Kreislaufwirtschaft in der öffentlichen Beschaffung Zoll recycelt 40 Tonnen ausgediente Dienstkleidung

Wiederverwenden statt entsorgen: Gemeinsam mit CWS Workwear hat der Zoll seit 2022 ausgediente Dienstkleidung gesammelt und wieder in den Kreislauf zurückgeführt. Das Projekt zeigt, wie textile Rücknahmesysteme auch im öffentlichen Sektor funktionieren können.

Zurückgegebene Dienstkleidung des Zolls wird je nach Zustand wiederverwendet, recycelt oder stofflich verwertet.
Zurückgegebene Dienstkleidung des Zolls wird je nach Zustand wiederverwendet, recycelt oder stofflich verwertet. - © CWS Workwear

Gemeinsam mit dem Textildienstleister CWS Workwear sammelt der Zoll seit 2022 ausgediente Uniformen und führt sie der Wiederverwendung, dem Recycling oder anderen stofflichen Verwertungswegen zu. Das Projekt soll zeigen, wie textile Kreislaufwirtschaft auch im öffentlichen Sektor funktionieren kann.

Rund 25.000 Beschäftigte des Zolls tragen Dienstkleidung. Ist diese nach jahrelangem Einsatz ausgedient, wird sie nicht entsorgt, sondern im Rahmen des Programms „return2you" gesammelt und dem Kreislauf wieder zugeführt. Seit 2022 kamen so nach Angaben von CWS Workwear rund 40.000 Kilogramm Dienstkleidung zusammen. Das Unternehmen spricht zudem von einem deutlichen jährlichen Einsparpotenzial für den Zoll, nennt jedoch keine konkreten Zahlen.

CWS Workwear betreibt das Programm „return2you" als Teil seines kreislauforientierten Serviceangebots. Der Zoll zählt zu den öffentlichen Auftraggebern, die das Konzept bereits nutzen.

Drei Wege für ausgediente Dienstkleidung

Nach Angaben von CWS Workwear beginnt das Kreislaufkonzept bereits bei der Entwicklung der Kleidung. Die Textilien seien so konzipiert, dass sie möglichst lange genutzt und anschließend wiederverwertet werden können. Ausgediente Uniformen geben die Beschäftigten über interne Sammelstellen zurück. Je nach Zustand der Kleidungsstücke kommen anschließend unterschiedliche Verwertungswege zum Einsatz.

Textilien, die sich weiter nutzen lassen, werden gereinigt, repariert und erneut in Umlauf gebracht. Geeignete Materialien gelangen in ein Faser-zu-Faser-Recycling und dienen als Ausgangsstoff für neue Textilien. Ist weder eine Wiederverwendung noch ein hochwertiges Recycling möglich, werden die Materialien anderen stofflichen Verwertungsprozessen zugeführt, etwa zur Herstellung von Dämmstoffen.

Modell für die öffentliche Beschaffung

Nach Einschätzung von CWS Workwear zeigt das Projekt, wie sich Kreislaufwirtschaft auch im öffentlichen Sektor umsetzen lässt. Gerade bei Berufsbekleidung, die in großen Stückzahlen beschafft und eingesetzt wird, biete ein systematisches Rücknahmekonzept großes Potenzial, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden. Ziel sei es, ausgediente Dienstkleidung möglichst lange im Wertstoffkreislauf zu halten.