Steuer/Recht/Finanzen -

Bankenverband und Bundesbank Geldschein in der Waschmaschine mitgewaschen - was tun?

Nicht nur Wäschereien kennen das Problem: In der Hosentasche hat sich ein Zwanziger versteckt und ist eine Runde in der Waschmaschine mitgefahren. Der Bundesverband deutscher Banken und die Deutsche Bundesbank geben Tipps, was mit beschädigten Geldscheinen zu tun ist, egal ob mitgewaschen, zerrissen, angesengt oder bemalt. Sie gelten grundsätzlich als gesetzliches Zahlungsmittel – unter einer Voraussetzung.

Wer kennt das nicht: Man vergisst den Zwanziger in der Jeans und ab damit in die Waschmaschine. Die ganz private „Geldwäsche“. Oder: Ratsch – der Reißverschluss des Portemonnaies reißt ein Stück der Banknote ab, die man gerade herausholen will. Was tun mit geschredderten oder verwaschenen Geldscheinen?

Die gute Nachricht für alle, die einen eingerissenen, mitgewaschenen oder bekritzelten Geldschein haben, kommt vom Bundesverband deutscher Banken: Auch beschädigte Geldscheine sind grundsätzlich gesetzliches Zahlungsmittel – vorausgesetzt es ist noch über die Hälfte der Banknote vorhanden.

Kleinere Risse lassen sich mit einem transparenten Klebestreifen reparieren, rät der Bankenverband. Diese Geldscheine können weiterhin in Umlauf gebracht werden. Bei schlimmeren Schäden ist das nicht mehr problemlos möglich. Denn viele Ladenbesitzer lehnen die Annahme ab.

Beschädigte Banknoten bringen Kunden am Besten zu ihrer Hausbank, teilt der Bundesverband deutscher Banken mit. Diese tauscht den Schein um. Ist der Geldschein nur noch als Puzzle zusammenzusetzen, fehlt ein Teil oder hat dieser Brandlöcher, schicken Sie diesen besser zur Deutschen Bundesbank. Jedes Jahr tauscht die Notenbank nach eigenen Angaben kaputte Banknoten im Wert von circa 30 Millionen Euro aus.

Voraussetzungen für Umtausch von Banknoten

Die Bundesbank leistet nach eigenen Angaben für beschädigte Euro- und DM-Banknoten Ersatz, "wenn entweder mehr als die Hälfte des Geldscheins vorgelegt wird oder nachgewiesen wird, dass die fehlenden Teile von Geldscheinen, von denen die Hälfte oder weniger vorgelegt wird, vernichtet wurden". Grundsätzlich von der Ersatzleistung ausgeschlossen seien vorsätzlich beschädigte Euro-Banknoten.

Übrigens: Erstattet oder umgetauscht werden auch Euro-Münzen, die aufgrund langer Umlaufdauer oder aufgrund eines unerwarteten Ereignisses nicht mehr für den Umlauf geeignet sind.

Und: Die Scheine oder Münzen werden von der Bundesbank in der Regel gebührenfrei ersetzt.

Wie genau beim Umtausch von Banknoten oder Münzgeld vorzugehen ist, beschreibt die Deutsche Bundesbank auf Ihrer Website. Hier steht auch der "Erstattungsantrag für beschädigte DM/Euro-Note(n)/-Münze(n)" für die Einreichung des beschädigten Bargeldes zum Download bereit. Hier muss man erklären, wie es zu dem Schaden kommen konnte.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesverband deutscher Banken oder bei der Deutschen Bundesbank.

© rw-textilservice.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen