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"Waschmaschinengemälde" Kunst, die sich gewaschen hat

Die Hamburger Kunststudentin Elena Bulycheva lebt für die Kunst. Ihre minimalistischen Bilder wäscht und mangelt die 29-Jährige in industriellen Maschinen. Das Ergebnis sind außergewöhnliche Effekte und individuelle Kunst.

Seit mittlerweile drei Jahren lebt Elena Bulycheva nun in Hamburg, wo sie ein Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) studiert. Nebenbei geht die Studentin verschiedenen Tätigkeiten nach: Sie ist nach eigenen Angaben Regisseurin, Model und Moderatorin. Bulycheva ist v.a. aber malende Künstlerin. Die 29-Jährige möchte ihre Bilder mit einem speziellen Kunststil versehen, deswegen stellt sie ihre Bilder nicht auf rein traditionelle Weise her, sondern wendet ein eigenes Verfahren an.

"Das Besondere an meinen Bildern ist, dass sie alle, nachdem ich sie gemalt habe, in einer großen Industriemaschine gewaschen und gemangelt werden. Auf diese Weise hat jedes Bild seinen eigenen Lebenslauf mit verschiedenen Stationen", erklärt Bulycheva. Diese Behandlung sorge für außergewöhnliche Effekte – vergleichbar mit der Behandlung von Jeans, um deren Aussehen optisch modern zu gestalten. Bulycheva kam während ihres Kunststudiums nach vielen Versuchen auf die Idee, ihre Vorgehensweise zu verändern.

Ab in die Waschstraße

Kunst aus der Waschmaschine

Die Bilder malt sie erst mit Acrylfarben auf die Leinwand und lässt diese danach bis zu drei Monate trocknen. Dann geht es ab in die Waschstraße. Beim Waschprozess werden die Farben teilweise vermischt und danach zum Teil auch rausgewaschen. Interessierte können auf Bulychevas Website Eindrücke über ihre Arbeiten gewinnen. Auch in Zukunft möchte Bulycheva sich weiter ausprobieren und neue Wege gehen. "Ich werde mit dem Waschen und auch mit den Malereimotiven noch weiter experimentieren. Heute interessiere ich mich mehr für figuratives Malen, früher habe ich überwiegend abstrakt gemalt", so die Künstlerin über ihre Pläne.

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