Wirtschaftlich reinigen
Böwe ist es nach eigenen Angaben mit der sechsten Generation seiner Textilreinigungsmaschinen gelungen, den Lösungsmittel- und Energieverbrauch im Vergleich zu seinen bisherigen Geräten auf einen neuen Tiefstand zu bringen.
Die Entwicklung begann um 1955 mit einfachen Trommeln, die mit Lösungsmittel gefüllt wurden, und ist heute bei hochtechnisierten Maschinen mit Computersteuerung angekommen. Durch den Einsatz von neuen Technologien, wie der Slimsorba-Maschine oder der vollautomatischen Destillationsentsorgung bei den Per-Maschinen, habe Böwe den Lösungsmittelverbrauch bei der neuen Generation von Textilreinigungsmaschinen dank Dampf- und Wassereindüsungen auf etwa ein Prozent reduzieren können.
Für die Wirtschaftlichkeit von Textilreinigungsmaschinen sind neben dem Lösungsmittelverbrauch auch die Ressourcen zum Betrieb der Maschine verantwortlich. Die aktuellen Maschinen von Böwe sollen so konzipiert sein, dass beim Reinigen, Trocknen und Destillieren der Ware durch besondere Konstruktionsmerkmale nur so viel Energie aufgewendet wie wirklich benötigt wird. Zu diesen Konstruktionen gehört ein Sensor im Nadelfänger, der laut Böwe den Energieaufwand entsprechend der in der Trommel geladenen Warenmenge steuert. So werde es möglich, nur die tatsächlich benötigte Menge an Lösungsmittel zu destillieren. Zusätzlich sollen die neuen Textilreinigungsmaschinen nur zum Aufheizen der Destillation die volle Heizleistung einsetzen. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, schaltet sich nach Herstellerangaben der Heizstab ab und es wird mit reduzierter Leistung destilliert.
Der aerodynamische Luftschacht der Maschinen soll so konzipiert sein, dass der Luftstrom durch keine Ecken und Kanten abgebremst wird, sodass bei diesem Prozess keine Reibungsverluste entstehen können. Durch diese Vorkehrungen benötige die Maschine weniger Energie zum Erzeugen des Luftstroms. Ein weiterer positiver Effekt laut Böwe: Die Trocknungszeiten sind kurz, wodurch die Maschinen besser ausgelastet werden können.
Die aufgezählten Eigenschaften besitzen laut Herstellerangaben sowohl dessen Per-Reinigungsmaschinen als auch die Multisolventanlagen. Zusätzlich soll die Möglichkeit bestehen, dass Per-Maschinen in Multisolventmaschinen umgebaut werden. Dadurch vereinfache sich für den Verbraucher ein Wechsel zwischen verschiedenen Lösungsmittelvarianten. Wurde beispielsweise bisher Kohlenwasserstoff, Dibutoxymethan oder Silicon verwendet, ermöglicht laut Böwe der Eingriff in die Software einen Wechsel.