Österreich -

Angleichung von Arbeitern und Angestellten III Gefahr für Gewerbe und Handwerk

3 Die Bundessparte Gewerbe und Handwerk sieht eine „deutliche Gefahr für die heimischen Arbeitsplätze“ durch die avisierte Angleichung von Arbeitern mit Angestellten. Dies berichtet die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in einer Pressemeldung. „Gewerbe und Handwerk ist der größte heimische Arbeitgeber: Von 666.000 Beschäftigten sind 430.000 Arbeiter. Die Angleichung von Arbeitern und Angestellten ist eine wichtige, aber auch eine sehr komplexe Materie, die nicht durch eine Husch-Pfusch-Aktion gelöst werden, sondern im Sinne einer gemeinsamen Zielsetzung der Sozialpartner erreicht werden sollte“, wird Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, zitiert.

Sie verweist laut WKÖ darauf, dass der Faktor Arbeit für die kleinen und mittleren Unternehmen bereits jetzt zu einer immensen Kostenbelastung führt. Die Verlängerung der Kündigungsfristen würde diese Belastung insbesondere für die heimischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe erhöhen. Je flexibler auf die Gegebenheiten wie Witterung oder Auftragsschwankungen reagiert werden müsse, desto höher sei der Druck. Scheichelbauer-Schuster machte auf das Baugewerbe, das Baunebengewerbe und auf die Reinigungsbranche aufmerksam, wo kürzere Kündigungsfristen die notwendige Flexibilität für schwankende Auftragslagen schaffen. Eine Alternative wäre, das Stammpersonal auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Effekt, der nicht im Sinne der österreichischen Arbeiter liege. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, auch ein Teil des Pakets, würde ebenfalls zu Verteuerungen führen und wäre ein weiterer Kostentreiber.

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