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Ausbildung Warum Textilreiniger werden? 6 Fakten rund um die Ausbildung

Traumberuf Textilreiniger: Die Textilpflegebranche hat einiges zu bieten und liefert jungen Talenten ständig neue Herausforderungen. Wir haben ein paar Gründe gesammelt, die für eine Ausbildung in dieser Branche sprechen.

Das wichtigste bei der Berufswahl ist, eine Arbeit zu finden, die nicht nur gute Verdienstmöglichkeiten verspricht, sondern auch nach Jahren noch Spaß macht. Wir finden, Textilreinger ist so ein Beruf: Der Job hat Potenzial für alle, die gerne mit ihren Händen arbeiten und bietet gute Chancen, in Ausbildung zu kommen. Auch als Geselle oder Meister haben Textilreiniger gute Zukunftsaussichten.

1. Textilreiniger sind gefragte Leute

Neue Studien zeigen, dass es nicht Aufregung und Abwechslung sind, die Jugendliche im Beruf suchen. Stattdessen wollen Sie sich sicher fühlen – ein Anspruch, dem die Arbeit in einer Textilreinigung in jedem Fall gerecht wird, denn: Wer seine Gesellenprüfung erfolgreich bestanden hat, wird meistens vom Betrieb übernommen. Und auch nach dem Berufseinstieg müssen sich die Gesellen wenig Sorgen machen, auf dem aktuellen Arbeitsmarkt sind sie selten die Bittsteller. Das liegt vor allem daran, dass der Fachkräftemangel die Branche besonders hart trifft und viele Betriebe hängeringend nach qualifizierten Arbeitern suchen. Also: Wer sich halbwegs clever anstellt, blickt mit diesem Beruf in eine rosige Zukunft.

2. Eine Ausbildung kann besser sein als ein Studium

Trotz Abitur ist nicht jeder ist für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule gemacht und viele Menschen arbeiten sehr gerne mit ihren Händen. Wer sein Fingerspitzengefühl richtig einsetzen kann, ist in diesem Beruf richtig: Denn Textilreiniger sein heißt auch, am Ende des Tages ein fertiges Produkt vor Augen zu haben und den Wert der eigenen Arbeit klar bemessen zu können. Hier wird gefaltet, gebügelt, berechnet, justiert, detachiert, gemischt, gewogen und gefinished. Neben modernster Technologie kommt es eben häufig doch auf das richtige Fingerspitzengefühl an.

3. So viel verdient ein Textilreiniger

Angestellte in Wäschereien oder bei Textilreinigern haben teilweise sehr unterschiedliche Gehälter. Die Höhe von Gehalt, Stundenlohn und Stundensatz ist abhängig vom Unternehmen, in dem sie beschäftigt werden, vom regionalen/lokalen Gehaltsgefüge, vom Verhandlungsgeschick und natürlich auch von der eigenen Leistung. Nach Angaben des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) sind folgende Bruttoverdienste ein grober Anhaltspunkt:

  • Erstes Ausbildungsjahr: 550 bis 610 Euro
  • Zweites Ausbildungsjahr: 570 bis 680 Euro
  • Drittes Ausbildungsjahr: 700 bis 770 Euro
  • Fertig ausgelernter Geselle: Einstiegsgehalt zwischen 1.700 und 2.000 Euro .

4. Das richtige Know-how in Chemie und Technik

Wer schon die Technik einer Waschstraße bestaunen konnte oder eine Detachur selbst vorgenommen hat, der weiß: hier passiert was. Komplexe chemische Prozesse und große Industriemaschinen geben dem Beruf des Textilreinigers eine spannende Note. Hier sind ausgeklügelte Problemlösungen und breites Fachwissen gefragt, um den Wert von Textilien zu erhalten oder sogar zu steigern.  

5. Textilreiniger stellen sich ständig neuen Herausforderungen

Bei manchen Berufen folgt auf eine aufregende Anfangszeit bald eintönige Routine. Das ist im Handwerk anders, Langeweile kommt hier nicht so schnell auf. Textilreiniger stellen sich ständig neuen Herausforderungen und lernen oft etwas Neues dazu – sei es bei der Pflege von Textilien oder im Umgang mit Kunden, denn: hartnäckige Flecken sind eine Herausforderung, zufriedene Kunden eine Belohnung. Prinzipiell befindet sich das Berufsbild im Wandel: Immer mehr Menschen bringen ihre hochwertige Kleidung komplett zur Pflege in ihre Reinigung. Und auch immer mehr Hotels und Kliniken setzen auf Profis. Für die Textilreiniger heißt das oft: Umdenken, flexibel sein, neue logistische Lösungen finden und den Betrieb neu aufstellen.

6. Den Meisterbrief machen oder der eigene Chef werden

Nach der Ausbildung zum Textilreiniger muss in Sachen Bildung nicht gleich Schluss sein - stattdessen kann man sich leicht weiterbilden. Ganz oben auf der Liste der Fortbildungsmöglichkeiten steht der Meisterbrief. Mit ihm lässt sich die Karriereleiter leichter erklimmen und natürlich auch mehr Geld verdienen. Für Textilreiniger, die ihren Realschulabschluss oder ihr Abitur gemacht haben, gibt es auch noch die Möglichkeit, sich an Hochschulen weiterzuqualifizieren und so beispielsweise Textilingenieur zu werden. Außerdem: Der akute Mangel an Fachkräften führt dazu, dass viele Betriebe Probleme bei der Nachfolge haben. Wer also schon immer davon geträumt hat, sein eigener Chef zu werden und selbst zu bestimmen, wie die Firma sich entwickelt, der kann den Meisterbrief gleich nutzen, um sich selbst zu verwirklichen.

Gabriela Steiner aus Österreich ist ein strahlendes Beispiel dafür, wie Frauen in der Textilpflegebranche nach und nach eine Führungsrolle übernehmen. Im Artikel "Mit Mut von der Kanzlei in die Textilreinigung" erzählt sie von ihrem Werdegang als junge Mutter zur Textilreinigermeisterin. In einem aktuellen Interview mit R+WTextilservice verrät sie außerdem, warum sie ihren Beruf liebt und warum sie sich mehr starke Frauen im Textilreinigerhandwerk wünscht.

Me hr Informationen rund um das Berufsbild eines Textilreinigers finden Sie auf der Webseite www.textilreiniger-werden.de. Hier gibt es auch eine Ausbildungsbörse mit freien Stellen.

Sandra Brammen Buchholz Traumberuf

Bestes Beispiel: „Textilreinigerin – mein Traumjob!“

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