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Hotelbetrieb in Bad Wörishofen Textilien im Gasthof Adler: individuell und pflegeleicht

Ein großer hölzerner Adler begrüßt die Gäste im Foyer des Hotel-Gasthofs Adler in Bad Wörishofen. Das Motiv findet sich nicht nur im Eingangsbereich, sondern auch auf vielen Textilien des Hotels mit angeschlossenem Gasthof wieder. Die Textilien sind zum Teil 150 Jahre alt und werden vom Hotel selbst gewaschen.

Adler auf dem Teppichboden, den Handtüchern, Vorhängen und Sofakissen: Der Hotel-Gasthof Adler legt bei der Auswahl Wert auf Individualität – das sieht man auf den ersten Blick. Selbst die Tischdecken im Restaurant "Tenne" hat die Familie Trommer mit einem eigens angefertigten Stempel bedrucken lassen.

Einzigartige Textilien

Dabei war ihnen Qualität besonders wichtig: Aus 150 Jahre altem Leinen sind die gestempelten Tischdecken gefertigt. "So was bekommt man heute nicht mehr", schwärmt Petra Trommer, die das Hotel Adler gemeinsam mit ihrem Mann Alexander führt. Aus einem Restbestand kämen die robusten Stoffe, die Raumausstatter Fritz Barth aus Bad Wörishofen für das Hotel zu Tischwäsche verarbeitet hat.

Auch andere Textilien, wie beispielsweise einen Vorhang, hat Familie Trommer mit dem Raumausstatter ganz individuell gestaltet. "Diese Vorhänge mit genau diesem Muster sind einmalig", präsentiert die Chefin die Stücke stolz. Auch der Teppich im Haupthaus ist solch eine Spezialanfertigung. Er zeigt ebenfalls den namensgebenden Adler. Bei der Auswahl der Farben lässt sich Trommer von ihrem persönlichen Geschmack leiten. In der Stube, die erst im Februar 2019 neu gestaltet wurde, hat sie die weiße Tischwäsche aus Halbleinen mit roten Elementen in den Sitzpolstern und den Vorhängen kombiniert. "Wir arbeiten viel mit natürlichem Material wie Stein, Holz, Leder oder auch mal einem Kuhfell", erklärt Trommer. In den neuen Deluxe-Zimmern macht sich durch diesen Materialmix urige Gemütlichkeit breit: Dort begrüßen den Gast seidig-schimmernde Bettdecken, weiß-rote Vorhänge aus Leinen und kleine, strukturierte Sofakissen mit Aufdruck. "Mitunter das Wichtigste ist, dass die Textilien langlebig und sehr pflegeleicht sind", betont Trommer.

Das Hotel setzt auf Langlebigkeit

In den einfacheren Zimmern macht die gelernte Hotelfachfrau bei der Qualität ebenfalls keine Abstriche. Die Bettwäsche dort ist zwar etwas einfacher als in den Deluxe-Zimmern, waschen und mangeln lässt sie sich jedoch ebenso gut wie die teurere Variante. "Bettdeckenbezüge werden oft gewaschen", erklärt Trommer. "Aber diese hier verlieren weder an Struktur noch verziehen sie sich." Daher ließen sich die Textilien oft viele Jahre verwenden, so die Hotelfachfrau. Ein Handtuch beispielsweise werde im Adler zirka 1.000 Mal gewaschen, bevor es ausgemustert werde, etwa weil die Farbe dann langsam verblasst.

Die Kochjacken sind weiß

Das Hotel stattet aber nicht nur die Zimmermit qualitativen Textilien aus. Auch den Zimmermädchen und Köchen wird die Berufsbekleidung gestellt. Während die Zimmermädchen türkis-blaue Bekleidung aus Baumwolle bekommen, tragen die Köche weiße Kochschürzen. Da sind Trommer und ihr Mann, der als gelernter Koch und Meister die Küche leitet, traditionell. "Wir möchten keine schwarzen Jacken, wir sind ja keine Kaminkehrer", heißt es bei den beiden Hoteleigentümern.

Textilien im Gasthof Adler: individuell und pflegeleicht

Gewaschen wird im Haus

Handtücher sowie die vom Hotel gestellte Berufsbekleidung der Zimmermädchen und Köche waschen die Zimmermädchen in der hauseigenen Wäscherei täglich. Bettwäsche je nach Wunsch der Gäste und Vorhänge mindestens einmal jährlich. Die Damen gehen von Zimmer zu Zimmer, ziehen die Betten ab und sammeln die Handtücher ein. Dann geht es in die Waschküche und es wird gleich in Handtücher und Bettwäsche sortiert. Sobald die Waschmaschine voll ist, wird gewaschen. Trommer hält die Zimmermädchen dazu an, die Waschzeit im Auge zu behalten: "Es soll kein Leerlauf zwischen den Wäschen sein." Nach dem Trocknen wird die Wäsche für die Mangel grob zusammengelegt. Von Hand wird laut Trommer nur die Berufsbekleidung gebügelt. Gemangelt wird im Hotel-Gasthof Adler drei Mal die Woche, jeweils drei bis fünf Stunden. "An den Tagen teilen wir dann auch mehr Zimmermädchen ein", sagt Trommer.

Die Wäscherei ist mit zwei 24-kg-Waschmaschinen und einem Trockner von Miele sowie einer Dosieranlage von Ecolab ausgestattet. "Wir haben uns bei Kollegen hier im Ort nach Empfehlungen umgehört", begründet Trommer ihre Entscheidung für das Dosiersystem. "Wir haben uns daraufhin von Ecolab beraten lassen und sind sehr zufrieden." Die Kombination und die Menge der Reinigungsmittel sei jetzt genau auf die Programme der Waschmaschinen abgestimmt. Die professionelle Ausstattung der Waschküche hilft nicht nur den Zimmermädchen bei ihrer Arbeit, sondern auch der Familie beim Sparen von Ressourcen, denn die Zimmermädchen müssen nur noch das Programm an den Waschmaschinen wählen. "Das ist nicht nur einfacher, sondern auch sparsamer. So ist wirklich nur die Menge an Reinigungsmittel drin, die nötig ist", erklärt die Chefin.

Die neue Waschküche

Die Mangel des Hotels ist im Vergleich zur modernen Ausstattung der Waschküche schon etwas älter. "Gutes, altes Teil" nennt Trommer die etwa 30 Jahre alte Bügelmaschine liebevoll. Wenn nächstes Jahr die Wäscherei des Hotels umgebaut und vergrößert wird, soll sie jedoch mit einer neueren Mangel ersetzt werden. Aktuell muss man von der Waschküche noch durch einen Gang, ein paar Stufen hinunter und wieder hinauf, um in die Bügelstube zu kommen. "Mit dem Umbau wird die Waschküche von der Struktur her einfacher, übersichtlicher und effektiver", freut sich Trommer.

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