Ecolab: „Green Day Austria“ Dampflos zum "grünen" Vorbild

Energiesparen ist nicht nur in Deutschland wichtig. Auch osteuropäische Wäschereien sind an dem Thema dran. Im Rahmen des von Ecolab organisierten "Green Days Austria" machten sich rund 60 Teilnehmer aus Osteuropa und Spanien vor Ort ein Bild von der dampffreien Wäscherei Stuhl und den neuesten Möglichkeiten zur Einsparung von Energie und Ressourcen.

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    Empfang und Präsentation zum "Green Day Austria" fanden im Energiezentrum des Hotels "Vila Vita Pannonia" in Pamhagen statt.
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    Empfang und Präsentation zum "Green Day Austria" fanden im Energiezentrum des Hotels "Vila Vita Pannonia" in Pamhagen statt.
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    Gewährten einen Blick in die dampflose Wäscherei Stuhl im österreichischen Bruck an der Leitha (v.li.): Ferry Bagherpur, Andreas Ohm (beide Ecolab), Barbara und Gerald Haller (Textilpflege Stuhl).
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    Gewährten einen Blick in die dampflose Wäscherei Stuhl im österreichischen Bruck an der Leitha (v.li.): Ferry Bagherpur, Andreas Ohm (beide Ecolab), Barbara und Gerald Haller (Textilpflege Stuhl).
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    Der Energy Optimiser sorgt dafür, dass Wasser, das nicht wiederverwendet werden kann, seine Wärme an das Frischwasser abgibt. Das Abwasser wird so abgekühlt und das warme Frischwasser kann zum Spülen verwendet werden.
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    Der Energy Optimiser sorgt dafür, dass Wasser, das nicht wiederverwendet werden kann, seine Wärme an das Frischwasser abgibt. Das Abwasser wird so abgekühlt und das warme Frischwasser kann zum Spülen verwendet werden.
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    Ferry Bagherpur von Ecolab erläuterte den Teilnehmern die einzelnen Komponenten des Energiesparkonzepts bei Stuhl.
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    Ferry Bagherpur von Ecolab erläuterte den Teilnehmern die einzelnen Komponenten des Energiesparkonzepts bei Stuhl.
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    Das geschlossene Filtersystem Aquabatch wurde installiert, um Haare und Flusen aus dem Spülwasser zu filtern.
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    Das geschlossene Filtersystem Aquabatch wurde installiert, um Haare und Flusen aus dem Spülwasser zu filtern.

Ein wahres Sprachengewirr herrscht beim Empfang zum "Green Day Austria" im österreichischen Pamhagen im Burgenland. Teilnehmer aus neun Ländern - hauptsächlich aus Osteuropa - sind auf Einladung von Ecolab angereist, um sich von den neuesten Technologien zu überzeugen. Dabei passt selbst das ausgesuchte Hotel "Vila Vita Pannonia" zum Veranstaltungsthema. Das hoteleigene Energiezentrum versorgt die Hotelanlage mit 85 Prozent der benötigten thermischen Energie und ist gleichzeitig Seminarraum.

Andreas Ohm, zuständiger Regional Division Manager Textile Care bei Ecolab, erläutert die Grundsätze des Unternehmens: "Ecolab hat sich das Ziel gesetzt, die Welt sauberer, sicherer und gesünder zu machen. Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil unserer Produkte und Dienstleistungen." Grund dafür ist aber nicht nur der Umweltschutz, auch wirtschaftliche Aspekte spielen eine Rolle. In Zeiten steigender Baumwoll- und Energiepreise ist das Einsparen von Ressourcen und Energie nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel.

Jaap van Amerongen, Regional Corporate Accounts Director bei Ecolab, stellt die Lösungen vor, die ökonomische und ökologische Ziele erreichbar machen sollen. Das PERformance-System ist mit seinen verschiedenen Modulen individuell einsetzbar. Neben den Versionen "Smart", "Basis", "Plus", und "Ultimate" gibt es mit PERformance 40 die neueste Version zum energieoptimierten Waschen. Das System ermöglicht das gewerbliche Waschen bei 40 °C.

Dampflos Waschen mit PERformance Ultimate

Großes Interesse bei den Teilnehmern gilt dem dampflosen Waschen mit PERformance Ultimate. Hierbei wird das Kesselhaus überflüssig. Aquaheater erzeugen die Wärme dort, wo sie benötigt wird. Dieses System ist auch im Vorzeigebetrieb Textilpflege Stuhl in Bruck an der Leitha bei Wien im Einsatz. Dort folgt nach der Theorie dann auch die Praxis.

Ferry Bagherpur, Division Manager Textile Care für Österreich, führt die Teilnehmer durch den Betrieb. Bereits 2009 war RWTextilservice bei der Textilpflege Stuhl vor Ort und berichtete ausführlich über die dampflose Wäscherei (RWTextilservice Ausgabe 5/2009). Zu deren Kunden zählen vor allem die gehobene Hotellerie und Gastronomie – wie auch das "grüne" Hotel "Vila Vita Pannonia".

Betriebsleiter und Gesellschafter Gerald Haller ist Energie- und Ressourceneinsparung sehr wichtig. "Energie ist nicht nur finanziell ein großes Thema – ich denke auch an meine Kinder", erklärt Haller seine Motivation für nachhaltigen Umweltschutz. In seiner dampflosen Wäscherei werden Waschstraße, Trockner und Mangeln direkt mit Gas beheizt. Zum Konzept gehören Aquaheater von Ecolab, die das Frischwasser für die Waschstraße in einem Tank auf 50 °C aufheizen und das Prozesswasser der Kammern erhitzen.

Das Abwasser der Waschstraße wird mit Hilfe eines Aquacyclers wiederverwertet. Das Wasser, das aufgrund von Verfärbungen nicht recycelt werden kann, gibt seine Wärme durch einen Energy Optimiser an das Frischwasser ab. Momentan verbraucht die Textilpflege Stuhl 6,5 l Wasser und 0,7 kWh Energie pro Kilogramm Wäsche. Vor zwei Jahren lag der Energieverbrauch noch bei 0,9 kWh pro Kilogramm Wäsche. "Vor dem Projekt sind wir von 1 kWh ausgegangen", erinnert sich Gerald Haller, "unsere Erwartungen wurden also bei Weitem übertroffen."

Neu: Filter für Spülwasser

Die eingesetzte Technik bewährt sich seit 2009. Neu ist ein Filter für das Spülwasser. Der Aquabatch von Ecolab filtriert das Spülwasser bis zu dreimal pro Taktzeit und separiert nicht abfiltrierbare Stoffe – also Haare und Flusen – vom Spülwasser. Das führt zum einen zu einer Qualitätsverbesserung, denn die Stoffe sind gerade bei dem wenigen Wasser, das beim Waschprozess bei Stuhl verbraucht wird, sonst ein Problem.

Zudem wurden in Österreich vor Kurzem die Grenzwerte für die nicht abfiltrierbaren Stoffe im Abwasser gesenkt. Mit der neuen Anlage kann man diese jetzt einhalten. Außerdem konnte die Wäscherei laut Haller ihre Kapazität um 30 Prozent auf maximal 15 t pro Tag steigern und einige Hotels aus der Umgebung, vor allem aus dem 30 km entfernten Wien, als Kunden gewinnen.

In die Zukunft blickt Gerald Haller optimistisch. Er glaubt, dass "Wäschereien gewinnbringend arbeiten können, wenn sie modernisiert und leistungsfähig sind". Man müsse allerdings immer dranbleiben, dürfe sein Vorhaben nicht schleifen lassen. In der Wäscherei Stuhl ist bereits ein Platz für einen zweiten Tunnel reserviert. Modernisieren und dranbleiben gilt auch für die Kollegen der Wäschereien in Osteuropa.

Dort gab es laut Claudia Thallauer, Marketing Manager Textile Care Region East, in der Vergangenheit zwar Verzögerung bei der Modernisierung, aber aktuell "ist die Nachfrage nach verschiedenen Konzepten, um ressourcenoptimiert zu waschen, enorm gestiegen". Deshalb will Ecolab beim "Green Day" seinen Kunden zeigen, was möglich ist in Sachen Energieeinsparung.

Vorzeigebetrieb besichtigen

Die Teilnehmer zeigen sich sehr interessiert, diskutieren und inspizieren jeden Winkel der Textilpflege Stuhl. Für Gerald Haller ist das ein "Geben und Nehmen". "Wir waren auch dankbar, als wir damals diese Wäscherei gebaut haben, dass wir die maschinentechnische Ausstattung vorher anschauen konnten – dafür haben wir uns in ganz Europa rumgetrieben", erzählt Haller. Er hat aber noch mehr von seiner Beteiligung am "Green Day", denn auch die Lokalpresse war vor Ort, um über die "grüne" Vorzeigewäscherei zu berichten, zu der Kollegen aus aller Herren Länder anreisen.

Die "Green Days" von Ecolab gibt es jetzt seit rund einem Jahr. Vor Österreich waren Finnland und Deutschland die Treffpunkte für den internationalen "grünen“"Austausch. Laut Ecolab wird der "Green Day Austria" sicher nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.

Firmengeschichte der Textilpflege Stuhl

1953 Rudolf Stuhl gründet den Betrieb mit den Geschäftsfeldern chemische Reinigung und Färberei in Wien.

1954 Der Betrieb siedelt auf den Stammsitz nach Bruck/Leitha in der Hainburgerstraße über.

1957 Stuhl nimmt die Wäscherei in Betrieb und baut sie kontinuierlich aus.

1965 Der Aufbau eines Filialnetzes in Niederösterreich und Burgenland beginnt.

1989 Der Dienstleister steigt ins Mietwäschegeschäft ein.

2002 Eintritt in den slowakischen Markt durch die Inbetriebnahme der Tochterfirma in Trnava.

2007 Neubau der Wäscherei in Bruck/Leitha, Florianistraße.

2008 Inbetriebnahme der dampf-freien Großwäscherei.