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Hygiene Corona-Mutation: Das bedeuten die neuen Varianten für die Textilpflege

In den USA, Großbritannien, Dänemark und auch in Deutschland wurden zwei neue Varianten des Coronavirus nachgewiesen. Laut britischen Studien gilt v.a. die neue Form B.1.1.7 als ansteckender als die bislang vorherrschende Covid-Variante. Was bedeuten die mutierten Viren für die Arbeit in der Textilpflege? Das sagt CINET.

Viren mutieren. Dass sich auch das Coronavirus verändert, ist Forschern zufolge zunächst nichts Ungewöhnliches. Zwei neue Varianten des Covid-19-Erregers betrachten Fachleute dennoch mit Sorge: B.1.1.7 und 501.V2. Die zuerst in Südengland und Südafrika dokumentierten Mutationen übertragen sich Studien zufolge leichter von einer Person auf eine andere. Die Textilpflegebranche stellt das vor die Frage: Müssen Sicherheitsprotokolle verschärft werden?

Veränderte Erreger: Das sollten Textilpflegebetriebe beachten

Der Hygienebeirat des internationalen Dachverbands der Textilpflegebranche CINET rät Unternehmern, wachsam zu bleiben. Grund zur Panik sieht das Gremium jedoch nicht. Die aufgrund der Corona-Pandemie eingeführten bzw. verschärften Maßnahmen reichen laut den Experten aus – vorausgesetzt, jeder Mitarbeiter hält die Hygienevorschriften konsequent ein.

Mitarbeiter schulen und für das Thema Hygiene sensibilisieren

CINET rät Unternehmern daher, alle Mitarbeiter abermals zu schulen und insbesondere für folgende Punkte zu sensibilisieren:

  • den Transport kontaminierter Wäsche,
  • den Umgang mit infizierten Textilien auf der unreinen Seite,
  • das Anlegen und Tragen von Gesichtsmasken sowie
  • das richtige Händewäschen.

Abstand halten und Fieber messen

Darüber sollten Textilpfleger auch ausreichend Abstand zu Kollegen wahren. Das gelte nicht nur in der Produktion, sondern gerade auch in Kaffeeküchen oder in Pausenräumen. Dort sei das Ansteckungsrisiko sehr hoch. CINET empfiehlt Unternehmern außerdem, weiterhin täglich am Eingang bei allen Mitarbeitern Fieber zu messen.

Der CINET-Hygienebeirat

Den Hygienebeirat (Hygiene Advisory Committee) führte der internationale Dachverband CINET als Reaktion auf die Corona-Pandemie ein. Die Idee dahinter aber ist nicht neu. Immer wieder stellen Erreger und andere Gesundheitsrisiken die Textilpflegebrache vor die Frage, wie Wäsche am besten behandelt werden sollte. Neben dem Thema Hygiene spielen dabei unter anderem auch Arbeitsbedingungen in Betrieben eine Rolle.

Eigenen Angaben zufolge verfolgen die Experten das Ziel, einheitliche Empfehlungen zu erarbeiten. Die Vorgaben richten sich sowohl an Wäschereien als auch an Textilpfleger und deren Kunden – von Krankenhäusern über Lebensmittelbetriebe bis zum Gastgewerbe. Mit den Empfehlungen will der Beirat das Bewusstsein für das Thema Hygiene erhöhen und Risiken in diesem Bereich minimieren.

Der Beirat setzt sich aus verschiedenen Experten zusammen: Ärzte, Mikrobiologen, Hygieniker, Vertreter der Wäschereiindustrie und Waschmittellieferanten. Das erste Treffen unter dem Vorsitzenden Simon Hemmes fand am 9. Dezember 2020 virtuell statt.

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