RFID-Technologie -

Automatisierung und Kundenbindung RFID als Schlüssel zur Industrie 4.0 in Wäschereien

Zu teuer, zu unzuverlässig, beim Kunden unerwünscht – noch hat es die RFID-Technologie in deutschen Textilservicebetrieben schwer. Dabei bietet sie Potenzial auf vielen Ebenen, von Automatisierung bis Kundenbindung. Ein Plädoyer für eine Technologie, die die Branche zukunftsfähig machen kann.

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RFID als Schlüssel zur Industrie 4.0 in Wäschereien
Tendenz steigend: In der Bekleidungsbranche ist RFID-Technologie bereits „in großem Stil“ in Verwendung.  -

Das Tracking mit RFID in Ultrahochfrequenz (UHF) gehört zu den großen Themen der Gegenwart und der Zukunft der Wäschereibranche. Die Anbieter sprechen begeistert von den vielen Möglichkeiten, die das Tracking bietet. Die potenziellen Nutzer dagegen sehen zwar die Vorteile, die meisten haben sich aber noch nicht von der Begeisterung für die Technologie anstecken lassen. Die einen schrecken vor den Investitionskosten zurück, andere argumentieren, dass ihre Kunden das nicht wollten, während wieder andere Bedenken an der Zuverlässigkeit der Lesegeräte und Transponder äußern.

Inspiriert sind dagegen die Wäschereien, die den Schritt gewagt haben und bereits die Vorteile eines funktionierenden UHF-Systems genießen. Sie haben erkannt, dass RFID mehr bietet als die reine Nachverfolgung der Wäsche. Es ist gleichzeitig die Basis anderer zukunftsweisender Entwicklungen wie der Industrie 4.0. Wer sich inspirieren lassen will, muss eine RFID-Lösung im größeren Zusammenhang betrachten. So erkennt er, welche großen Chancen die Technologie tatsächlich eröffnet.

Automatisierung macht konkurrenzfähig

Die RFID-Technologie hat eine enge Verbindung zu einem zweiten großen Zukunftsthema der Branche, der Automatisierung. Der Trend, Vorgänge in Wäschereien zu automatisieren und zu robotisieren, ist in Deutschland nicht zuletzt wegen hoher Lohnkosten relevant. Automatisierte Abläufe senken die Kosten der Wäscherei und machen sie damit konkurrenzfähiger. Die Voraussetzung für eine intelligente und automatisierte Wäscherei ist der Informationsaustausch zwischen allen beteiligten Komponenten: Maschinen, Wäschestücken und IT-Systemen. Da die Kommunikation über Internetprotokolle stattfindet, spricht man in diesem Zusammenhang oft vom Internet der Dinge oder „IoT“.

Damit Wäschestücke kommunizieren können, sind sie mit RFID-Transpondern markiert. Führen Wäschereien RFID-Tracking ein, machen sie gleichzeitig einen großen Schritt Richtung Automatisierung. Die Transponder machen es möglich, dass jede Maschine genaue Informationen über jedes Wäschestück bekommt: Um welche Art von Wäsche handelt es sich? Wie muss es gewaschen werden? An welchen Kunden geht es?

Diese Daten sind jedoch nicht im Transponder selbst gespeichert, sondern in einer Datenbank. Die Informationen sind mithilfe einer eindeutigen Nummer einem Transponder zugeordnet. Da der Wäschereibetrieb enorme Datenmengen produziert, ist es sinnvoll, diese Daten in einer separaten Applikation aufzubereiten, die über eine Schnittstelle mit dem Warenwirtschaftssystem oder einer bestimmten Maschine die jeweils notwendigen Daten austauscht. So wird z.B. die Kapazität des ERP-Systems nicht unnötig von der Datensammlung beansprucht, sondern kann sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren.

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