Branchenaward "RWin 2017"

"Oscar" der Textilpflege: Das sind die diesjährigen Gewinner

Bild: RWT
Drei Gewinner: Der "RWin" geht an Textilpflegebetriebe mit besonderen Konzepten.

Drei herausragende Konzepte aus Textilreinigung, Wäscherei und Textilservice haben es geschafft: Sie sind die Gewinner des "RWin 2017". Zum neunten Mal wird der Branchenaward "RWin" bereits vergeben. Als "Oscar" für die Textilpflegebranche sollen mit dem Preis besondere Ideen und Projekte gewürdigt werden. In diesem Jahr haben drei Bewerber die internationale Expertenjury überzeugt.

Ein Ordner voller toller Ideen lag Ende April auf unserem Schreibtisch. Zahlreiche Bewerbungen für den "RWin 2017" gingen in der Redaktion von RWTextilservice ein. Bis Mitte April 2017 hatten Textilreinigungen, Wäschereien und Textilserviceunternehmen Zeit, sich mit ihren Ideen für den Branchenpreis zu bewerben.

Ende Mai war es dann so weit: Die Jury aus verschiedenen Branchenexperten traf sich zur Entscheidung in Frankfurt am Main. Einige Stunden saßen die aus allen Ecken Deutschlands, aus Österreich und der Schweiz angereisten Jurymitglieder in einem Konferenzraum am Frankfurter Flughafen zusammen, diskutierten, wägten ab, erörterten. Nachdem jeder seine Einschätzung abgegeben hatte, kristallisierten sich die "heißen" Kandidaten heraus. In einer zweiten Runde war es dann klar: In diesem Jahr werden drei Konzepte mit dem "RWin" ausgezeichnet.

Folgenden Gewinnern gratulieren die Jurymitglieder und das Team von RWTextilservice ganz herzlich:

„RWin 2017 – Textilreinigung des Jahres“: tip top Textilpflege GmbH

Für ein hohes Maß an ökologischer Verantwortung erhält die tip top Textilpflege in Bocholt in Nordrhein-Westfalen den „RWin 2017“ in der Kategorie „Textilreinigung des Jahres“. Der Betrieb verbraucht dank verschiedener Maßnahmen, wie dem Einbau eines Wärmetauschers oder einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, überdurchschnittlich wenig Energie. Gleichzeitig überzeugt die gereinigte Wäsche mit einer hohen Qualität und Sauberkeit.

Dies haben Wissenschaftler offiziell untersucht und bestätigt: Im Rahmen des geförderten Forschungsprojektes „Erstellung eines Handbuchs zur Energieeinsparung in Textilreinigungen“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, durchgeführt vom Deutschen Textilreinigungs-Verband, dem wfk – Cleaning Technology Institute und dem ieg – Institut für Energie und Gebäude der technischen Hochschule Nürnberg. Ralf Heisterkamp, Geschäftsführer der tip top Textilpflege, hat sich laut Jury viele Jahre mit dem Thema Energieeinsparung auseinandergesetzt und seinen Textilpflegebetrieb dadurch zu einem der fortschrittlichsten in Deutschland entwickelt.

„RWin 2017 – Wäscherei/Textilservice des Jahres“: Schwob AG

„Made in Switzerland“ – das ist das Motto der Schwob AG in Burgdorf nahe Bern. Das Textilserviceunternehmen produziert in einer eigenen Leinenweberei hochwertige Tisch- und Bettwäsche für Hotellerie, Gastronomie sowie Kliniken und Residenzen. Von der Herstellung der Textilien, über das individuelle Design bis hin zur Pflege und hygienischen Wiederaufbereitung bietet Schwob den Kunden einen Mietwäschekomplettservice, der individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dabei produziert die Firma die Tisch- und Bettwäsche mit Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau.

Seit Kurzem hat das Unternehmen auch ganze Bettsysteme inklusiver waschbarer Matratze im Programm, moderne Berufsbekleidung für die Kochbrigade und das Serviceteam sowie das selbst entwickelte Bettwäschegewebe „Ikarus“ aus Baumwolle, Leinen und Seide. Als Innovation präsentiert Schwob im Frühjahr 2017 als erste Firma eine hochwertige Bettwäschekollektion aus Baumwolle, welche flammhemmend ausgerüstet und trotzdem mit 95 °C waschbar ist. Für das nachhaltige Engagement, den vorbildlichen Servicegedanken und den Erhalt der Jacquard-Textilproduktion in der Schweiz erhält das Unternehmen laut Jury zu Recht den „RWin 2017“ in der Kategorie „Wäscherei/Textilservice des Jahres“.

„RWin 2017 – Sonderpreis für ein gemeinsames Filmprojekt“:

Darf ein Bekleidungsstück nicht in die eigene Waschmaschine oder fehlt die Zeit, selber zu waschen, nutzen viele Verbraucher das Angebot der örtlichen Reinigung. Doch was passiert eigentlich mit den Textilien, die der Kunde dort abgibt? Wie entfernt der Fachmann hartnäckige Flecken, wird per Hand gearbeitet oder mit Maschinen und wie funktioniert die Logistik? Diese Fragen und viele mehr beantwortete der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit einer Wissensreportage aus der Serie „Wie geht das?“. An insgesamt fünf Drehtagen im Juni 2016 blickte ein Kamerateam hinter die Kulissen der Buchholz Textilpflege, der Großwäscherei Paul Duncker GmbH sowie der iPhotex GmbH und erklärte auf anschauliche Weise die Abläufe in kleinen Textilpflegebetrieben und industriellen Großwäschereien.

Von der Kundenannahme, dem Waschen, der individuellen Fleckentfernung bis hin zum Trocknen, Bügeln und Falten – in der Folge „Von wegen Jacke wie Hose – so funktioniert eine Spezialreinigung“ erhält der Zuschauer ein umfassendes Bild der professionellen Textilpflege. Gleichzeitig überzeugt der Film durch eine objektive Berichterstattung und räumt mit Klischees auf. Daher geht der „RWin 2017“ als Sonderpreis an das gemeinsame Filmprojekt des NDR in Zusammenarbeit mit den Betrieben, die für die Produktion ihre Türen geöffnet haben und dem Filmteam mit Rat und Tat zur Seite standen. Die Dokumentation wurde am 21. September 2016 im NDR ausgestrahlt. Interessierte können sich den Film online in der Mediathek des NDR anschauen.

In den nächsten Ausgaben von RWTextilservice erfahren Sie mehr über die Gewinner, ihre Projekte und Konzepte und die feierlichen Preisverleihungen in den Betrieben vor Ort.

 
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