. Es kann auch Musik oder Videos abspielen. - © Science Co.

EXPO in Osaka präsentierte 1970 die erste Waschmaschine für Menschen

Die erste Waschmaschine für Menschen wurde in den 70er-Jahren präsentiert.
Die erste Waschmaschine für Menschen wurde in den 70er-Jahren präsentiert. - © Mainichi Shimbun

Neu ist die Idee der Waschmaschine für Menschen allerdings nicht. Schon 1970 zeigte die EXPO in Osaka ein Modell für Menschen: das Utraschallbad von Sanyo Electric.

Beim Vorspülen sprühte die Waschmaschine ihre Nutzer zunächst mit warmem Wasser ein. Danach füllte sich die Kammer für ein Massagebad. Wie in einem Whirlpool massierten Wasserstrahlen und im Wasser schwebende golfballgroße Massagebälle den Körper. Ein Ultraschallgenerator erzeugte Luftbläschen, die Schmutzpartikel von der Haut lösten. Auf das Bad folgte eine Spülung. Ein Gebläse föhnte den Nutzer trocken.

Yasuaki Aoyama, der Gründer von Science Co. hat nach eigenen Angaben das Exponat damals als Kind gesehen und knüpft nun an das Konzept mit moderner Technologie und einem Team, zu dem auch Ingenieure der ersten Waschmaschine für Menschen gehören, an.

Ab 13. April wird die Waschmaschine auf der EXPO 2025 in Osaka präsentiert. Dort können Besucher sogar Zeitslots buchen, um sich von dem neuen Gerät selbst zu überzeugen.

Was die Waschmaschine kosten soll oder wann das Gerät auf den Markt kommt, gab Science Co. bisher noch nicht bekannt.