Die EXPOdetergo International 2026 bringt die Textilpflegebranche nach Mailand. Doch die lombardische Metropole hat auch nach Messeschluss viel zu bieten: historische Sehenswürdigkeiten, italienische Küche und zahlreiche Möglichkeiten, den Messetag entspannt ausklingen zu lassen.

Vier Tage lang steht auf der EXPOdetergo International alles im Zeichen von Innovationen, Technik und Trends der professionellen Textilpflege. Doch nach Messeschluss lohnt sich auch ein Blick über das Messegelände hinaus. Mailand verbindet Geschichte und Moderne, italienische Lebensart und internationales Flair.
Die letzten Gespräche sind geführt, neue Kontakte geknüpft und die Eindrücke aus den Messehallen noch frisch. Jetzt stellt sich die Frage: direkt ins Hotel oder noch in die Innenstadt? Ob Aperitivo auf einer Piazza, ein Spaziergang durch historische Viertel oder ein Abendessen in einer Trattoria – die lombardische Metropole bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Messetag entspannt ausklingen zu lassen.
Zwischen Dom, Design und Dolce Vita
Wer Mailand zum ersten Mal besucht, beginnt seinen Rundgang am besten auf der Piazza del Duomo – dem Herzen der Stadt. Dort steht das wohl bekannteste Wahrzeichen der Metropole – der Mailänder Dom. Besonders eindrucksvoll ist ein Aufstieg auf die Dachterrassen des Doms. Zwischen den filigranen Marmortürmen eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Stadt.
Direkt nebenan liegt die Galleria Vittorio Emanuele II. Die historische Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert zählt zu den ältesten überdachten Einkaufszentren der Welt und beeindruckt mit Glasdach, Mosaikboden und prachtvollen Fassaden. Heute finden sich dort neben traditionsreichen Cafés auch internationale Luxusmarken. Wer genau hinsieht, entdeckt im Mosaikboden den berühmten Stier von Turin. Der Legende nach bringt es Glück, sich mit der Ferse einmal auf dessen Hinterteil zu drehen.
Ein kleiner Tipp: Auch wenn Sie nicht shoppen möchten, lohnt sich ein kurzer Spaziergang durch die Galleria – besonders am Abend, wenn die Beleuchtung die Architektur zur Geltung bringt.
Kunst, Geschichte und ein Spaziergang durch Brera
Mailand ist eng mit dem Namen Leonardo da Vinci verbunden. Sein berühmtes Wandgemälde „Das Abendmahl“ befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie. Wer dieses Meisterwerk sehen möchte, sollte sich frühzeitig um Tickets kümmern. Nur wenige Gehminuten entfernt erhebt sich das Castello Sforzesco. Die mächtige Renaissancefestung war über Jahrhunderte Sitz der Herzöge von Mailand und beherbergt heute mehrere Museen und Kunstsammlungen.

Etwas ruhiger geht es im Viertel Brera zu. Kopfsteinpflaster, kleine Innenhöfe, Galerien und Cafés prägen das Künstlerviertel im Zentrum Mailands. Das Herz des Viertels bildet die Pinacoteca di Brera, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Italiens. Die Sammlung umfasst Werke von Künstlern wie Caravaggio, Raffael und Mantegna. Auch ohne Museumsbesuch lohnt sich ein Spaziergang durch Brera. Zahlreiche Restaurants und Bars bieten die Gelegenheit, den Tag bei einem Glas Wein oder einem Aperitivo ausklingen zu lassen.
Die vollständig mit Fresken bemalten Wände und Gewölbe brachten der Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore den Beinamen „Sixtinische Kapelle Mailands“ ein. Von außen wirkt die Kirche unscheinbar – im Inneren gehört sie jedoch zu den eindrucksvollsten Sakralbauten der Stadt.
Mailand zeigt nicht nur historische Bauwerke. Rund um den Stadtteil Porta Nuova entstand in den vergangenen Jahren eines der modernsten Viertel der Stadt. Herzstück des Viertels ist der UniCredit Tower. Daneben ziehen vor allem die begrünten Hochhäuser des Bosco Verticale die Blicke auf sich. Sie stehen beispielhaft für neue Ansätze nachhaltiger, urbaner Architektur und zeigen, wie sich Natur und moderne Stadtentwicklung verbinden lassen.
Wer nach vielen Stunden in Messehallen noch etwas frische Luft sucht, findet außerdem im nahe gelegenen Parco Sempione eine grüne Oase mitten in der Stadt. Am westlichen Ende des Parco Sempione steht der Arco della Pace. Der Triumphbogen entstand Anfang des 19. Jahrhunderts und zählt heute zu den bekanntesten Wahrzeichen Mailands.
Abendstimmung und Aperitivo an den Navigli
Ein besonders beliebtes Ziel nach Sonnenuntergang ist das Viertel Navigli. Die beiden historischen Kanäle erinnern daran, dass Mailand einst eine bedeutende Wasserstadt war. Heute gehört das Viertel mit seinen Restaurants, Bars und kleinen Geschäften zu den lebendigsten Treffpunkten der Stadt.
Am frühen Abend füllen sich die Restaurants und Bars entlang der Kanäle. Viele Einheimische und Besucher genießen hier einen Aperitivo oder lassen den Tag bei einem Abendessen am Wasser ausklingen.