Demografischer Wandel steigende Auftragszahlen für die Textilpflegebranche Zukunftsmarkt Altenpflege

Die Gesellschaft altert. Der aktuellen Datenlage zufolge ist im Jahr 2030 mehr als jeder dritteEinwohner in Deutschland über 60 Jahre alt. Mit dem demografischen Wandel steigt auch die Zahl der Personen, die in Pflegeheimen betreut werden, und die Wäscheberge der Heime wachsen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in Zukunft stark zunehmen. Von dieser Entwicklung ist der gesamte Pflegemarkt betroffen auch für Textilpflegebetriebe wird es mehr zu tun geben.Foto: Archiv - © Archiv

Zukunftsmarkt Altenpflege

Betrachtet man die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland der vergangenen Jahrzehnte, so zeigen sich unter anderem drei Trends ganz deutlich: Wir werden immer weniger, immer älter, aber auch immer mobiler. Vor allem die alternde Gesellschaft wird in Zukunft für einen Wandel in der Gesellschaft sorgen - sowohl Politik, Wirtschaft als auch die Arbeitswelt werden sich darauf einstellen müssen. Dass mehrere Generationen ihr Leben lang unter einem Dach oder an einem Ort verbringen, stellt heute eher eine Ausnahme dar. Eine Ausnahme, die damit auch bedingt, dass ältere, pflegebedürftige Familienmitglieder zunehmend nicht mehr zuhause betreut werden. Im Jahr 2005 wurden 32 Prozent aller Pflegebedürftigen in Heimen betreut. Die Experten des Statistischen Bundesamtes gehen jedoch von weiteren Einschränkungen der Möglichkeiten zur familiären Pflege und somit von einer Steigerung der Anzahl der in Heimen betreuten Personen aus.

Im Zusammenhang mit der Alterung der Gesellschaft wird in den Medien oft von der „Wirtschaftskraft Alter“ gesprochen. Gemeint ist hier erst einmal der Freizeitbereich, der sich verstärkt auf die „Best Ager“ konzentriert. Gemeint ist jedoch auch das Potenzial für den Pflegebereich selbst, der zwar selbst hohe Kosten verursacht, aber - vor allem durch das prognostizierte Anwachsen - auch Potenzial für neue Arbeitsplätze und wachsende Umsatzzahlen im Dienstleistungsbereich bietet. Wie die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft aus einer Studie des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste zitiert, „leistet der Pflegemarkt derzeit in Deutschland einen Beitrag zur Wertschöpfung in Höhe von 25 Milliarden Euro. 2050 werden es voraussichtlich 79 Milliarden sein.“ Diese Zahlen, zeigen wie stark sich dieser Sektor in Zukunft entwickeln wird und welch großes Potenzial somit auch für die Textilpflegebranche besteht. Mit der Verlegung des Wohnortes in ein Pflegeheim geht in den meisten Fällen auch die Versorgung mit frischer Wäsche in die Hände des Heimpersonals bzw. eines professionellen Textilpflegebetriebs über. Wäschereien und Textilleasingbetriebe können hier im Bereich der Bett- und Tischwäsche, der Handtücher sowie bei der Versorgung des Pflegepersonals mit Berufsbekleidung steigende Auftragszahlen erwarten. Von dem zusätzlichen Plus an Bewohnerwäsche können jedoch auch Textilreinigungen profitieren.

Jana Tashina Wörrle

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Textilhygiene in der Altenpflege