Aus der Forschung Waschen im Weltall?

Frische Unterwäsche für Astronauten: Statt Waschmaschinen könnte bald eine Plasma-Pistole auf der ISS zum Einsatz kommen – ganz ohne Wasser.

Space station on orbit of the Earth planet and universe background
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Auf der ISS gibt es keine Waschmaschine. Das liegt am Platz und am Risiko: Läuft Wasser aus, würde es unkontrolliert durch die Kabine schweben und könnte die Elektronik lahmlegen. Also wird Unterwäsche so lange wie möglich getragen, dann ins All geschossen, wo sie verglüht.

Das könnte sich bald ändern, wie die britische Fachzeitschrift New Scientist berichtet. Ein Team um Gabe Xu von der University of Alabama in Huntsville und Chelsi Cassilly vom NASA Marshall Space Flight Center forscht an einem neuen Ansatz: der „Laundry Gun“.

Die Wäschepistole schießt einen Kaltplasma-Strahl auf Textilien. Die Mischung aus Helium, Luft und Wasserdampf wird durch elektrische Impulse aktiviert und erzeugt Sauerstoff-Ionen, die tief in die Fasern eindringen. Oxidativer Stress tötet Bakterien ganz ohne ­Wasser, Chemie oder hohe Temperaturen.

Noch ist der Prototyp bleistiftdünn und behandelt nur kleine Flächen. Im nächsten Schritt soll das Gerät die Größe einer Limo-Dose erreichen.

Zudem tüftelt das Team an ­einem neuen Konzept: einer „Plasma-Waschmaschine“. Wenn das klappt, ließen sich im Weltraum nicht nur Tex­tilien, sondern auch Raumanzüge behandeln. So könnten selbst Astronauten auf Mars-Mission in frische Wäsche schlüpfen.

Gute Textilpflege ist eben unersetzlich – nicht nur auf der Erde, sondern in der gesamten Galaxie.